publiziert: 07.02.2012 17:38 Uhr
aktualisiert: 09.02.2012 17:18 Uhr
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Wachablösung bei der Polizei: Lindner für Renninger

Albrecht Renninger verschiedet sich in den Ruhestand – Elisabeth Lindner übernimmt für ein halbes Jahr die Leitung
  • Verabschiedung und Willkommensgruß: Polizeidienststellenleiter Albrecht Renniger (links mit Frau Lilo) geht in den Ruhestand. Seine Nachfolge übernimmt übergangsweise Elisabeth Lindner (rechts mit Ehemann Stefan). Polizeipräsidentin Liliane Matthes (Mitte) würdigte das Engagement der beiden.
    Foto: Katja Glatzer
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Wehmut schwingt in der Stimme des Hammelburger Polizeidienststellenleiters Albrecht Renninger mit, als er seine Abschiedsrede hält. „Es war immer mein Bestreben, für die Sicherheit der Hammelburger zu sorgen“, sagt der 60-Jährige und lächelt. Ein gutes Betriebsklima in der Polizeiinspektion sei ihm dabei sehr wichtig gewesen.

Vertreter des Landratsamtes, des Amtsgerichts, des Polizeipräsidiums für Unterfranken, der Bundeswehr, der Stadt und der umliegenden Gemeinden waren gekommen, um Renninger in seinen wohl verdienten Ruhestand zu entlassen. Der Bundesforst hatte für die Feier seine Räumlichkeiten im Obergeschoss des ehemaligen Hammelburger Amtsgerichts zur Verfügung gestellt.

„Er hat seinen Beruf immer als Berufung empfunden“, lobte der stellvertretende Dienststellenleiter Elmar Hofmann den 60-Jährigen. Renninger habe sich stets als Teil eines Ganzen gesehen und habe mit Loyalität, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit gepunktet. „Er wird eine große Lücke hinterlassen“, so Hofmann.

    
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Chefwechsel Polizei
Hammelburg
07.02.2012
    
Auch Polizeipräsidentin Liliane Matthes betonte, sie lasse den Polizeihauptkommissar nur sehr ungern in den Ruhestand gehen. Er sei noch einer der alten Garde, habe von Beginn an seinen Beruf mit Leidenschaft ausgeübt. „Die Dienststellen vor Ort sind die Basis der Polizei“, sagte sie. Renninger habe seine Inspektion mit viel Sozialkompetenz geleitet. „In meinen Augen sind Sie eine Führungspersönlichkeit, die angesichts der vielfältigen polizeilichen Aufgabenstellungen stets den richtigen Ton und die angemessene Lösung gefunden hat.“ Er sei Chef, Vermittler, Berater und Stratege in einer Person gewesen, so Matthes. Bis zur letzten Stunde habe er zu hundert Prozent Einsatz gezeigt. Davon habe ihn auch eine schwere Krankheit nicht abbringen lassen. „Dafür gebührt Ihnen besonderer Dank und Anerkennung.“ Ein Dankeschön und einen Blumenstrauß gab es auch für Renningers Frau Lilo, denn „hinter jedem starken Mann steht auch eine starke Frau“.

Die Polizeipräsidentin wünschte dem baldigen Ruheständler Gesundheit und Zufriedenheit, „wohlwissend, dass die Dynastie der Renningers bei der Bayerischen Polizei weiter geht“. Einer seiner zwei Söhne, Constantin, war nämlich erst vor wenigen Tagen zum Polizeimeister befördert worden. Und das in Würzburg, „in der gleichen Polizeiabteilung, in der vor über vierzig Jahren die Karriere seines Vaters begann“.

Lob gab es auch von Bürgermeister Ernst Stross, Landtagsabgeordneter Sabine Dittmar und Landrat Thomas Bold, der früher selbst Polizeibeamter war.

Doch die Feierstunde diente nicht nur dazu, den alten Chef zu verabschieden, sondern auch die neue Leiterin willkommen zu heißen. Die 33-jährige Elisabeth Lindner wird im kommenden halben Jahr die Inspektion leiten. Aufgrund ihrer ausgezeichneten Leistungen nimmt sie an dem Förderprogramm der Bayerischen Bereitschaftspolizei zur Auswahl von Führungskräften für den höheren Polizeivollzugsdienst teil, erklärte Matthes den Gästen. Nun stehe gewissermaßen die Königsdisziplin an – die selbstständige Leitung einer Polizeiinspektion – und damit jede Menge Verantwortung. „Ich habe keine Zweifel daran, dass sie ihre neue Aufgabe souverän und erfolgreich bewältigen wird“, so Matthes.

Lindner bedankte sich für das Vertrauen. Sie werde mit Elan ihre Aufgabe angehen und könne dabei auf ein tolles Team bauen. „Das habe ich gleich in den ersten Tagen gemerkt.“

Albrecht Renninger

Nach einer Lehre zum Elektroinstallateur begann der heute 60-Jährige mit 18 Jahren seine Ausbildung zum mittleren Polizeivollzugsdienst in Würzburg. Seine sehr guten Leistungen brachten ihn auf die Beamtenfachhochschule in Fürstenfeldbruck (1980 bis 1982). Er wurde zum Kommissar ernannt. Bei der Polizei Bad Kissingen leitete er erst eine Dienstgruppe, dann die Zivilen Einsatzgruppe, später dann die Verfügungsgruppe bei der Inspektion Schweinfurt-Land. 1999 übernahm er die Leitung der Polizeiinspektion Hammelburg.

 

Elisabeth Lindner

Die 33-Jährige begann ihre Laufbahn nach dem Abitur im mittleren Polizeivollzugsdienst und qualifizierte sich für den gehobenen Dienst. Nach dem Studium an der Fachhochschule Sulzbach-Rosenberg wurde sie zur Kommissarin ernannt. Sie war mehrere Jahre bei der Bereitschaftspolizei tätig, unter anderem als Gruppen-und Zugführerin. Aufgrund ihrer ausgezeichneten Leistungen wurde sie in das Förderprogramm der Bayerischen Bereitschaftspolizei zur Führungskräfteauswahl für den höheren Polizeivollzugsdienst aufgenommen.

Von unserem Redaktionsmitglied Katja Glatzer
    
    

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