publiziert: 22.02.2012 15:12 Uhr
aktualisiert: 22.02.2012 15:15 Uhr
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Vier Stunden kehren nach dem Fastnachtskehraus

18-Jähriger kam trotz Gegenwehr nach einem Beamtenbeleidigungs-Rap in Polizeigewahrsam
  • Der Dreck muss weg: Am Tag nach dem Faschingsumzug sind Mitarbeiter des Bauhofes dabei, die Innenstadt vom Müll zu befreien.
    Foto: Glatzer
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Sieben Mitarbeiter des Bauhofes waren am Tag nach dem Faschingsumzug in der Innenstadt unterwegs, um die Straßen zu säubern. Konfetti, Bonbonpapier, Plastikbecher – jede Menge Dreck hatte sich während des Gaudiwurms angesammelt. Etwa vier Stunden dauerten die Reinigungsarbeiten, informierte Mirko Schneider vom Bauhof. Der Faschingszug habe vergleichbar viel Dreck wie in den vergangenen Jahren hinterlassen.

Etwa 5000 Besucher waren in die Kurstadt gekommen, um in das närrische Treiben einzutauchen. Wie berichtet meldete die Polizei bis zum späteren Nachmittag keine besonderen Vorkommnisse. Sie lobte sogar die reibungslosen Verlauf der Veranstaltung und die Zugteilnehmer, die sich an die Auflagen gehalten hätten.

Den Verantwortlichen eines Zugwagens erwartet aber doch eine Anzeige. Zum einen war das Fahrzeug-Gespann im Zug nicht von ausreichend vielen Begleitpersonen abgesichert worden. Zusätzlich wurde auch noch Schnaps vom Wagen ausgeschenkt. Vor den Augen der Polizei wäre dabei ein Besucher beim Getränkeabholen fast unter die Räder gekommen.

Nach dem Umzug gab es beim anschließenden Faschingstreiben im Stadtgebiet bis in die Nacht vereinzelt alkoholbedingte Ausfälle. Die Betrunkenen konnten entweder an Bekannte, Freunde oder Verwandte übergeben werden oder wurden von Polizisten erfolgreich weitergeschickt, heißt es aus der Bad Brückenauer Polizeiinspektion. Ein 14-Jähriger wurde am Marktplatz gegen 18 Uhr durch Jugendschutzbeamte mit 0,9 Promille in Gewahrsam genommen und von seinen Eltern abgeholt. Gleichzeitig wurden Ermittlungen eingeleitet, um festzustellen, woher er den Alkohol bezogen wurde.

Drei junge Frauen im Alter von 16 bis 20 Jahren nutzten einen Getränkestand in der Innenstadt als Selbstbedienungstheke. Ohne zu bezahlen nahmen sie jeweils ein Likörfläschchen an sich und tranken es aus. Nachdem der Vorfall bekannt wurde, wird nun wegen Diebstahls geringwertiger Sachen ermittelt.

Um 21.45 Uhr gab dann ein angetrunkener 18-Jähriger am Marktplatz vor den Augen und Ohren der Polizei und der Öffentlichkeit eine beamtenbeleidigende Gesangsvorstellung. Mit Ausdrücken unterhalb der Gürtellinie bot er einen Spontan-Rap und fühlte sich dabei als Held der Stunde, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Als die Beamten auf den „Möchtegern-Superstar“ zugingen um seine Personalien festzustellen, nahm er die Beine in die Hände und flüchtete.

Als die Polizisten ihn einholten, weigerte er sich mit Händen und Füßen gegen die vorläufige Festnahme, schlug um sich und beleidigte die Beamten ununterbrochen weiter, bis er schließlich gefesselt werden konnte. Beim anschließenden Transport im VW-Bus trat er mehrfach gegen die Innenausstattung des Polizeitransporters und bespuckte die Beamten.

Erst auf der Wache kam er im Polizeigewahrsam langsam zur Ruhe. Gegen ihn wird nun wegen Widerstand, Körperverletzung, Beleidigung und versuchter Sachbeschädigung Anzeige erstattet.

Insgesamt bilanziert die Polizei Bad Brückenau den Faschingsdienstag dennoch als friedlich und stimmungsvoll. Es sei auch kein Scherbenmeer zu verzeichnen gewesen, da durchweg glasfreie Trinkgefäße benutzt wurden.

kgh
    
    

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