publiziert: 09.03.2010 17:39 Uhr
aktualisiert: 09.03.2010 17:44 Uhr
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Wärme für sieben Häuser

Eine Hackschnitzelheizung versorgt ein kleines Wohngebiet in Riedenberg
  • Privates Nahwärmenetz: Anlagebetreuer Hans Schneider (links) drückte auf den Einschaltknopf der neuen Hackschnitzelheizung, die das Wohngebiet „Am Küppel“ versorgt. Rechts daneben Projektleiter Ingenieur Wilfried Helfrich.
    Foto: Gerd Schaar
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Mit einem feierlichen Druck auf den Schaltknopf wurde am Freitag die neue Holzhackschnitzel-Heizanlage für das Wohngebiet „Am Küppel“ offiziell in Betrieb genommen. Eine große Feier soll es jedoch erst dann geben, wenn die zweite Stufe des Projektes startet, bei der auch noch Strom gewonnen werden soll, bestätigte Projektleiter Ingenieur Wilfried Helfrich.

Drei Punkte seien für die Modernisierungsplanung von Bedeutung gewesen, erinnerte Helfrich. Das waren die Senkung der Energiekosten, die Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen und die Nutzung heimischer nachwachsender Brennstoffe. Die fossilen Stoffe wie Öl, Kohle und Gas seien zu wertvoll, um nur als Brennstoff zu dienen. Zu diesem Schluss waren auch Helfrichs Nachbarn aus dem Sonnenweg gelangt. Sieben Häuser haben sich im vergangenen Sommer Anschlüsse zu der neuen Heizanlage legen lassen. Weitere sollen folgen.

Eine speziell entwickelte Technik nutzt die Abwärme des Holzvergasers zum Vortrocknen des eingelagerten Holzes. Dadurch weise die Biomasse besonders gute Energie- und Emissionsbilanzen bei der Verbrennung auf, betonte Helfrich.

Das Tüpfelchen auf dem i ist aber die geplante Ausbaustufe zur Stromgewinnung. Die ergänze die Möglichkeiten regenerativer Stromversorgung in Riedenberg wie sie zum Beispiel schon durch Fotovoltaik oder Wasserkraft existiert. Der Wirkungsgrad der Anlage erhöht sich.

Das Herzstück der Hackschnitzelanlage sei die hochmoderne Digitalregelung mit Gebäudeleittechnik, erklärte Helfrich. Eventuelle Störungsmeldungen gelangen auch aufs Handy des Betreuers Hans Schneider. Der Fernkontakt mit der Heizungssteuerung sei für Ingenieure per Internet möglich.

Durch das intelligente Wärmekonzept hätten die Riedenberger im Vergleich zu ihren alten Anlagen jetzt ihren Kohlendioxid-Ausstoß um etwa 53 Tonnen jährlich reduziert, rechnete Helfrich vor. Äcker werden zur Gewinnung von Biomasse nicht benötigt. Man gewinne den Brennstoff nämlich aus Bruch-, Rest- oder Schwachholz regionaler Wälder. So wie es die Mitgenfelder Grüngut-Service GmbH liefere. Dabei bleibe die Nachhaltigkeit gewahrt, weil rund ein Drittel mehr in der Natur nachwachse, als entnommen werde.

Von unserem Mitarbeiter Gerd Schaar
    
    

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