publiziert: 02.02.2012 17:02 Uhr
aktualisiert: 07.02.2012 20:27 Uhr
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Verwechslung im Chemieunterricht: Rauchmelder löst Feueralarm am Gymnasium aus

Plastik- statt Glasgefäß erhitzt
  • Alles abgehakt: Schulleiter Joachim Schwigon überprüft, ob alle Schüler und Lehrer die Schule verlassen haben.
    Foto: Ina Schebler
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Weil im Chemieunterricht Glas mit Plastik verwechselt wurde, ist am Donnerstag im Münnerstädter Gymnasium Feueralarm ausgelöst worden. Alle Schüler mussten folglich das Schulgebäude verlassen, um sich am Bahnhof zu sammeln. Nach fünfzehn Minuten durften sie wieder in den Unterricht zurückkehren.

Was war passiert? Um 12.40 Uhr tönt plötzlich ein Klingeln aus den Lautsprechern. Die Lehrer sind nicht minder überrascht als die Schüler. Feueralarm! Obwohl schnell klar ist, dass es sich nicht um einen Probealarm handelt, bricht niemand in Panik aus. Schließlich wird eine solche Situation oft genug geübt: Fenster schließen und ohne Hast das Gebäude über die Fluchtwege verlassen. Einige Lehrer sichern die Straße ab, die alle überqueren müssen, um zum Bahnhof zu gelangen. Dort kontrollieren die Lehrerkräfte, ob ihre Klasse komplett ist. So mancher wünscht sich eine dickere Jacke, denn die Temperaturen machen das Warten nicht gerade angenehm, wenn auch die Aufregung etwas erhitzt.

Erste Gerüchte über verbranntes Plastik machen die Runde. Ein Feuerwehrauto nach dem anderen trifft mit lauter Sirene ein. Schulleiter Joachim Schwigon trägt eine Warnweste und setzt nach und nach alle Haken auf seiner Liste. Zufrieden zieht er Bilanz: „Es hat alles ganz toll funktioniert.“ Innerhalb von vier Minuten war die Schule evakuiert.

Grund für die Aufregung war eine Verwechslung im Chemieunterricht einer neunten Klasse. Anstelle eines Glasbechers wurde da ein Gefäß aus Plastik erhitzt. Der Irrtum wurde zwar schnell bemerkt. Doch obwohl es keine Rauchentwicklung gab, löste der Feuermelder den Alarm aus.

Bei der Polizei wird der Vorfall im Nachhinein als Fehlalarm gewertet. Sie hatte die Münnerstädter Feuerwehr, die innerhalb weniger Minuten mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor der Schule stand, alarmierte, aber schnell wieder Entwarnung geben können.

Die anfallenden Kosten von ungefähr 300 Euro muss die Schule übernehmen. Schulleiter Schwigon sieht den Alarm aber positiv: „Durch unser gutes Feuermeldesystem haben wir uns einen Probealarm gespart“. Auch die Schüler sind froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist.

ina
    
    

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