aktualisiert: 06.01.2011 19:20 Uhr
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HAMMELBURG
Mit dem Krönungswein auf kulinarischer Reise
Vier-Gänge-Menü und Weinprobe im Kellereischloss – Weinhoheiten mit von der Partie
(kgh) Nach der hektischen Weihnachtszeit ein bisschen zur Ruhe kommen – das war die Botschaft, die Matthias Büttner vom Winzerkeller seinen Gästen mit auf die kulinarische Weinprobe gab. Da zum richtigen Genießen guter Wein und gutes Essen gehören, gab es auch in diesem Jahr im Bocksbeutekeller des Roten Schlosses ein Vier-Gänge-Menü mit ausgewählten edlen Tropfen.
Ob ein Gläschen 2008er Silvaner-Sekt aus dem Bocksbeutel, ein Bacchus, ein roter Domina oder ein Gläschen der klassisch fränkischen Rebsorte Silvaner – für jeden Geschmack war etwas dabei. Die Idee, heimische Weine mit heimischen Gerichten zu präsentieren, war vor fünf Jahren geboren und vor vier Jahren erstmals verwirklicht worden. Dank der großen Nachfrage wird die Weinprobe zweimal im Jahr angeboten.
So entführten die Organisatoren Matthias Büttner und Walter Zeitz vom Sturmiushof ihre Gäste am Abend vor dem Dreikönigstag in die Welt der Genüsse. Dabei zitierte der Diebacher Direktvermarkter Zeitz den großen Dichter Goethe: „Kein Genuss ist vergänglich, denn die Erinnerung an ihn ist bleibend.“
Als Appetitanreger servierte das Kochteam um Doris Zeitz ein feines Rahmsüppchen von der Petersilienwurzel. Dazu wurde ein trockener 2008er Hammelburger Bacchus gereicht. „Dieser Wein verleiht dem sonst eher lieblichen Bacchus eine trockene Note und passt mit seinen grünen Aromen gut zur Suppe“, meinte Büttner. Zur anschließenden „Creation vom Feldsalat“ mundete ein 2009er Hammelburger Silvaner Spätlese des Winzers Georg Stein. Dieser ist im Gault-Millau Weinführer 2011 aufgenommen und mit 87 von 100 möglichen Punkten bewertet worden, sagte Büttner stolz. „Das ist ein Ritterschlag für unsere heimischen Weine.“
Als Hauptgang stand „Braten vom Sturmiushofer Weide-Jungrind“ auf der Speisekarte – mit Backpflaumen geschmort und hausgemachten Butterspätzle serviert. Passend dazu gab es den Krönungswein der Fränkischen Weinkönigin und Deutschen Weinprinzessin, der Ramsthalerin Melanie Unsleber. Den 2009er Ramsthaler St. Klausen Müller-Thurgau (Spätlese) habe sie bei der Wahl zur Fränkischen Weinkönigin vorstellen dürfen, „er hat mir Glück gebracht“, sagte Unsleber.
Nach einem Fototermin in Wiesbaden hatte sie es noch rechtzeitig zur kulinarischen Weinprobe nach Hammelburg geschafft. Sie bedankte sich für die tolle Unterstützung der Winzer und der Bevölkerung im Jahr 2010. „Ich habe seitdem viele tolle Menschen kennengelernt und Erfahrungen gesammelt.“
Auch die Weinprinzessinnen Julia Schäfer (Hammelburg) und Irina Neder (Ramsthal) begleiteten den Abend. Als Dessert genossen die Gäste eine köstliche Weincreme, kreiert aus einem Tilman-Secco.
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