aktualisiert: 09.02.2012 12:13 Uhr
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NÜDLINGEN
Neues Amt: Seniorenbeauftragte
Gemeinderätin Birgitt Waldner übernimmt den neu geschaffenen Posten für zwei Jahre
Birgitt Waldner (CSU) ist jetzt – zusätzlich zu ihrer Funktion als Mitglied des Gemeinderats – Seniorenbeauftragte der Gemeinde Nüdlingen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde sie einstimmig in das neue Amt gewählt, nachdem alle Fraktionen dem Antrag der CSU-Fraktion auf die Bestellung eines Seniorenbeauftragen zugestimmt hatten.
Wie es im Antrag hieß, soll die jetzt gewählte Seniorenbeauftragte die Interessen der Senioren in Nüdlingen und Haard vertreten. Insbesondere sollen Kommunikationsmöglichkeiten unter den Senioren ausgelotet werden und ein Unterstützungssystem für ältere Menschen im Bereich des täglichen Lebens auf ehrenamtlicher Basis aufgebaut werden.
In dem Antrag, den CSU-Fraktionsvorsitzender Harald Bötsch formuliert hatte, heißt es als Begründung: „Der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung unserer beiden Dörfer wird zunehmen. Für die offene Jugendarbeit wurde eine Jugendbeauftragte für zehn Wochenstunden mit der Aufgabe betraut, die Jugendarbeit in beiden Orten institutionell zu begleiten. Für die Begleitung der Senioren ist bisher noch nichts Derartiges vorgesehen, obwohl durchaus Handlungsbedarf besteht.“ Darum initiiere die CSU-Fraktion die Schaffung eines Seniorenbeauftragten auf ehrenamtlicher Basis. Damit solle dem „sozialen Rückzug“ der älteren Bevölkerung entgegen gewirkt werden.
Die Beauftragte solle Rederecht im Gemeinderat haben. Die Koordination von Hilfsangeboten auf ehrenamtlicher Basis könne von der Beauftragten übernommen werden. Als Beispiele nannte Harald Bötsch Einkaufssysteme für ältere und kranke Mitbürger, Rasenmähen und andere Gartenarbeiten sowie sonstige Verrichtungen des täglichen Lebens.
Wichtige Initiative
Bürgermeister Kiesel und Sprecher aus allen Fraktionen begrüßten die Initiative als wichtig. Mit dem Rederecht der Seniorenbeauftragten im Gemeinderat gebe es keinerlei Probleme, da Birgitt Waldner selbst dem Gremium angehört.
Günter Kiesel sprach sich dagegen aus, das Aufgabengebiet der Beauftragten von vornherein genau festzulegen. „Man sollte es einfach laufen lassen“, meinte er. Man müsse nicht alles nachmachen, was woanders gemacht werde. Es sei auch nicht zu vergessen, dass schon in der Vergangenheit Seniorenarbeit, seitens der Pfarrgemeinde und weiterer Vereine in Nüdlingen, gemacht worden sei. Diese Dinge müssten jedoch koordiniert werden.
„Es geht vor allem um die Älteren, bei denen man merkt, dass sie sich zurückziehen“, meinte Edgar Thomas (CSU). Franz Hillenbrand (UWH) wollte erfahren, ob die Beauftragte für beide Ortsteile da sei und welche Befugnisse sie habe. Er wurde auf den Text des Antrags verwiesen, in dem es heißt„... für Nüdlingen und Haard“.
Alles, was die Seniorenbeauftragte tue, tue sie im Auftrag der Gemeinde. Es sei ein ganz normales kommunales Ehrenamt. Einmal im Jahre solle sie im Gemeinderat über ihre Arbeit berichten.
Birgitt Waldner sagte: „Man wird wohl Hilfen brauchen, zum Beispiel ehrenamtliche Fahrer“. Birgitt Waldner wurde zunächst bis 30. April 2014 einstimmig zur Seniorenbeauftragten für Nüdlingen und Haard ernannt.
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