publiziert: 17.01.2011 16:50 Uhr
aktualisiert: 17.01.2011 16:56 Uhr
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Millimeterarbeit mit dem Autokran

Neuer Biomasseheizkessel für das Heizhaus in Maria Bildhausen geht im März in Betrieb
  • Millimeterarbeit: Der 4,6 Tonnen schwere Biomasseheizkessel wurde vom Autokran vor das Tor des Heizhauses gesetzt.
    Foto: Hubert Breitenbach
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Schon seit 15 Jahren verfügt die St.-Josefs-Kongregation in Maria Bildhausen über eine regenerative Energieversorgung. Seit vergangenem Sommer ist allerdings der technisch veraltete Kessel außer Betrieb. Jetzt wurde er durch einen neuen, moderneren Heizkessel ersetzt.

Mit einem großen Autokran rückte die Speditionsfirma an, um den 4,6 Tonnen schweren Heizkessel an Ort und Stelle zu bringen. Millimeterarbeit war es für die Techniker, das schwere Gerät vor dem Tor des Heizhauses in Maria Bildhausen abzusetzen. Alles ging glatt, die Arbeiter waren zufrieden.

Seit der alte Kessel außer Funktion war, musste das Kloster durch die Ölkesselanlagen zur Spitzenlastversorgung notbeheizt werden. Täglich wurden rund 2500 Liter Heizöl verschürt. Bei den momentanen Heizölpreisen war das eine enorme finanzielle Belastungen, sagte der technische Leiter, Dietmar Kerstan.

Am Standort der Biomasse-Heizzentrale wird nun eine neue Biomasseheizanlage errichtet. Von hier aus werden dann alle Gebäude über Nahwärmeleitungen versorgt. Zunächst wird der defekte 1200-Kilowatt-Kessel durch einen 500-Kilowatt-Kessel ersetzt, um 70 Prozent Wärmeversorgung durch Hackschnitzel zu gewährleisten, erklärt Ingenieur Steffen Lindner. Zur Optimierung der Laufzeit der Anlage werde ein Pufferspeicher mit 30 000 Litern Heizwasser zusätzlich montiert. Durch den höheren Wirkungsgrad könnten bereits in dieser Ausbauphase schon 1000 Kubikmeter Hackschnitzel pro Jahr eingespart werden.

Ölkessel bleibt im Einsatz

Weiterhin genutzt werden können der bestehende Hackgut-Bunker und die Schubbodentechnik, so Lindner. Darüber hinaus bleibt auch die Ölkesselanlage für Spitzenlasten im Einsatz. In der zweiten Ausbaustufe wird dann entweder ein Bioheizkraftwerk oder ein weiterer Biomassekessel montiert. Dadurch werde mindestens 80 Prozent der Wärmeenergie regenerativ erzeugt.

Das Projekt der St. Josefskongregation hätte ohne das staatliche Förderprogramm für Erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe nicht verwirklicht werden können, ist Lindner überzeugt. Doch die Investition lohnt sich: Durch die Optimierung der Heizanlage sollen weitere zehn Prozent oder rund 35 000 Liter Heizöl sowie 105 Tonnen CO2 eingespart werden.

Die Planung für den Umbau der Heizanlage sowie alle baulichen und technischen Ausführungen wurden laut Lindner von Firmen aus der Region durchgeführt. Dies sei auch ein erklärtes Ziel des Auftraggebers gewesen.

Der Gesamtleiter des Heizungsprojektes, Rainer Waldvogel, zeigte sich zufrieden bei seinem kurzen Besuch am Heizhaus in Maria Bildhausen, just zu der Zeit, als der Autokran den 4,6 Tonnen schweren Biomasseheizkessel vor das Tor gesetzt hatte.

Wenn alles nach Plan verläuft, wird die neue Heizungsanlage in Maria Bildhausen Mitte März in Betrieb gehen.

Von unserem Mitarbeiter Hubert Breitenbach
    
    

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