publiziert: 29.05.2011 17:53 Uhr
aktualisiert: 29.05.2011 17:55 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text MARIA BILDHAUSEN
Ringeisen-Projekt für Autisten bewährt sich

Große Zufriedenheit mit der Tagesförderstätte bei Aschaffenburg
  • Anne Hilpert
    Foto: Anton Then
Bild von

(tt) Seit zwei Jahren bewährt sich die Tagesförderstätte für Menschen mit Autismus (TAU) des Dominikus-Ringeisen-Werks Bildhausen in Aschaffenburg.

Leiterin der Förderstätte ist Anne Hilpert (30). In der Einrichtung werden acht Personen, überwiegend aus dem Raum Aschaffenburg, während der Wochentage betreut und gefördert. In Unterfranken gibt es rund 7000 Personen mit Autismus, etwa die Hälfte ist erfasst.

„Bei Bedarf und den entsprechenden räumlichen Voraussetzungen könnte das Angebot auch auf andere Gebiete in Unterfranken ausgeweitet werden“, so Hilpert. Sie denkt hier primär an den Raum Würzburg. Aufgenommen werden Erwachsene aus Unterfranken, die die Schulpflicht erfüllt haben und aufgrund bestehender Verhaltensauffälligkeiten und besonderen Betreuungsaufwandes nicht in Förderstätten integriert werden können.

Aufnahmevoraussetzungen sind eine Autismus-Diagnose, das Vorliegen einer Intelligenzminderung sowie Fremd- oder Autoaggressionen.

Autisten vermeiden Blickkontakt und Körperkontakt, haben keine Angst, lachen und kichern ohne Grund, sind fixiert auf spezielle Themen und verweigern Veränderungen.

Schwerpunkte der Tagesförderung sind Unterstützung der Wahrnehmung, Fokussierung und der Konzentration sowie Förderung der Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung.

„Die Konzeption hat sich bewährt“, meint Anne Hilpert. Sie könne bei ihren Klienten Verbesserungen in sozialen Verhaltensweisen feststellen. Als Beispiele nennt sie das Mitwirken bei Gemeindefesten, die Unterstützung des ehrenamtlichen Einkaufsdienstes sowie die Unterstützung bei der Versorgung des Reitstalls, wo Verantwortung für Lebewesen übernommen werden muss.

Bis zum Idealziel, der Integration von Menschen mit Autismus in die Gesellschaft und die Arbeitswelt, sind aber noch sehr viele kleine Schritte notwendig.“ Besonders freut sich Anne Hilpert „über die tolle Aufnahme und Zusammenarbeit mit den Bürgern des Aschaffenburger Stadtteils Schweinheim“.

    
    

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