publiziert: 14.12.2009 14:37 Uhr
aktualisiert: 14.12.2009 14:39 Uhr
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Schwarzwild war schlau und entkam

Revierübergreifende Drückjagd

(bab) Um Schwarzwildschäden einzudämmen, fand erstmals eine revierübergreifende Drückjagd an der Südseite des Kreuzberges statt. Beteiligt waren sechs Reviere vom Kreuzberg über Sandberg und Waldberg bis Langenleiten, darunter die Staatsjagd am Reidelberg sowie Gemeinschafts- und Eigenjagdreviere, mit 50 Jägern und 20 Treibern.

Die Organisation hatte Jürgen Merk, der Leiter der Hegegemeinschaft Sandberg. Unter den Teilnehmern waren Vertreter des BJV-Kreisvorstands, wie der Vorsitzende der BJV-Kreisgruppe Bad Neustadt, Thomas Schmitt, und Rotwildhegeringleiter Berthold Schwarz.

Durch die starke Eichel- und Bucheckernmast haben Wildschweine ein außerordentlich reiches Nahrungsangebot im Wald, was wiederum auch die Populationsdichte fördert. Schon seit etlichen Jahren hat der Sauenüberschuss erhebliche Schäden in der Flur, vor allem auch Wühlschäden auf den Wiesen, zur Folge. Mit dem Großeinsatz wollten die Jäger ein Zeichen setzen, dass sie die Klagen der Grundstücksbesitzer ernst nehmen und dass sie sich für die Belange der Landwirtschaft einsetzen.

Bevorzugt sollten an diesem Vormittag Überläufer und Frischlinge erlegt werden. Das Wetter war eigentlich ideal: kalt und trocken mit leichtem Schneefall. Der Erfolg war allerdings unbefriedigend und blieb weit unter den Erwartungen. Eine Sau, zwei Stück Rehwild, ein Fuchs und ein Hase blieben auf der Strecke.

Im Kreuzberg-Revier wurden die meisten Sauen gesehen, „die sich aber schlauerweise aus dem Staub gemacht haben“, berichtet ein Teilnehmer.

Die Gemeinschaftsaktion sollte auch dazu beitragen, Erfahrungen zu sammeln, wie man die Bejagung von Wildschweinen noch effektiver gestalten kann. Man einigte sich, dass eine revierübergreifende Drückjagd wiederholt werden sollte.

    
    

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Die neuesten Kommentare

do1nsb (2 Kommentare) am 21.12.2009 14:27

Noch merkwürdiger

was manche Leute hier so an Kommentaren abgeben: Hundertschaften ... gnadenloser ... Lusttöter .. auf der Suche nach Sex...
Zum "Für" und "Wieder" der Jägerei kann man geteilter Meinung sein: Es gibt gute Gründe für die jagd -- und manche Gründe die dagegen sprechen. Aber derartige Kommentart disqualifizieren doch die gesamte Argumentation, die so eh nicht vorhanden ist.

just my 2c
(0)
ProNatur (1 Kommentare) am 15.12.2009 00:24

Sehr merkwürdig

Kommen diese Schäden wirklich vom Schwarzwild? Welches Schwarzwild soll denn die Schäden verursachen, wenn keines mehr da ist. Hierbei handelt es sich doch wieder mal um die tägliche Jägerpropaganda. Wir scheinen zwischenzeitlich nur noch geringe Wildbestände zu haben. Wenn ich die Jägerpropaganda über die zu hohen Wildbestände höre und dann wieder die Meldung über beutelose und ausgehungerte Jäger, dann frage ich mich schon was los ist. Wahrscheinlich ist es bei euch genau so wie bei uns im Schwarzwald.
Es rücken Hundertschaften blutrünstige und schießgeile Waffennarren aus und schlachten alles ab was ihnen vor die Flinte kommt. Dann wird auch noch behauptet, dass alles dringend notwendig ist und nur im Sinne der Natur geschieht.
Unsere Natur ist schon längst keine Natur mehr, nein sie ist nur noch ein Open-Air-Mast- und Schlachtbetrieb, der mit den grausamsten Methoden geführt wird. Es wird ein barbarischen Krieg gegen die Natur und deren Tiere geführt. Auch Tierarten die auf der roten Liste stehen, werden gnadenlos gejagt und ausgerottet.
Jäger sind Lustmörder und töten aus purer Freude. Der erreichte Tod der hilflosen Tiere ist für sie ein Genuß und eine innere Befriedigung, für manche wirkt es sogar wie Sex.
(0)
unbestechlicher (42 Kommentare) am 14.12.2009 21:12

Ist das nicht seltsam?

Scheinbar sind die Sauen überall schlauer als Jäger, oder das Märchen der Überpopulation bricht langsam weg. In diesem Bericht
http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/loeffingen/Jaeger-bereiten-Wildfuetterung-vor;art372525,4078336
redet man von einem überreichen Nahrungsangebot und hier karrt man noch zusätzlich 15t Futter in den Wald. Vielleicht sollten die Jäger sich untereinander mit den Berichten etwas mehr abgleichen sonst merken die Leute zu schnell das es sich hierbei um Jägerlatein handelt.
Aber sehr gute Strecke... Sind glücklicherweise viele Tiere entkommen.
(0)
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