publiziert: 08.02.2012 11:23 Uhr
aktualisiert: 08.02.2012 11:26 Uhr
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Sternenpark und Funkstrahlen

Natur und Lebensraum Rhön zieht Bilanz

Der Vorstand des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön, des Förder- und Trägerverein des Biosphärenreservats in Hessen, blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück. So lautete die Bilanz, die Vorsitzender Dr. Hubert Beier und Geschäftsführer Martin Kremer zogen.

Herausragend entwickelt habe sich demnach 2011 das Projekt „Mobile Käserei“. Seit einem Jahr werden in regelmäßigen Abständen in der Rhön Bergkäse und Weichkäse produziert, die sehr guten Absatz finden. Sechs Landwirte beteiligen sich bisher an diesem Projekt und haben sich für ihre Betriebe ein zusätzliches Standbein erarbeitet.

Auch das vom Verein initiierte Projekt „Sternenpark Rhön“ entwickele sich gut. Das Projekt sei inzwischen von der Arbeitsgemeinschaft der Rhöner Landkreise aufgegriffen worden. Zunächst sollen für drei Teilbereiche der Rhön, nämlich die Hohe Geba, die Lange Rhön mit Wasserkuppe und die Schwarzen Berge ein Antrag auf Anerkennung als Sternenpark gestellt werden. Es sei ein Projekt, das Fragen des Naturschutzes, der Gesundheit aber auch der Tourismusentwicklung miteinander verbinde und letztendlich auch der Energieeinsparung und damit dem Klimaschutz diene.

Aufgegriffen wurde vom Verein auch das Thema „Funkstrahlen“. Immer stärker sind in der Rhön Mensch und Natur den Funkstrahlen von ungezählten Funk- und Handymasten ausgesetzt. Zwar wolle der moderne Mensch rund um die Uhr und überall kommunizieren, dennoch mehren sich die Anzeichen für massive Beeinträchtigungen von Mensch und Natur durch die permanente Strahlenbelastung. Umso wichtiger werde das Projekt des Landkreises Fulda, eine flächendeckende Breitbandversorgung sicherzustellen.

Akzente habe der Verein auch bei der Kernzonendiskussion des Biosphärenreservates gesetzt. Allerdings deute sich an, dass das Kernzonenkonzept, das der Verein 2010 erstellte, scheitern werde. Zwar würden die geforderten drei Prozent Kernzonen voraussichtlich in Kürze realisiert, allerdings blieben die Umsetzungen weit hinter den qualitativen Vorstellungen des Vereins zurück.

Vorsitzender und Geschäftsführer machten deutlich, dass auch 2012 große Aufgaben auf den Verein warten. Insbesondere gelte es, sich mit dem Thema Windkraft in der Rhön auseinanderzusetzen und eine eigene Position zu entwickeln. Auch gelte es, wichtige Weichenstellungen für die nächste EU-Förderperiode ab 2014 zu stellen und notwendige Vorarbeiten in Angriff zu nehmen.

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