publiziert: 06.08.2012 16:22 Uhr
aktualisiert: 08.08.2012 12:03 Uhr
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Predigten in bestem Deutsch

Pfarrer Peter Okafor macht Urlaubsvertretung
  • Wieder da: Ein herzliches Willkommen galt Pfarrer Peter Okafor, der die Urlaubsvertretung für Pfarrer Balthasar Amberg übernommen hat.
    Foto: Stefan Geiger
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„Ich freue mich, wieder bei euch zu sein und mit euch zu feiern.“ So eröffnete Pfarrer Peter Okafor, der bis zum 19. August die Urlaubsvertretung für Pfarrer Balthasar Amberg übernommen hat, die Gottesdienste in Ebenhausen, Eltingshausen und Oerlenbach. Im Anschluss wird er bis Ende September die Pfarrei Euerdorf betreuen, ehe er am 1. Oktober in seine Heimat zurückkehrt.

Zum vierten Mal hilft der Pfarrer in der Diözese Würzburg aus, nachdem er zuvor schon mehrfach in Deutschland seelsorgerischen Dienst wahrgenommen hatte. So kommt er auch mit der Sprache ganz gut zurecht. Wohnen wird er wieder bei Familie Lippert in Euerdorf, wo er sich wie zu Hause fühlen kann.

Peter Okafor wurde 1963 in Abakaliki im Südosten Nigerias geboren und hat noch zwei Schwestern und einen Bruder. Seine Eltern verstarben vor sechs Jahren. Er studierte nach dem Gymnasium je vier Jahre Theologie und Philosophie im Bigard Memorial Seminary in Enuga und wurde 1992 zum Priester geweiht. Nach Tätigkeit in Pfarreien fertigte er an der katholischen Universität in Louvain-La-Neuve in Belgien seine Doktorarbeit zum Thema „Autorität als Dienst in der Kirche“.

240 Theologiestudenten

In seiner Heimat ist er seit 2006 in die Priesterausbildung in „Blessed Iwene Tansi Major Seminary“ in Onitsha im Bundesstaat Anambra mit dem Fachgebiet „Systematische Theologie“ eingebunden. Die Einrichtung besuchen derzeit 240 Theologiestudenten. „Bei uns wollen viele junge Männer Priester werden. Um den Nachwuchs ist es bei uns sehr gut bestellt“, erzählt er. Gottesdienste seien sehr gut besucht. Mit Musik, Gesang und Tanz brächten die Menschen ihre Freude zum Ausdruck.

Nigeria selbst – so erzählt Okafor – ist ein sehr religiöses Land. Je 45 Prozent der 150 Millionen Einwohner sind Muslime und Christen. Zehn Prozent gehören Naturreligionen an. Im Süden wohnen mehr Christen, im Norden mehr Muslime. Die verschiedenen Gruppen kommen eigentlich gut miteinander aus. „Als bei den letzten Wahlen ein Christ zum Präsidenten gewählt wurde, hat sich die Situation verschärft. Islamische Fundamentalisten bedrohen Christen. Es kommt immer wieder zu Terrorakten“, berichtet er.

In Nigeria gibt es allein 250 verschiedene Sprachen, von denen Hausa, Yoruba und Igbo die wichtigsten sind. „Ich gehöre zum Stamm Igbo, aus dem Südosten des Landes“, ergänzt er. Neben Igbo beherrscht er Englisch, Französisch und Deutsch. „Ich danke euch für eure Hilfsbereitschaft. Eure Gaben nehme ich gerne an, um meinen armen Mitmenschen in Nigeria zu helfen“, bedankte sich der Pfarrer im Voraus.

Im Mittelpunkt seiner Urlaubsaufgaben steht die Feier der Gottesdienste, auf die er sich intensiv vorbereitet; denn er möchte Texte und Predigten in bestem Deutsch vortragen. Ansprechpartner ist er daneben in allen anderen seelsorgerischen Aufgaben. Einen Tag in der Woche hat er frei, um Land und Leute noch besser kennenzulernen. „Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr wieder kommen kann.“

Kontakt: Familie Lippert, Ringstraße 9 in Euerdorf, Tel. (01 60) 99 69 79 91 oder per E-mail an okaforpita@yahoo.com

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