publiziert: 01.02.2012 18:33 Uhr
aktualisiert: 01.02.2012 18:34 Uhr
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Stadt denkt an Gebühren für Hallen

Angleichung an die Gebühren für Hallen des Landkreises im Gespräch
  • Gut belegt: Die Bayernhalle ist eine der städtischen Sporthallen, deren Nutzung künftig Gebühren kosten könnte.
    Foto: Susanne Wahler-Göbel
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In Zeiten, in denen die Kassen nicht mehr so klingeln wie gewünscht, müssen Kommunen nach neuen Einnahmequellen suchen. Für die Stadt Bad Kissingen heißt das, dass auch Nutzungsgebühren für die städtischen Sporthallen wieder einmal auf den Prüfstand kommen. Die nächste Gelegenheit dazu besteht in Kürze bei den Haushaltsberatungen. Thomas Hack, Pressesprecher des Rathauses, bestätigt dies auf Anfrage der Main-Post.

Im Raum steht eine Angleichung der Nutzungsgebühren auf das Niveau des Landkreises. „Darüber wurde schon mal vor fünf, sechs Jahren diskutiert“, sagt der Vorsitzende des Vereinsbeirats, Manfred Stenke, im Gespräch mit der Main-Post. Der Landkreis verlangt für alle Vereine in den landkreiseigenen Hallen Gebühren. Die Stadt dagegen stellt den Kissinger Vereinen ihre sieben städtischen Hallen bislang kostenlos zur Verfügung.

Seit Beginn des Schuljahres kassiert der Landkreis für die 60-minütige Belegstunde einer Einfachturnhalle, etwa die der Realschule, fünf Euro von den Vereinen. Dies geht aus Unterlagen des Landratsamts hervor. „Würde nun eine Angleichung an den Landkreis erfolgen, käme natürlich einiges zu auf die betroffenen Vereine“, betont Stenke.

7800 Euro für die Stadtkasse

Beispiel Arnshausen: Laut Auskunft der Stadt wird die dortige Lollbachhalle rund 30 Stunden pro Woche von Vereinen genutzt. Hochgerechnet auf ein Jahr sind das 1560 Stunden. Fielen für jede Stunde fünf Euro an, käme man auf einen Betrag von 7800 Euro, der in die Stadtkasse fließen würde, beziehungsweise, den die Vereine stemmen müssten.

Rein gefühlsmäßig müsste man deshalb dagegen sein, räumt Stenke ein, andererseits sehe man als Vereinsbeirat aber freilich auch das bislang vorherrschende Ungleichgewicht. „Da gibt es Konkurrenzdenken und den Drang hin zur Belegung der städtischen Hallen, weil jeder Verein ja nach der günstigsten Lösung sucht.“ Und gerade im Winter seien Fußballer und Leichtathleten auf die Nutzung einer Halle angewiesen.

„Die Stadt behält die Situation der Vereine im Auge“, versichert Rathaussprecher Hack. „Wir wollen sie selbstverständlich nicht überlasten.“ Aber man müsse als Kommune eben auch immer wieder überprüfen, was man sich noch leisten könne und was nicht.

Noch ist nichts entschieden

Intern habe die Stadtverwaltung verschiedene Vorschläge in Bezug auf Hallennutzungsgebühren aufgelistet, erläutert Hack weiter. Ob einheitliche Gebühren erhoben würden oder ob man etwa wegen der unterschiedlichen Ausstattung der Hallen auch unterschiedliche Gebühren ansetze, müsse diskutiert werden. Hack betont: „Alles ist denkbar, entschieden ist noch nichts.“

Der Vereinsbeirat will jedenfalls keine offizielle Stellungnahme abgeben. „Das ist im Prinzip eine politische Entscheidung der Stadt, da halten wir uns heraus“, sagt Stenke.

Von unserer Mitarbeiterin Susanne Wahler-Göbel
    
    

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Die neuesten Kommentare

rochade (43 Kommentare) am 01.02.2012 19:59

Statt über Gebühren …

… sollte man mal darüber nachdenken, ob eine Stadt mit dieser Haushaltslage einen Pressesprecher braucht???
(0)
stadt.badkissingen (8 Kommentare) am 02.02.2012 11:42

dann...

käme es vielleicht gar nicht erst zu solchen Artikeln, die man dann so schön kommentieren kann...
(0)
Promenadenmischung (200 Kommentare) am 03.02.2012 17:08

Was bitte,.....

......hat der Artikel mit der Funktion eines Pressesprechers zu tun?
Die paar Informationen hätte auch jeder Azubi an die Presse weiterleiten können. Insofern ist die Frage von rochade schon berechtigt.
Natürlich ist mir bewußt, daß der Kissinger Pressesprecher mehr Aufgaben hat, als auf die immensen Sparversuche der Verwaltung hinzuweisen (Postkutsche, Temperaturabsenkung Hallenbad, Temperaturabsenkung Freibad), darum warte ich schon gespannt auf seine Mitteilung, wie hoch sich die veranschlagten Kosten für das sicherlich in monatelangem brain-storming entwickelte Programm für den volksdümmlichen Musikantenfrühling belaufen werden, - oder darf er das nicht?
(0)
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