publiziert: 18.11.2009 09:38 Uhr
aktualisiert: 18.11.2009 09:39 Uhr
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Operation Metal-Festival geglückt

Acht Bands bei Doppelveranstaltung in Hammelburg und Bad Kissingen

Richtig krachen ließen es die Hammelburger Musikinitiative und der Kissinger Verein zur Förderung von Jugendveranstaltungen bei dem gemeinsamen Projekt „A double shot at metal“ im Kissinger Jugendzentrum. Die Kooperation zwischen der Musikini und dem U&D Bad Kissingen, die in diesem Sommer begann, kam damit zum zweiten Mal zum Tragen.

  • Parsifall überzeugte mit krachendem Hardcore und einer mitreißenden Bühnenshow.
    FOTO RE on Tour
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Die stilistische Vielfalt dieses Genres auszunutzen, hatten sich die Organisatoren der Musikinitiative, vorgenommen. Sie trugen den ersten Teil der Konzertreihe im Hammelburger Wasserhaus aus – und erreichten ihr Ziel.

Black Petty

Mit Songs wie „Autumn Breeze“ und „Uncle Sam“ schlugen die Musiker von „Black Petty“, die in ihrer aktuellen Besetzung erst seit ein paar Monaten in den Kellerräumen des Wasserhauses proben, in Richtung New Metal ein.

Demgoroth

Nachdem Madlen und Co. die Gäste aufgewärmt hatten, kam es mit ihren Nachfolgern von „Demgoroth“ in Sachen Musik zum ersten Wechsel: „Black Metal garniert mit einer Prise Death Metal“ stand nun auf dem Speiseplan der Bad Kissinger Fünfertruppe. So servierten sie ihren Zuschauern eine gehörige Portion treibender Rhythmen und derber Melodien.

Kelebra

An dritter Stelle meldeten sich die drei Bad Neustädter von „Kelebra“ zu Wort. Wie schon im Vorjahr zogen sie das Hammelburger Publikum vom ersten Moment an in ihren Bann. Eine ganze Schar eingefleischter Anhänger war ihnen zu ihrem Auftritt gefolgt und unterstützte das Trio tatkräftig.

„Es erstaunt uns immer wieder wie sich unsere Fangemeinde selbst organisiert. Wir können bei jedem einzelnen Auftritt auf sie zählen und das wissen wir auch wirklich zu schätzen“, freute sich Schlagzeuger Markus Hein.

Parsifall

Mit einer ganz geballten Ladung Energie besiegelten die Headliner des ersten Teils von „A double shot at metal“, „Parsifall“, den Abend. Nach Auftritten mit namhaften Bands überzeugte die Truppe um Sänger Dave, der auch in der Band „Davidian“ mitwirkt, durch krachenden Hardcore und eine mitreißende Performance. Viele neue Gesichter bevölkerten das Wasserhaus. Am Ende waren nicht nur die Gäste, sondern auch die Organisatoren sehr zufrieden: „Das Konzert verlief absolut reibungslos, sowohl von Seiten der Besucher als auch von Seiten der Bands“, bilanzierte Madlen Wittmann, Vorstandsmitglied der Musikinitiative Hammelburg. Diese Freude dürfte auch in Bad Kissingen nach dem zweiten Festivalteil vorherrschen. Denn in der Kurstadt ging es am Samstag nicht minder ausgelassen zur Sache. Hier zelebrierten ebenfalls vier Bands Musik der härteren Gangart.

Defuse my hate

Den fulminanten Auftakt lieferte das Rhöner Quartett „Defuse my hate“, die musikalisch und die weiblichen Zuschauer auch optisch überzeugten. Lange, wehende Mähnen bestimmten das Bühnenbild. Ihre Mischung aus Trash, Hard- und Metalcore überzeugte auf Anhieb – und das derart, dass schließlich auf Knien um Zugaben gebeten wurde.

Altarea

„Altarea“ traf somit auf ein gut eingestimmtes Publikum, das sie jetzt weniger melodisch, aber durchaus in bisschen härter bearbeiteten. Schlagzeuger Gregor, die Gitarristen Florian und Ralf, Bassist Philipp sowie Frontmann Nico haben schon mehrfach in Bad Kissingen bewiesen, was in ihnen steckt. Mit wildem Gesang und schnellen Tempi knüpften sie an das 14. Umsonst & Draußen an. Hard-, Death- und Metalcore ist ihr Terrain, das sich in ihrem Fall durch einen alles beherrschenden Schlagzeug-Beat und außergewöhnliche Rhythmik auszeichnet.

Path of Devastation

Andere versuchten es da weitaus optischer. „Ihr dürft euch freuen, wir haben später noch einen Tabledancer für euch“, verkündete David, Sänger von „Path of Devastation“, gleich zu Beginn der dritten Runde. Ein Mitglied der befreundeten Band Rising Sunset sollte im Laufe der Show mit tänzerischen Einlagen begeistern. Die Einlage kam nicht zustande. Aber auch ohne sie gelang es den Nüdlingern, die Menge für sich einzunehmen. Brachiale Gitarrenriffs erfüllten den Raum und lieferten die perfekte Überleitung für die letzte Band des zweitägigen Events.

Fuck your shadow from behind

Am Ende der städteübergreifenden Kooperation standen nicht nur „Fuck your shadow from behind“. Nein, menschliche Pyramiden, die sich zu später Stunde in atemberaubender Manier vor der Bühne aufbauten, sind wohl das, was den meisten Gästen am nachhaltigsten in Erinnerung bleiben wird. Gemeinsam wurde getanzt, gesungen und geschrien. Bis in den Morgengrauen hätte diese Party weitergehen können. Im Kissinger JuKuZ ist nun jedoch Ruhe eingekehrt. Die gemeinsame „Operation Metal-Festival“ ist geglückt. Fortsetzung nicht ausgeschlossen.

Von Sandra Schmelz und Nicole Oppelt
    
    

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