publiziert: 18.06.2009 17:08 Uhr
aktualisiert: 18.06.2009 17:13 Uhr
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Musik Umsonst & Draußen

Die Veranstalter des U&D wollen die 10 000 Besucher-Marke knacken

In diesem Jahr wollen die Veranstalter des Umsonst und Draußen, das am 26. und 27. Juni stattfindet, die 10 000-Besucher-Marke knacken. Dabei helfen soll die Abschiedstour der Schröders, bekannte Bands aus der Region und natürlich das Wetter.

  • Am Freitag auf der U-Bühne beim Umsonst und Draußen in Bad Kissingen: The Ghost Rockets aus Schweinfurt (von links) Sebastian Väth (Gitarre), Steffen Schmitt (Schlagzeug), Marc Hanson (Gitarre), der neue Bassist Gregory Nunez Fructuoso und Sänger Eric Greulich.
    FOTO Bastian Wegner
Bild von

Die Winterkonzerte im JuKuZ in Bad Kissingen haben Früchte getragen, sagt Tobias Schneider, Vorsitzender des Vereins zur Förderung von Jugendveranstaltungen, der das U&D in Bad Kissingen organisiert. Dank der Winterkonzerte habe der Verein Mitglieder hinzugewonnen und mehr Helfer beteiligen sich in diesem Jahr an dem großen Sommer-Open-Air auf dem ehemaligen Flugplatz. Am Dienstag, 23. Juni, beginnt dort der Aufbau.

Bands aus der ganzen Republik

Wie im vergangenen Jahr wird es auf dem Gelände drei Bühnen geben, auch wenn es im vergangenen Jahr einige Probleme mit der Akustik gegeben hat: War die Band auf der Hauptbühne zu laut, hörte man deren Songs auch an der Nebenbühne. Das soll diesmal anders werden. „Die Bühnen sind in diesem Jahr weiter auseinander und anders ausgerichtet“, sagt Schneider. Doch drei Bühnen seien notwendig, wenn man ein Festival mit so vielen Bands und in dieser Größe anbieten will. Den Haupteingang haben die Organisatoren an die Seite verlegt, die Parkplätze sind nun oberhalb des Festivalgeländes. Der Campingplatz bleibt, allerdings wird in diesem Jahr eine Müllgebühr von fünf Euro erhoben, sagt Schneider.

Was die Bands angeht, gibt es einige Neuerungen. So sind in diesem Jahr nicht mehr nur regionale Bands im Programm, sondern auch bekannte Combos aus der Republik. Dabei sind die Schröders aus Bad Gandersheim, die nach 20 Jahren auf der Bühne ihre Abschiedstour spielen und wegen derer sich auch schon Gäste aus St. Pölten in Österreich für das Bad Kissinger Festival angemeldet haben. Dazu die Hesslers, die sich in The Intersphere umbenannt und vor wenigen Wochen bei Rock im Park gespielt haben und My New Zoo aus Nürnberg.

Einen richtigen Festivalmarathon absolvieren in diesem Sommer Luis und Laserpower aus Mannheim. Mit ihrer Mischung aus Reggae, Rock, Party und HipHop haben sie einige Veranstalter auf sich aufmerksam gemacht und sind unterwegs auf ganz großen Festivals wie dem Southside. „Wir hatten Bewerbungen aus ganz Deutschland, zum Teil auch aus dem Ausland“, sagt Schneider.

Lokale Bandgrößen

Natürlich soll beim Festival auch die Region nicht zu kurz kommen. So sind wieder einige bekannte Bands aus Unterfranken mit an Bord: The Ghost Rockets aus Schweinfurt, die Scallwags aus Schweinfurt und die Jungspunde Kings Are Better Queens aus Würzburg. Dazu Senore Matze Rossi, Spaceman Spiff, die Taschenrocker und kleine Newcomer.

Neues Terrain betreten die Veranstalter mit Sebastian 23, Top-Act des Poetry Slams am Freitag auf der D-Bühne. Welche Poetry-Slammer mit ihm auf der Bühne stehen, wird am Dienstag, 23. Juni, um 19 Uhr beim Vorentscheid in der Aula des Jack-Steinberger-Gymnasiums entschieden. Wer sich anmelden will, schreibt eine Mail an greta@udkg.de.

Neu sind zwei Motto-Tage im Zelt: Am Freitag gibt es Metal, unter anderem mit Path Of Devastation, am Samstag HipHop, unter anderem mit Bambägga. „Bei den Winterkonzerten haben wir gemerkt, dass Bedarf da ist“, sagt Schneider über den neuen Metal-Abend am Freitag. HipHop gab es bereits im vergangenen Jahr – und da war das Zelt richtig voll.

Seit vergangenem Jahr können die Veranstalter des U&D auch wieder beruhigt schlafen. „Die Stadt Bad Kissingen steht seit vergangenem Jahr wieder hinter dem Festival und hat einen Defizitausgleich von 5000 Euro zugesagt“, sagt Schneider. In den Jahren davor war das anders, im schlimmsten Fall hätten die Veranstalter mit ihrem eigenen Geld gerade stehen müssen. Diese Angst ist vorerst vorbei. „Es ist ein Sicherheitsgefühl, das die Jahre davor nicht da war“, so Schneider. „Gleichzeitig muss ich betonen, dass wir den Defizitausgleich noch nie voll ausgenutzt haben.“ Und falls das Wetter mitspielt, werden sie in diesem Jahr das Geld vielleicht überhaupt nicht nötig haben.

Online-Tipp

Das Programm und Infos zu den Bands finden Sie unter www.udkg.de

Von unserem Redaktionsmitglied Andreas Ritter
    
    

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