publiziert: 17.08.2012 15:01 Uhr
aktualisiert: 19.08.2012 12:04 Uhr
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Neuer Schub für die Berlin–Area

Fortsetzung spätestens im Oktober – enges Bauzeitenkorsett für die PBI GmbH
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    Neue Hoffnungen: Die Erschließung an der Berlin-Area soll spätestens Anfang Oktober weiter gehen.WOLFGANG DÜNNEBIER
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Mit dem Kauf von zehn Grundstücken in der Berlin-Area will die Stadt die private Erschließung der Berlin Area retten (wir berichteten). Seinen Urlaub unterbrach Bürgermeister Ernst Stross jetzt, um bei einem Pressegespräch das weitere Vorgehen der Stadt zu erläutern. „Wir wollen Vertrauen bei möglichen Grundstückskäufern gewinnen“, so Stross, Er zeigt Verständnis für die vorherrschende Verunsicherung. Seien die Straßen erst einmal gebaut, daran lässt Stross kaum Zweifel, werde es weitere Käufer geben.

Die Erschließung stockt, seitdem im Sommer und Herbst 2011 zwei notariell vereinbarte Fertigstellungstermine verstrichen waren. Weil die PBI GmbH (Rottendorf) erst 14 von insgesamt 28 Grundstücken verkauft hat, spielte die Raiffeisenbank Nüdlingen als Vertragspartner bei der weiteren Finanzierung nicht mehr mit. Das beauftragte Bauunternehmen Karlein (Mellrichstadt) stellte daraufhin die schon begonnenen Kanalisierungsarbeiten ein.

Schwung in das Vorhaben soll jetzt eine Fortschreibung des Notarvertrags bringen. Stross spricht von einem Dreiecksverhältnis zwischen der PBI GmbH, der Bank und der Stadt Hammelburg.

Ausgemacht ist ein „enges Korsett“ für die Fertigstellung des Wohngebietes, so Stross. Spätestens am 1. Oktober dieses Jahres muss die Firma Karlein die Bauarbeiten wieder aufnehmen. In 85 Werktagen und drei Bauabschnitten soll das Projekt abgeschlossen werden. Verzögerungen seien nur bei Frost erlaubt, sonst drohten der PBI GmbH Sanktionen. Im günstigsten Fall soll die Erschließung Weihnachten, spätestens aber im Frühjahr abgeschlossen sein. Die Bauüberwachung liegt beim Planungsbüro SRP. Das Büro hatte schon die Grundplanung für das Gelände gemacht.

Nicht zum Schleuderpreis

Eine Finanzierungsgrundlage für die Rettung ist die Kaufverpflichtung der Stadt für maximal zehn übrige Grundstücke zum Dezember 2013. Erst dann wird auch der Kaufpreis fällig. Bis dahin soll die PBI GmbH ihre Vermarktungsanstrengung fortsetzen. Stross zerstreut Hoffnungen, dass die Grundstücke später aus dem Eigentum der Stadt zum Schleuderpreis zu haben sein werden. Vorgesehen sind die gleichen Konditionen, wie aktuell. Auf jeden Fall seien die Verträge so gefasst, dass die Stadt nicht drauflegt, sagt Stross, ohne Details zu nennen.

Ein Risiko für Käufer sieht das Stadtoberhaupt nicht. Die Zahlungen würden über die Nüdlinger Bank abgewickelt. Immer wieder hatte es Gerüchte gegeben, die PBI GmbH habe Einnahmen aus bereits bezahlten Grundstücken für eigene Zwecke abgezweigt. Dies sei aber nicht der Fall, so Stross. Die Mittel seien noch komplett bei der Bank. Zur Kaufverpflichtung für Grundstücke hatte sich die Stadt auch entschlossen, weil sie derzeit bis auf einzelne Steillagen am Bachweinberg keine kurzzeitig bebaubaren Grundstücke mehr besitzt. Die zentrale Lage komme Bauwilligen sehr zugegen. Der von der PBI GmbH aufgerufene Grundstückspreis von 126 Euro sei auch auf die zentrale Wärmeversorgung mit einem Blockheizkraftwerk der Stadtwerke zurückzuführen.

Von unserem Redaktionsmitglied Wolfgang Dünnebier
    
    

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Die neuesten Kommentare

Diego89 (24 Kommentare) am 19.08.2012 11:37

Wenigstens einer, der die Wahrheit ausspricht....

Ich kann mich der Kritik meines Vorredners (merkur) nicht anschließen. Auch wenn ich mir bis jetzt von Frau PKK ausschließlich kritische Äußerungen über meine Heimatstadt anhören musste, hat sie in diesem Fall in der Tat recht.

Herr Stross hat unserer Stadt schon genug Schaden angerichtet, sehr Schade dass von seitens der Mainpost die Tätigkeit des Herrn Bürgermeisters sehr oft in zu positivem Licht erscheinen lassen. Die Zunahme der Verschuldung der Stadt in den letzten Jahren ist einfach nur noch besorgniserregend.
Das wochenlange Gezerre um die Berlin-Area ist das beste Beispiel für die Misswirtschaft von Herrn Stross und sein Stadtrat, welche mit der Situation von Anfang an überfordert waren. Ein Blick in eine harmonische Nachbargemeinde von uns, in der fleißig und harmonisch gebaut wird (und auch von der politischen Seite her anscheinend alles wunderbar geplant wurde) lässt da schon Neid aufkommen....

Hammelburg braucht (nicht nur wegen dem heißen Wetter) frischen Wind ..
(1)
merkur (35 Kommentare) am 18.08.2012 09:00

München-Haar-Area

Vielleicht sollten SIe, Frau Kaup-Clement, nicht nur Ihre Kommentare unterbrechen, sondern einfach Ihre ganze Rumschreierei freiwillig abbrechen?
Sie haben für Ihre Zweit-"Heimat" Hammelburg noch NICHTS Gutes getan, Sie schreien immer nur NEIN und SOGEHTDASNICHT. Was soll das???
Aber immerhin haben SIe - Frau Kaup-Clement - eines erreicht: so schnell wird man Sie nicht vergessen! Ihre Impertinenz wird ganz sicherlich unvergesslich bleiben!!!
(5)
MrsBurns (1517 Kommentare) am 19.08.2012 00:35

lesen sie doch mal den mainpostartikel vom 03.08.12

http://www.mainpost.de/regional/bad-kissingen/Polzer-akzeptiert-Chicago-Vergleich;art770,6953680
Die Stadt Hammelburg gibt sich mit einem Pleitier ab.
Man kann ja über PKK denken was man will. Hier scheint sie aber recht zu haben! Leider!
(0)
Hundkatzemaus (67 Kommentare) am 18.08.2012 10:22

Kleiner aber feiner Unterschied

Sehen Sie, Merkur, das ist der große Unterschied: Meine Unvergessenheit basiert nicht auf einem Schudenberg, der auf Kosten der Hammelburger Bürger sinnlos angehäuft wurde! Selbst meine "Impertinenz" ist völlig kostenfrei und belastet den Steuerzahler mit keinem einzigen Cent grinsen
(2)
Hundkatzemaus (67 Kommentare) am 18.08.2012 03:10

Berlin-Area

Vielleicht sollte Herr Bürgermeister Stross nicht nur seinen Urlaub unterbrechen, sondern einfach seine Amtszeit freiwillig abbrechen? Vor drei Wochen wurde ein Gerichtsurteil gefällt, in der PBI gerade mal die Hälfte der anstehenden Kosten an eine Firma zahlen soll, von den geleistetetn Arbeiten. Und die Stadt Hammelburg unterstützt solche Machenschaften weiterhin und verlangt von anderen Firmen, dass sie dieses Risiko eingeht!!!
Oktober soll die Frist sein? Ja so ein Zufall, dass da ja auch gar niemals nicht mit schlechtem Wetter zu rechnen ist!
Und dann kommen ja auch demnächst noch neue Wahlen auf die Hammmelburger zu.
Sollen sich doch die nächsten darum kümmern!
Aber immerhin haben Sie - Herr Bürgermeister - eines erreicht: So schnell wird man sie nicht vergessen! Ihre Leistungen werden ganz sicherlich unvergesslich bleiben!!!
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