publiziert: 18.01.2011 16:45 Uhr
aktualisiert: 25.01.2011 20:20 Uhr
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Raucher wollen neuen Volksentscheid

Bund mündiger Bürger
  • Parteigründer in spe: Raucher Günter Groß
    Foto: Isabell Eberlein
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Der neue Landesverband der Partei "Bund mündiger Bürger" will im kommenden Jahr mit einem Volksentscheid das Rauchverbot in Bayern wieder kippen. Der Kissinger Günter Groß, der vergangene Woche den Landesverband gründete, plant für die nächste Zeit Informationsveranstaltungen, um über das Wahlprogramm der Partei aufzuklären.

Dieses beinhalte mehr als den Kampf um die Raucherrechte, teilte er mit. Er überlege, im kommenden Jahr Anstrengungen für einen neuerlichen Volksentscheid gegen das bayerische Nichtraucher-Schutzgesetz, das ja in der jetzigen Form seinerseits durch einen Volksentscheid zustande kam, zu unternehmen.

Groß wies außerdem darauf hin, dass die Operation an seiner Lunge, – anders als er selbst und die Ärzte erst dachten und anders als berichtet – nicht aufgrund einer Krebserkrankung nötig wurde. Der Grund für den Eingriff im vergangenen Jahr sei vielmehr ein Verkehrsunfall im Jahre 1976 gewesen, der Groß unter anderem mehrere gebrochene Rippen beschert habe, die im Laufe der Jahre an der Lunge festgewachsen seien.

bjk
    
    

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»Alle 120 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

muendig (3 Kommentare) am 21.01.2011 21:44

Leben und Leben lassen

Lassen wir doch jedem seine Freiheit selbst zu entscheiden!! Der Gast besucht ein Raucher oder Nichtraucher - Lokal und die Wirte entscheiden selbst über den Status ihres Lokals - Rucher oder Nichtraucher.
Ist das denn so schwer zu realisieren??

Allen wäre geholfen und das Thema endlich vom Tisch!
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waterhead (49 Kommentare) am 24.01.2011 08:33

Leben und sterben lassen

Lassen wir doch jedem seine Freiheit selbst zu entscheiden!! Der Gast besucht ein dixoinverseuchtes Lokal oder nicht und die Wirte entscheiden selbst über den Status ihres Lokals - dioxinverseuchtes Fleisch oder nicht?
Ist das denn so schwer zu realisieren??
Sie können an den entsprechenden auch Hygienevorschriften einsetzen.
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steve67 (750 Kommentare) am 21.01.2011 15:37

@evakurt

Wenn es nur um Rauchclubs gegangen wäre, dann könnte man evtl. noch sagen, akzeptiert. Aber vielleicht hat man es schon vergessen, die vorherige Regelung hatte auch diesen unselige Nebenraucherraum. Dieser Raum war in der Praxis gerade mal durch eine häufig offen stehende Tür oder nur einen Vorhang vom Nichtraucherraum getrennt. Dabei dann von Nichtraucherschutz zu sprechen ist geradezu zynisch. Abgesehen davon, wer schützt eigentlich nichtrauchende Angestellte in Raucherclubs? Oder dürfen dann nur noch Raucher dort arbeiten? Greift dann wieder das Antidiskriminierungsgesetz für diese Angestellten? Ich bin froh, dass die neue Regelung nun wirklich kompletten Nichtraucherschutz bietet und wirklich keine Hintertürchen offen lässt außer denen für die Raucher, die zum Rauchen rausgehen. zwinkern
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evakurt (2618 Kommentare) am 21.01.2011 15:51

Wenn Nichtraucher in einem ...

... Nichtraucherraum nicht vor Rauch geschütztz sind, dann geht das natürlich nicht. Da haben Sie recht. Nein, konkret hätte man raucherEXKLUSIVE Kneipen ausweisen müssen - meinetwegen 10% aller Lokale. Das hätten dann auch die Bediensteten gewusst: Aha, da sind 90% rauchfrei und 10% nicht rauchfrei. Diese Unterscheidungsgabe muss man erwarten können. Dass nichtrauchende Menschen IN EINER RAUCHERKNEIPE vor Rauch geschützt werden müßten, geht wirklich zu weit. Ich muss das mal deutlich sagen: Wie bescheuert müßte ein Angestellter in einem Raucherclub sein, wenn er verlangen würde, dass in seiner Anwesenheit nicht geraucht wird !?!?!?! Dann ist das eben ein für ihn nicht geeigneter Arbeitsplatz. Zumal die Existenzgrundlage der Kneipe ja gerade wäre, die abgewanderten Raucher wieder in den versteuerten Gaststättenbereich zurückzuholen. Eine Stewardess bei der Lufthansa kann doch ihren Arbeitgeber nicht zwingen, ein Flugzeug am Boden zu lassen, weil sie flugkrank werden könnte?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!
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evakurt (2618 Kommentare) am 21.01.2011 11:42

.....

Die Raucher haben sich wirkloich arrangiert - deshalb ist das Wiederaufkochen des Themas tatsächlich unnötig. Bei zwei Dingen sind wir unterschiedlicher Meinung:
1. Natürlich fehlen den Kneipen- (nicht Restaurant-) Wirten die Umsätze der in die private "Blockhausidylle" abgewanderten Raucher. Diese Umsätze sind ersatzlos weg.
2. Die Rechtmäßigkeit der Bürgerbefragung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass durch den Überbegriff "Nichtraucherschutz" der Eindruck entstanden ist, es gehe nur um Nichtraucherschutz und eben nicht um Rauchverbot in nichtraucherfreien Raucherclubs. Das mag zwar irgendwo gestanden sein, aber der Makel der Wählertäuschung und dadurch des Demokratiemißbrauchs ist damit nicht vom Tisch und wird es auch bleiben, da nicht reversibel. Als Nichtraucher stört mich nicht das Fehlen von Raucherkneipen, sondern der Demokratieschaden, der durch - wie ich meine vorsätzliche - Täuschung entstanden ist.
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