publiziert: 06.02.2012 12:32 Uhr
aktualisiert: 06.02.2012 19:36 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text MÜNCHEN/WÜRZBURG
Kälte hat Bayern fest im Griff

Probleme für Schifffahrt - Ente festgefroren

Die klirrende Kälte sorgt in Bayern für allerlei Probleme. So musste die Schifffahrt eingestellt werden, bei der Bahn gab es Verspätungen.

  • Eispalast-Gradierpavillon wegen Kälte außer Betrieb (hf) „Väterchen Frost“ verzaubert in diesen Tagen ganz sicher die Besucher des Gradierpavillons im Kurpark von Bad Königshofen. Dort nämlich hängen große und kleine Eiszapfen am Strauchwerk, über das normalerweise das örtliche Heilwasser rieselt. Man kann sich die ungewöhnlichsten Eisgestalten ausmalen vom Seepferdchen bis zum Elefanten oder kleine Eisvögel. Diese bizarren Eisgebilde zeigen, dass das salzhaltige Gemisch der Heilquelle solchen Temperaturen, wie zur Zeit von um die Minus 20 Grad nicht standhält.
    Foto: Hanns Friedrich
  • Eisige Kälte im Osten Die sibirische Kälte hält große Teile Europas fest umschlungen. Foto: Patrick Pleul
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Der ganze Kontinent friert. Während beispielsweise in Italien einige Gemeinden wegen großen Schneefällen von der Außenwelt abgeschnitten waren und in Rom zahlreiche Behörden und Schulen geschlossen blieben, meldet Mallorca einen Kälterekord: minus 5,7 Grad wurden gemessen - die tiefste Temperatur seit 40 Jahren. Der kälteste bewohnte Ort Europas lag in der Nacht zum Montag in der Schweiz. Minus 35,1 Grad zeigten die Thermometer in Samedan bei St. Moritz. Und auch in Bayern ist frieren angesagt.

In Eiseskälte haben am Montagmorgen zahlreiche Pendler der Münchner S-Bahn auf den Bahnhöfen gezittert. Bei Temperaturen von fast minus 20 Grad waren nach Angaben eines Sprechers der Deutschen Bahn in München mehrere Weichen und Signalanlagen gestört. Dadurch hätten sich Züge um durchschnittlich 10 bis 15 Minuten verspätet.
    
Winter in Unterfranken
Der Winter hat die Region fest im Griff. Schlittschuhlaufen bei Münsterschwarzach, ein Eisbrecher auf dem Main und die Rettungsübung der Würzburger Berufsfeuerwehr. (Video Diem)
    

Auch in Nürnberg gab es Probleme mit festgefrorenen Weichen. Ansonsten laufe aber alles normal, auch im Fernverkehr. „Wir haben einen stabilen Bahnbetrieb in Bayern“, sagte der Sprecher.

    
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Welche Gefahren die Kälte birgt
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06.02.2012
    
Die Schifffahrt in Bayern hat der Frost dagegen weitgehend zum Erliegen gebracht. Dicke Eisschollen vor den Schleusen haben die Schiffe auf dem Main in Unterfranken ausgebremst. In der Nacht zum Montag stellte das Wasserschifffahrtsamt (WSA) Schweinfurt den Verkehr zwischen Bamberg und Marktheidenfeld (Landkreis Main-Spessart) komplett ein. „Es fahren jetzt nur noch die Güterschiffe, die ihren Liegeplatz ansteuern“, sagte WSA-Sachgebietsleiter Helko Fröhner am Montag in Schweinfurt.

Insgesamt warteten nach WSA-Angaben am Montag mehr als 30 Güterschiffe auf dem Main auf ihre Weiterfahrt. Fünf von ihnen hatten sich zuvor im Raum Schweinfurt vor den Schleusen im Eis festgefahren und mussten mit Hilfe von Eisbrechern befreit werden.

    
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03.02.2012
    
Am späten Montagabend sollte die Main-Schifffahrt auch bis Aschaffenburg gestoppt werden. Damit ist die Schifffahrt auf der fast 400 Kilometer langen Strecke zwischen Bamberg und Aschaffenburg zunächst unmöglich.

Allein wegen der Eis-Sperre auf dem Main-Donau-Kanal seien inzwischen 32 Binnenschiffe an der Weiterfahrt gehindert, berichtete das Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg am Montag.
18 Schiffe seien im Main-Donau- Kanal eingeschlossen, 14 Frachter hätten wegen der Kanalsperre an der südlichen Zufahrt eine Zwangspause einlegen müssen.

Seit Montag ist der Main-Donau-Kanal auf einer Länge von mehr als 100 Kilometern gesperrt. Die zunächst im mittleren Abschnitt verhängte Sperrung sei nun auf den nördlichen Abschnitt zwischen Bamberg und Hausen ausgedehnt worden, berichtete ein Behördenmitarbeiter.

    
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Bilder aus der Kälte
Mainfranken
    
Der Winter sorgte am Wochenende für Rekordtemperaturen. Teilweise wurden in Bayern minus 28 Grad gemessen. In Würzburg musste der "grüne Markt" am Samstag ausfallen. Bei minus 15 Grad wäre die Ware erfroren.

Vor allem mainfränkische Schlittschuhläufer freuten sich allerdings über die Eiseskälte: So zogen unter anderem die Saaleauen in Bad Kissingen, die Eislauffläche in Gerolzhofen (Lkr. Schweinfurt) oder der Schlittschuhplatz in Karlstadt (Lkr. Main-Spessart) zahlreiche Eisläufer an.

Die eisigen Temperaturen machen indes auch den Tieren immer mehr zu schaffen. Im niederbayerischen Pfarrkirchen (Landkreis Rottal-Inn) entdeckten Spaziergänger am Wochenende auf der Rott eine festgefrorene Ente. Wie die Polizei am Montag mitteilte, sei das Gefieder bereits angefroren gewesen.

Kurz vor dem Eintreffen der Feuerwehr habe sich die Ente jedoch selbst aus ihrer misslichen Lage befreit, sagte ein Polizeisprecher.
dpa/aug/ben
    
    

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»Alle 7 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

findus (46 Kommentare) am 06.02.2012 20:32

Frage?

Welche Jahreszeit haben wir? Drum eben grinsen zwinkern
(1)
prischti (113 Kommentare) am 06.02.2012 16:27

An alle Mainfranken

Es gibt noch kältere Regionen in unserem Staat. zwinkern
Und es gibt noch Regionen mit Schnee. zwinkern
(0)
klausburkard (874 Kommentare) am 06.02.2012 16:37

musst aber

schon ganz schön ins tiefverschneite nieder/oberbayern fahren. bei uns in nordbayern siehts er nach eisigen wiesen aus.
(0)
klausburkard (874 Kommentare) am 06.02.2012 16:08

verspätung bei der bahn

nur wegen der kälte - dass ich nicht lache. was is dann im sommer, herbst oder frühjahr? nun haben wir grad mal 2 wochen richtigen winter, allerdings z. t. ohne schnee, da jammert und bibbert alles. man soll sich halt richtig anziehen, und was das mit dem sinnlosen motorlaufen betrifft, ist schon gut so, zum einen isses dann im auto nicht mehr so kalt und der motor läuft auch schneller an, und wenns um 5.oo sein muß, dann wirds schon seinen grund haben.
(1)
ochsenfrosch (69 Kommentare) am 06.02.2012 15:41

Alle reden vom Wetter::::

Von dem ohnehin Sinnlosen Motorlaufen beim Eiskratzen ganz zu Schweigen. Was manche Spaasvögel auch gerne morgens um 5.00 Uhr machen.
(2)
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