aktualisiert: 17.06.2010 08:47 Uhr
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BAD KISSINGEN
Nobelpreisträger Jack Steinberger ist da
Nobelpreisträger ganz privat in der Stadt
(rp) Jack Steinberger, Nobelpreisträger und Namensgeber des hiesigen Gymnasiums, weilt derzeit in seiner Geburtsstadt Bad Kissingen. Am Montag reiste der 89-jährige Physiker an und quartierte sich bei einer befreundeten Familie in Bad Kissingen ein – begleitet von seinem Sohn Ned und dessen Frau sowie seiner Tochter Julia und zwei Enkeln.
Steinberger, der am 25. Mai 1921 als des jüdischen Kantors und Religionslehrers in Bad Kissingen geboren wurde, flüchtete als 13-Jähriger vor den Nationalsozialisten in die USA. Den Nobelpreis erhielt er 1988.
Der Besuch in seiner Heimat ist rein privat. Am Mittwoch weilte die Familie in Schonungen, wo sein Vater Ludwig als Sohn eines kleinen Viehhändlers geboren worden war. Als sich Jack Steinberger dort ins Goldene Buch der Gemeinde eintrug, wiederholte er in der von ihm bekannten bescheidenen Art auch, was er in Bad Kissingen schon einmal gesagt hatte: Sein Sohn, Ned Steinberger, sei doch viel berühmter als er.
Ned Steinberger gründete 1979 in den USA eine Firma, die E-Bässe und E-Gitarren herstellte. Er erfand das Design eines E-Bass-Modells, das keine Kopfplatte aufwies, an dem unter anderem John Entwistle („The Who“) und Mike Rutherford (Genesis) Gefallen fanden.
Von einem offiziellen Termin Steinbergers in der Kurstadt, deren Ehrenbürger er seit 2006 ist, ist bislang nichts bekannt.
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