publiziert: 10.01.2010 18:17 Uhr
aktualisiert: 15.01.2010 11:12 Uhr
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Winterzauber-Bilanz: 12700 verkaufte Karten und ein klasse Finale

Ole Edvard Antonson beim Abschlusskonzert – Vierwöchige Musikreise ist zu Ende
  • Ole Edvard Antonson: Der Trompeter aus Norwegen sorgte für einen meisterhaften Abschluss des Kissinger Winterzaubers. Zum Staunen brachte der 47-Jährige die Zuhörer im Großen Saal des Regentenbaus mit seiner Zugabe, die den Eindruck vermittelte, es spiele auf zwei Trompeten.
    Foto: Ursula Lippold
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Mit einem gegensätzlichen Programm aus Klassik und Moderne – aufgeführt von den Münchner Symphonikern unter Leitung von Georg Schmöhe und dem Trompeter Ole Edvard Antonson – endete am Samstag der elfte Kissinger Winterzauber. Genau diese Gegensätzlichkeit ist es, die die künstlerische Leiterin Jutta Dieing mit ihrem Konzept anstrebt, das sie nunmehr seit 2005 federführend entwickelt.

Eine vierwöchige Entdeckungsreise durch die Musikwelt ist zu Ende. Anlass für Kurdirektor Gunter Sauer, allen Beteiligten nach dem Konzert beim Empfang im Weißen Saal Dank zu sagen. Die Bilanz an diesem Abend blieb allerdings aus. Die Zahlen reichte Jutta Dieing Sonntagnachmittag nach. Demnach sind 12 700 Karten verkauft worden. Das, so Dieing, entspreche einer Gesamtauslastung von 72,7 Prozent. Ein Minus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem äußerte sich Sauer zufrieden über ein Programm, das „nicht von der Stange“ sei. Musikalische Klangerlebnisse seien unter die Haut gegangen, selbst Partystimmung aufgekommen, wie bei Marla Glen. „Es war geil“, so Sauers Worte.

Es sei ein anregender elfter Kissinger Winterzauber gewesen, der seinem Motto gerecht wurde, sagte Oberbürgermeister Kay Blankenburg. Er stand unter dem Vorzeichen „Aufbruch“. Ein Kompliment machte er dem Trompeter Ole Edvard Antonson, das von den Anwesenden geteilt wurde: „Sie haben Töne aus der Trompete rausgeholt, von denen ich nicht wusste, dass sie überhaupt drin sind.“

Bad Kissingen, so Blankenburg, heilt (als Gesundheitsstandort) und verjüngt (als Kulturstandort). Und wer sich die Neugierde auf das nicht Alltägliche, Überraschende, auf noch nicht so Gehörtes und Gesehenes erhalte, der bleibe jung. Dies finde seine Fortsetzung beim Kissinger Sommer mit der KlangWerkstatt und dem Konzert für Neugierige, pries das Stadtoberhaupt das Sommer-Festival. Beide Festivals schreiben eine Erfolgsgeschichte und verzaubern das Publikum mit herausragenden Veranstaltungen. „Bad Kissingen ist ein Synonym für Kultur auf höchstem Niveau“, so Blankenburg.

Am Ende warf Dieing einen Blick in die Zukunft. Der zwölfte Kissinger Winterzauber vom 18. Dezember 2010 bis 15. Januar 2011 stehe unter dem Motto „Vorbilder und Nachklänge“. Dabei rücken Klassisches und Nichtklassisches, Jazz und Grenzgängerisches sowie scheinbar Fremdes eng zusammen, beschrieb sie das Programm.

Dabei setzt sie auf gewagte Programmlinien und stilistische Überraschungen. Einige Höhepunkte verriet die künstlerische Leiterin an diesem Abend: Eröffnen wird das Orchestre Philharmonic du Luxembourg unter Leitung von Emmanuel Krivine und die Geigerin Arabella Steinbacher. Der berühmte Schauspieler Maximilian Schell gastiert mit einer musikalischen Lesung über Ludwig van Beethoven.

Mit einem inszenierten Liederabend kommt die Sängerin Patricia Petibon nach Bad Kissingen. In die Welt des Komponisten George Ivanovitsch Gurdjieffs entführt das Ensemble Sarband und begegnet dabei wirbelnden Derwischen vom Goldenen Horn.

•Konzertbesprechung Seite 26

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Mehr Bilder im Internet unter http://badkissingen.mainpost.de

Von unserem Redaktionsmitglied Ursula Lippold
    
    

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