aktualisiert: 15.08.2012 12:02 Uhr
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MÜNCHEN
Fitnessprogramm für Bayerns Wälder
Brunner will auf EU-Zuschüsse verzichten
Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) will den Abschied von der Fichten-Monokultur in Bayerns Wäldern mit einer Neuerung vereinfachen: dem freiwilligen Verzicht auf EU-Subventionen in diesem Bereich. Die „forstlichen Fördermaßnahmen“ für den Anbau klimatoleranter Mischwälder in Bayern sind auf Bundes- und Landesmittel umgestellt worden, wie das Ministerium mitteilt.
Der Grund: Das Brüsseler Verfahren bei der Verteilung der Gelder ist den Ministerialen zu aufwendig. „Der Verzicht auf EU-Mittel bewirkt eine deutlich verringerte Kontrolldichte und entsprechend weniger Verwaltungsaufwand“, heißt es in einer Stellungnahme des Ministeriums. Verloren sind die 5,8 Millionen Euro aus Brüssel aber keineswegs. Sie würden innerhalb des Ressorts umgeschichtet, sagte ein Sprecher.
Bis 2040 müssen in Bayern nach Einschätzung des Ministeriums 260 000 Hektar Nadelwälder in Mischwälder umgebaut werden, die den Klimawandel besser vertragen als Fichten und die ebenfalls häufig angebauten Kiefern. Agrarminister Helmut Brunner (CSU) will deshalb ein „Fitnessprogramm“ für die Wälder starten.
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