aktualisiert: 03.09.2010 20:05 Uhr
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BAD KISSINGEN
Wettbewerb: "Echte Kerle" kommen ziemlich scheu daher
Bei der Suche nach Deutschlands tollstem Mann werden auch Grenzen aufgezeigt
Ein bisschen scheu kommen sie schon daher, die 17 Jungs, die sich als „Echtester Kerl“ Deutschlands profilieren wollen. Noch wissen sie ja nicht, was alles auf sie zu kommen wird. Denn das wird den Teilnehmern an dem Wettbewerb im Vorfeld nicht verraten.
Zum siebten Mal sucht das Männer-Lifestyle-Magazin „Men's Health“ den Mann mit den stärksten Muskeln und dem selbstbewusstesten Auftreten. Genügend Charme muss er ebenfalls besitzen, und noch vieles mehr. Denn laut Veranstalter muss Deutschlands Echtester Kerl „auf dem Mountainbike genau so überzeugen wie hinter dem Herd“.
Deutschlands echtester Kerl
20 Finalisten sollten am Freitag gegeneinander antreten, drei haben vorher noch abgesagt. Unter den Männern aus ganz Deutschland ist auch der 21-jährige Alexander Nießner aus Bad Kissingen, der, wie die anderen „guten Teilnehmer“ auch, sein Bestes geben will, um dem Echtesten Kerl des vergangenen Jahres, Sebastian Kokot, den Titel abzunehmen.
Teure Drahtesel
Mit dem Mountainbike geht der drei Tage dauernde Wettbewerb, der bereits zum dritten Mal in Bad Kissingen stattfindet, am Freitagmorgen los. Kraft und Ausdauer müssen beim Rundkurs am Terrassenschwimmbad unter Beweis gestellt werden. Da stößt schon so manch einer an seine Grenzen und muss das 3000 Euro teure Rad den steilen Forstweg hinauf schieben.
Nach dem Cross-Country geht's erst so richtig zur Sache. Etliche Kerle trauen den nassen Wiesen beim Down-Hill-Slalom nicht so richtig über den Weg und legen die Abfahrt fast im Schneckentempo zurück. Kann man so gewinnen?
Die Schanze haben die Veranstalter vor dem Start am Pavillon sicherheitshalber wieder weggenommen: „Zu gefährlich“, heißt es. Zwar gibt's am Vormittag einige spektakuläre Stürze, doch alle gehen glimpflich aus. Ein Teilnehmer, der sich beim Sturz am Bein verletzt hat, lässt sich im Krankenhaus vorsorglich untersuchen.
Zwischenbilanz
„Bisher ganz okay, wir hatten auf jeden Fall Spaß“, zieht ein Teilnehmer nach dem Mittagessen Bilanz. Und das sei die Hauptsache.
Mit einem Mann weniger geht es dann weiter zum Schützenhaus nach Reiterswiesen. In vier Gruppen eingeteilt müssen die Jungs ihr Können bei verschiedenen Schießdisziplinen unter Beweis stellen, natürlich mit vorherigen Instruktionen durch die Reiterswiesener Schützen. Zu lösen sind Aufgaben mit Bogen, Luftdruckpistole, Kleinkalibergewehr und Großkaliberpistole – mit scharfer Munition, versteht sich.
Bei diesem Wettbewerb leuchten die Augen aller Teilnehmer: „Schießen muss sein, das ist ein echter Männersport“, lautet ein spontaner Kommentar. Auf dem Freitagsprogramm steht dann noch Klettern in der Halle des Alpenvereins auf verschiedenen Parcours.
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