publiziert: 08.09.2010 17:38 Uhr
aktualisiert: 08.09.2010 21:28 Uhr
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Genosse will Raucherpartei gründen

SPD-Mitglied Günter Groß hadert mit dem strengen Nichtraucherschutzgesetz

Günter Groß stinkt es gewaltig. Nicht der Rauch seiner Zigarette stört ihn, sondern das Nichtrauchergesetz, das in Bayern zum 1. August in Kraft getreten ist. Der überzeugte Raucher will seine Gewohnheit, in familiärer Kneipenatmosphäre zu rauchen, nicht aufgeben und plant deshalb die Gründung einer Partei.

  • Parteigründer in spe: Raucher Günter Groß
    Foto: Isabell Eberlein
  • Der vorläufige Mitgliedsausweis der Partei Humaner RaucherFOTO Isabell Eberlein
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„Partei Humaner Raucher“, soll sie heißen. Groß hat die vorläufigen Mitgliedsausweise bereits angefertigt und rührt auch heftig die Werbetrommel im Internet, vor allem im sozialen Netzwerk Facebook. So will Einzelkämpfer Groß, der von Ehefrau und befreundeten Wirten unterstützt wird, Gleichgesinnte finden. Die Gründungsversammlung findet am 12. Januar 2011 im Q-two, einer ehemaligen Raucherkneipe in der Weingasse, statt.

„Die ganze Gemütlichkeit geht durch das Ständige-vor-die-Tür-Gehen verloren und die traditionelle Barkultur schwindet, weil Raucher häufiger zu Hause bleiben“, sagt Groß. Das Rauchen nach 50 Jahren aufzugeben, so der heute 64-Jährige, sei für ihn – trotz überstandener Lungenkrebserkrankung – keine Lösung.

Bereits nach dem ersten Nichtraucherschutzgesetz engagierte sich der Rentner, der früher in der Gastronomie tätig war, für die Einrichtung von Raucherclubs. „Wäre doch alles beim Alten geblieben“, sagt Groß. Denn er favorisiert die bisherigen Regelungen mit Raucherclubs und abgeschlossenen Raucherbereichen. Im Restaurant empfindet er Qualm als störend. Er beruft sich auf das Grundgesetz und fordert die Wahlfreiheit für Raucher und Wirte.

Das Rauchverbot habe auch soziale Konsequenzen. Er sorge sich um Umsatzeinbußen der Wirte, den erhöhten Konkurrenzdruck und steigende Arbeitslosenzahlen, so der Sozialdemokrat. Er weiß, dass er bei der SPD, die den Nichtraucherschutz mitorganisiert hat, auf wenig Zustimmung stößt. Schließlich sagt Groß: „Wenn ich meine Partei gründe, dann trete ich aus der SPD aus.“

ebi
    
    

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»Alle 19 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

migosch23 (33 Kommentare) am 27.09.2010 20:26

Wieso

wollen Nichtraucher in Raucherlokale? Wieso bleiben sie nicht einfach in den Nichtraucherlokalen? Sie müssen sich dem Rauch schließlich nicht aussetzen!
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einzylinderfahrer (112 Kommentare) am 10.09.2010 00:01

eindeutig

Also, eins muß man ja mal loswerden! Die Kommentare zu dieem Artikel sind ja mal eindeutig!!!
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Isschorechd (1349 Kommentare) am 09.09.2010 18:52

Geht klar

Dann rauchen wir alle für die Rente, den Arbeitsmarkt, eine Gesundheitsreform, mehr Lehrer an den Schulen, gegen die Armut der 2,5 Millionen Kinder, gegen den Terrorismus, für den Umweltschutz, gegen die FDP, gegen die CDU die SPD und und und.....

Alles klar da in der Kurstadt Bad Kissingen?
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postmutti (91 Kommentare) am 09.09.2010 17:46

Genosse will Raucherpartei gründen

Wo waren denn die Raucher als der Volksentscheid lief?Lieber Herr Groß, machen sie doch etwas Sinnvolles. Die Gemütlichkeit kann man auch ohne Rauchen bekommen, sollte man einmal üben.So wie es jetzt ist, ist es vollkommen richtig. Vielleicht denken sie einmal in einer stillen Stunde über ihren Vorschlag nach und müssen selbst schmunzeln, denn alt genug sind sie ja schon!Sie können ja gerne zuhause bei sich gemütlich vor sich her rauchen und Freunde dazu einladen, dass wird sicher gemütlich!
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ak24.de (385 Kommentare) am 09.09.2010 15:40

uuuhh - das schreckgespenst

der "partei humaner raucher" geht um.
da werden die etablierten parteien aber erzittern vor angst um ihre wählerstimmen.

ist denn immer noch sommerloch, oder warum wird sowas berichtet?
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