publiziert: 05.01.2010 11:38 Uhr
aktualisiert: 01.09.2010 11:55 Uhr
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Vom Angriff überrascht

Erste Ergebnisse der Obduktion

Die Leiche der 36-jährigen Frau, die man am Donnerstag tot in ihrem Schlafzimmer in Katzenbach fand, wurde am Montag obduziert. Noch am späten Nachmittag veröffentlichte das Polizeipräsidium Unterfranken erste Erkenntnisse aus dieser Untersuchung.

Wie die Gerichtsmediziner herausfanden, wurde der Mutter von vier Kindern demnach eine Stichverletzung am Hals zugefügt, an der sie dann starb. Außerdem deute einiges daraufhin, dass die Frau von dem Angriff überrascht wurde.

Laut Obduktionsergebnis spricht vieles dafür, dass es sich bei dem im Auto des Ehemannes aufgefundenen Messer um die Tatwaffe handelt. Verschiedene Untersuchungsergebnisse, die diesen Verdacht bestätigen, stünden noch aus.

Der tatverdächtige Ehemann, der auf seiner Flucht auf der Autobahn bei Friedrichsdorf mit seinem Ford in eine Leitplanke gekracht war, hatte sich nach Angaben der Polizei selbst Verletzungen im Brustbereich zugefügt, die von einem Messer herrühren könnten. Nach wie vor sei unklar, ob er sich die Wunden mit der vermeintlichen Tatwaffe beibrachte.

Nach einer Notoperation befand sich der Ehemann nicht mehr in Lebensgefahr. Gegen ihn wurde am Freitag noch Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Der Haftbefehl wurde ihm nach Polizeiangaben inzwischen von einem Frankfurter Ermittlungsrichter eröffnet. Man verlegte den 36-Jährigen vom Krankenhaus in eine Justizvollzugsanstalt. Er sei auch von der hessischen Polizei vernommen worden, habe aber die Aussage verweigert.

Die vier Kinder im Alter zwischen fünf und neun Jahren, die von der Tat offenbar nichts mitbekommen hatten, wurden noch in der Nacht des dramatischen Geschehens in ein Heim gebracht, weil man keine Angehörigen ausfindig machen konnte.

Inzwischen wurden von Seiten des Jugendamts jedoch Großeltern und eine Tante verständigt, sagte der Pressesprecher des Landratsamts, Stefan Seufert. Nun werde ein Treffen zwischen den Kindern und ihren Verwandten vorbereitet. Wie man den Kindern, die von dem genauen Geschehen bislang noch nichts wissen, dann den Tathergang am schonendsten beibringen kann, sei dabei das schwierigste Unterfangen.

Das Jugendamt hat jetzt die Amtsvormundschaft beantragt. Es wird die Kinder künftig vertreten und dafür sorgen, dass sie gut unterkommen. „Unser Ziel ist es, dass die Kinder zusammen bleiben.“

(ikr)
    
    

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