publiziert: 09.08.2012 12:01 Uhr
aktualisiert: 11.08.2012 12:01 Uhr
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Münchner Berufsfeuerwehr übte in Wildflecken

  • Fotos: Gerd Schaar
    Großübung der Berufsfeuerwehr München: Die Profis probten in der Rhön-Kaserne verschiedene Szenarien.
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Bereits zum sechsten Mal fuhr die Münchner Berufsfeuerwehr zur jährlichen Großübung in die Rhön-Kaserne nach Wildflecken. Optimale Übungsbedingungen rund um die abgesiedelte Housing-Area unter realitätsnahen Bedingungen ließen auch heuer wieder 300 Floriansjünger mit 84 Fahrzeugen aus der fast 400 Kilometer entfernten Landeshauptstadt anreisen.

    
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Berufsfeuerwehr übt
Berufsfeuerwehr übt
Berufsfeuerwehr übt
Berufsfeuerwehr übt
Berufsfeuerwehr übt
Wildflecken
05.08.2012
    

„Es ist total die Wirklichkeit“, empfindet der 21-jährige Feuerwehranwärter Michael Eggert hohe Motivation für die Übung. Erst heuer im April habe er seine Ausbildung bei der Münchner Berufsfeuerwehr angefangen. Und schon ist er im Einsatz integriert. „Allerdings erst mal als Komparse auf dem brennenden Balkon eines Hauses“, lässt sich Eggert über die Drehleiter aus der Gefahr retten. Aktiv tätig ist der sympathische Feuerwehrmann ansonsten im Löscheinsatz beim Wasserangriffstrupp.

Im Fokus standen die Nachtübungen. Permanent lösten die Organisatoren aus den Münchner Feuerwachen etwa 200-mal Alarm für verschiedene Szenarien aus. Dabei ging es um Hausbrände, Autounfälle und Hilfeleistungen gemäß dem umfangreichen Aufgabenspektrum einer Großstadtfeuerwehr. Zum Einsatz waren auch die Rettungsassistenten der Münchner Berufsfeuerwehr und die Werksfeuerwehr der Firma Audi aus Ingolstadt gekommen. An eine erholsame Nachtruhe dachte niemand.

Umfangreiche Spezialeffekte

Schon ein paar Tage vor der Großübung reisten die Regisseure zu Vorbereitungsarbeiten wie zum Beispiel das Einrichten von Funkzentralen an. Ein gefragter Spezialist ist der Pyrotechniker Michael Sziedat, der weit über eine Stunde braucht, um die umfangreichen Spezialeffekte für einen nächtlichen Hausbrand über die Bühne gehen zu lassen. Denn exakt ferngesteuert explodieren die entzündbaren „Flash-over“-Luftgemische genau zu dem Zeitpunkt, wenn die Atemschutzträger die Gebäudetüre öffnen.

Weitere überraschende Effekte wie ferngezündete Feuer und Explosionen erwarten die Übenden im Gebäude. „Es wird von Jahr zu Jahr immer realistischer“, sagt Sziedat. Sehr realitätsnah geht es auch bei dem verunfallten Auto zu, das die Böschung hinuntersauste und kopfüber liegen blieb. Mittlerweile ist es schon dunkel geworden und starke Scheinwerfer beleuchten den Unfallort. Keine Strohpuppen, sondern echte Menschen sind die Unfallopfer, die aus dem Fahrzeug vorsichtig gerettet werden. Da ist die kundige Hilfe der Rettungsassistenten gefragt. Die leisten mit Infusionen erste medizinische Vorarbeit und kümmern sich auch um die traumatisierten Opfer.

Tipps an die Komparsen

Die Organisatoren dieser Übung gaben den Komparsen ganz bewusst den Tipp: „Wenn die Rettungskräfte sich ablenken lassen, dann bewegt euch von der Unfallstelle weg!“ So geschieht es schließlich auch in der Übung und die Assistenten müssen diese Opfer dann in der dunklen Umgebung suchen.

Zufrieden äußert sich die Branddirektion der Münchner Berufsfeuerwehr seit 28 Jahren über die idealen Übungsbedingungen bei der Bundeswehr. Vor der Rhön-Kaserne in Wildflecken übte man schon ab 1983 im Übungsdorf Bonnland auf dem Truppenübungsplatz der Hammelburger Saaleck-Kaserne. Zweimal, nämlich 1989 und 2006, war diese Großübung ausgefallen.

An die kooperationsbereite Bundeswehr ergehe wegen der freundlichen Unterstützung der ganz besondere Dank der Münchner Berufsfeuerwehr, betont ein Sprecher. „Das Ergebnis solcher Übungen kommt den betroffenen Menschen im Ernstfall zugute“, argumentiert der Sprecher für die jährlich rund 40 000 Euro Sach- und Personalkosten im Rahmen dieser Außenübung.

Von unserem Mitarbeiter Gerd SchAAr
    
    

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