BraveheartBattle 2013

aktualisiert: 27.02.2013 23:22 Uhr
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MÜNNERSTADT
Braveheart-Battle wirft Schatten voraus: 3000 Anmeldungen
Einmal Hölle und zurück
Eher zur Gemütlichkeit neigende Mitmenschen mögen bei dieser Vorstellung nur mit Grausen den Kopf schütteln: Da existieren Zeitgenossen, für die gibt es nichts Verlockenderes, als Anfang März halb nackt kilometerweit durch die Landschaft zu rennen, im eiskalten Schlamm zu kriechen und megasteile Anhöhen hinaufzuhetzen.
Des Rätsels Lösung heißt Braveheart-Battle-Lauf. Der wird am Samstag, 9. März, in Münnerstadt (Lkr. Bad Kissingen) nun schon in der vierten Auflage vom Bad Kissinger PAS-Team um Joachim von Hippel veranstaltet. Der ehemalige Bundeswehrfeldwebel, der auch Überlebenstraining für Journalisten in Krisengebieten in seinem Programm hat, kann sich vor Anfragen aus aller Welt kaum retten.
Schon im Oktober vorigen Jahres war das auf 3000 Läufer limitierte Rennen komplett ausbucht. Genießt doch der mit martialischen Begriffen beworbene Extremlauf in der Szene mittlerweile den Ruf als der härteste seiner Art in Deutschland, nur noch zu vergleichen mit dem berühmten Tough-Guy in England.
Ein ganzes Heer von Helfern der örtlichen Feuerwehren, des Roten Kreuzes, der Berg- und Wasserwacht und sogar Rettungstaucher sollen für einen möglichst reibungslosen Verlauf sorgen. Längst nicht jeder schafft die Strapaze über die 26 Kilometer quer durchs Gelände und die gut 50 Hindernisüberquerungen. Voriges Jahr mussten gut 300 Starter völlig erschöpft oder mit Verletzungen vorzeitig aufgeben. Heuer wird der Start auch um zwei Stunden auf 11 Uhr vorverlegt, um nicht wieder bei anbrechender Dunkelheit die letzten Läufer auf der Strecke auflesen zu müssen.
Wer den Höllenritt binnen fünf Stunden schafft, darf sich dagegen ein echtes Braveheart nennen. Selbstredend, dass ein solches Spektakel die Medien anzieht. Zumal viele der Starter auch noch in zum Teil abenteuerlicher Kostümierung auf die Strecke gehen. Allein fünf Fernsehsender schicken Filmteams.

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