aktualisiert: 09.03.2010 17:46 Uhr
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RÖMERSHAG/RHÖN
Mehr Punkte für den Premiumweg Hochrhöner
Die gute Arbeit der 80 Wegewart der Rhönklub-Zweigvereine zeigt Erfolge
(mm) Zu seiner turnusmäßigen Frühjahrssitzung traf sich der Hauptwegeausschuss des Rhönklubs in Römershag zu Beratungen über das vergangene, aber vor allem das laufende Markierungsjahr. Es standen wichtige Punkte auf der Tagesordnung wie die digitale Wanderweg-Verwaltung, die Zusammenarbeit mit Kartenverlagen, die Zertifizierung des Milseburgweges von Fulda bis Meiningen, das Arbeitsprogramm 2010 sowie die Überarbeitung des Wegenetzes und Wegeverlegungen.
Hauptwegewart Thomas Lemke konnte den Teilnehmern eine stolze Bilanz des Jahres 2009 vorlegen. Die Wegewarte waren für den Premiumweg „Hochrhöner“ sowie die Extratouren insgesamt 904 Stunden mit Pinsel und Farbe unterwegs und kennzeichneten dabei 694 Kilometer km Wanderwegstrecke. Der Hochrhöner erhielt bei der Nachzertifizierung nach drei Jahren vier Punkte mehr als vorher. Das sei der Arbeit der Wegewarte zu verdanken.
Die fuhren dazu mit ihren privaten Autos 4022 Kilometer. Die Wegewarte erhalten zwar ein kleines Zehrgeld für ihre ehrenamtliche Arbeit von 2 Euro pro Arbeitsstunde und bekommen auch einen Zuschuss zu den Benzinkosten. Dennoch bleibt diese wertvolle Arbeit unterbezahlt, stellt Rhönklub-Präsidentin Regina Rinke fest. Der Verein ist bleibe auf allen Ebenen ehrenamtlich.
Insgesamt unterhält der Rhönklub in den drei Bundesländern ein Wegenetz von rund 5500 Kilometern. 80 Wegewarte sind in den Zweigvereinen von Vacha bis Schweinfurt und von Würzburg bis Meiningen und Fulda in den Monaten von Mai bis Oktober unterwegs, um dem Besucher ein gut gekennzeichnetes Wegesystem anzubieten.
Bevor ein Fremder in der Rhön wandert, sollte er sich mit den Markierungszeichen auseinandersetzen, damit er nicht verzweifelt über Tropfen, Winkel, Dreiecke und Buchstaben. Die ehrenamtlich tätigen Wegewarte waren auf den anderen Rhönklub-Wegen im vergangenen Jahr insgesamt 2635 Stunden unterwegs und haben dabei 2238 Kilometer gekennzeichnet. 9125 Kilometer wurden mit den eigenen Autos zurückgelegt. Die Aschaffenburger Wegewarte zum Beispiel müssen erst eine Stunde fahren, bevor sie überhaupt mit der Markierung in Gemünden oder Gössenheim beginnen können. Bei den Zweigvereinen Würzburg und Schweinfurt kommen ebenfalls große Anfahrtsstrecken zusammen.
Die Bereitschaft in den Ortsgruppen, sich als Wegewart zu Verfügung zu stellen, nehme von Mal zu Mal ab. Präsidentin Regina Rinke dankte allen, die für die Wegekennzeichnung Verantwortung tragen, für ihren Einsatz. Leider gebe es für diese enorm schwere Arbeit zu wenig Anerkennung von außen. Im Gegenteil, gingen manchmal Briefe ein mit Beschwerden. Für Markierungszeichen-Wirrwarr könne aber nicht der 134 Jahre alte Rhönklub verantwortlich gemacht werden.
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