publiziert: 03.05.2010 20:38 Uhr
aktualisiert: 03.05.2010 20:47 Uhr
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Zwölf neue Stolpersteine in Bad Kissingen

Dritte Verlegungsaktion mit Gunter Demnig am 22. September

(svd) Zwölf neue Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des Nazi-Regimes werden am 22. September vom Kölner Künstler Gunter Demnig vor deren letztem frei gewählten Wohnsitz an sechs Standorten ins Straßenpflaster eingelassen. Dies hat die Bürger-Initiative „Bad Kissinger Stolpersteine“ am Donnerstag in ihrer öffentlichen Plenumssitzung beschlossen.

Vor 20 Teilnehmern berichteten die für die Gesamtorganisation verantwortlichen Sprecher – Stadtrat Sigismund von Dobschütz und der städtische Kulturreferent Peter Weidisch – über die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft und kommende Aktionen.

Mit der Ehrung für Sanitätsrat Sally Mayer (1889-1944), der von 1927 bis zu seinem Arbeitsverbot im Jahr 1938 in Bad Kissingen als praktischer Arzt wirkte und 1944 in Auschwitz zu Tode kam, wird die dritte Stolperstein-Verlegung in der Kurhausstraße beginnen. Nach vier weiteren Stationen in der Innenstadt wird der zwölfte Stolperstein zum Gedenken an Nanette Bamberger (1870-??), die Witwe des vorletzten Distriktrabbiners Seckel Bamberger, in der Promenadestraße verlegt.

Initiator von Dobschütz bedauerte, dass auf ein Rundschreiben an 35 Schulleiter im Landkreis keine Rückmeldung erfolgt sei. Darin hatten die Organisatoren die Einbeziehung der Stolpersteine in den Unterricht vorgeschlagen und eigene Vorträge zur Vorstellung Aktion angeboten.

Realschullehrer Andreas Reuter versicherte, dass man Jugendliche durchaus für dieses Thema begeistern könne, und berichtete über seinen neuen Geschichtsarbeitskreis mit 20 Sechst- bis Zehntklässlern. Diese würden einmal wöchentlich außerhalb des Regelunterrichts sehr engagiert und fachübergreifend das jüdische Leben in Bad Kissingens Geschichte erforschen. Auch bei der kommenden Stolperstein-Verlegung werde sich sein Arbeitskreis wieder einbringen. Über ähnlich positive Erfahrungen an der Berufsschule berichtete Klaus Werner.

Der aktuelle Kassenbestand wurde mit 2350 Euro angegeben. Nach Abzug von 1750 Euro für die kommende Verlegungsaktion bleibt ein Restbestand von 600 Euro.

Kassenprüfer Hjalmar Franke beurteilte die Kassenführung als vorbildlich und plant, die bereits verlegten Gedenksteine in das Stadtsuchspiel der Sommerferienaktion einzubeziehen.

Termine für zwei weitere Stolpersteinverlegungen sind für Mai und November 2011 vorgemerkt.

Kontakt: Sigismund von Dobschütz, Tel. (09 71) 785 25 30. Infos unter www.badkissinger-stolpersteine.de und badkissingen.mainpost.de

    
    

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Die neuesten Kommentare

christel2 (449 Kommentare) am 08.12.2010 19:55

an dobschuetz

... und ich habe gedacht, daß macht die Stadt KG umsonst ..... Es gibt Gemeinde/Städte, die das selbst finanzieren.
(0)
dobschuetz (11 Kommentare) am 07.05.2010 11:02

Antwort auf eb-Kommentar

Mit 95 Euro pro Stolperstein wird der Gesamtaufwand von Gunter Demnig bezahlt, entsprechend 1.140 Euro bei zwölf Stolpersteinen. Hinzu kommt der Arbeitsaufwand des Bauamtes (Stadtverwaltung) für die reine Verlegung in das Straßenpflaster an sechs Standorten, der von der Bürger-Initiative bezahlt wird und - vorläufig und aufgerundet - mit 640 Euro angesetzt ist. Vorgabe des Stadtrats war im Oktober 2008, dass der Stadt Bad Kissingen durch ihre Mitwirkung an der Aktion "Stolpersteine" keine Kosten entstehen dürfen; dies ist auch im Sinne der Bürger-Intiative. Der Endbetrag für den tatsächlichen Arbeitsaufwand kann durchaus geringer ausfallen. Die genannte Gesamtsumme von insgesamt 1.750 Euro ist also nur ein vorläufiger Kostenansatz.
(0)
christel2 (449 Kommentare) am 04.05.2010 20:54

12 Steine sollen 1750 Euro kosten,

ich dachte, ein Stein kostet 95 Euro.
(0)
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