aktualisiert: 03.09.2010 16:39 Uhr
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WÜRZBURG
Kurze Schonfrist für Rauch-Sünder
Stadt wird ab Oktober Bußgelder bei Verstößen gegen das Nichtrauchergesetz verhängen
Das neue Nichtraucherschutzgesetz beschert der Stadt ordentlich Arbeit. Alexander Hoffmann, der als Leiter Allgemeine Bürgerdienste für das Thema zuständig ist, spricht von fünf bis zehn Beschwerden, die wöchentlich im Amt eingehen. Allen Beschwerden werde durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) nachgegangen.
Wie bekannt, hat ein Bürgerbegehren gegen den Willen der Staatsregierung durchgesetzt, das als das strengste in Deutschland bezeichnet wird. Fälschlichweise, sagen die Initiatoren des bayerischen Bürgerbegehrens. In drei weiteren Bundesländern gebe es Rauchverbote, die mindestens genauso streng seien wie das in Bayern, behaupten sie.
Jedenfalls gilt seit August das Rauchverbot auch in kleinen Gaststätten und in Nebenräumen. Die Beschwerden von Bürgern, mit denen sich die Stadt befassen muss, kommen vor allem aus Szene-Kneipen und Spielhallen, die ein besonderes Problem darstellen: Geht der Kunde zum Rauchen hinaus, verdient der Wirt in dieser Zeit nichts.
„Kein Wirt kann sagen, er habe den rauchenden Gast draußen nicht bemerkt.“Alexander Hoffmann Stadt Würzburg
Eine Karenzzeit sieht das Gesetz offiziell nicht vor. Die derzeitige Nachsicht begründet Hoffman damit, dass sich jetzt alle, Wirte und Gäste, erst einmal auf die neue Regelung einstellen sollen, auch fehle es noch an Ausführungsbestimmungen, und in Grenzfällen müsse erst einmal Klarheit geschaffen werden.
Meinungsverschiedenheiten gibt es vor allem bei Zelten und Überdachungen. Beispiel ist eine Gaststätte in der Martinstraße. Den dreiseitig umbauten Platz hat der dortige Wirt mit einer großen Markise überspannt, unter der bisher geraucht werden durfte. Da gibt es für Hoffmann keinen Spielraum: „Drei Seiten gelten laut Rechtsprechung schon als geschlossener Raum.
Hat sich durch das Rauchverbot das Lärmproblem im Freien vergrößert? Bisher kann Hoffmann da keinen konkreten Zusammenhang feststellen, allerdings verweist er auf die Semesterferien und auf das schlechte Wetter, die das Problem noch in Grenzen gehalten haben. Er geht davon aus, dass man den Wirten empfehlen muss, keine Heizpilze im Freien aufzubauen und auch keine Getränke mit nach draußen nehmen zu lassen, um Lärm zu vermeiden.
Klar macht Hoffmann, dass sich kein Wirt mit der Entschuldigung herausreden kann, er habe den rauchenden Gast nicht bemerkt und sei nicht für ihn verantwortlich. Bei der Einhaltung des Nichtraucherschutzes stehen auch die Angestellten in der Pflicht, wenn sie Geschäftsverantwortung tragen. Auch eine Bedienung muss in einem solchen Fall mit Bußgeld rechnen. Im Wiederholungsfall sei aber auch der Wirt mit dran. Neben dem Bußgeld für die Bedienung gibt es für ihn dann ein Zwangsgeld, und das kann richtig teuer werden.
Um Unsicherheiten auszuräumen, will die Stadt noch im September den Wirten eine Aufklärungsveranstaltung mit dem Hotel- und Gaststättenverband anbieten.
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migosch23 (33 Kommentare) am 27.09.2010 20:00
@stoertebekerSehe überhaupt keine Veranlassung mit dem Rauchen aufzuhören. Bloss weil es Mitmenschen gibt, die es stört? Mich stört auch vieles, lasse aber andere trotzdem tun, was sie für richtig halten und wollen. Wer einem Genuss nichts abfinden kann, soll es aber die anderen tun lassen. Wie weit soll es mit dieser Verbots- und Nannypolitik noch gehen???? Wird dann Alkohol (lt FAZ steht das seit 2006 bei der EU bereits auf der Verbotsliste), Schokolade, Kaffee und dergleichen mehr auch verboten?Bis es in den anderen Bundesländern soweit ist, wird noch viel Wasser den Manin runterfließen. Und wenn es soweit ist, feiere ich mit Freunden privat zu Hause. Platz haben wir hier auf dem Land schließlich alle mehr als genug. Die Gastronomie wird dann an uns gar nichts mehr verdienen können. Außerdem fällt jetzt schon auf, dass der Geruch der lieben Mitmenschen durch den Tabakrauch oft gnädig überdeckt wurde. Jetzt ist es in Diskotheken z. B. gar nicht mehr auszuhalten. |
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stoertebeker (746 Kommentare) am 08.09.2010 21:49
Bald soweit@ migoschEs wird nicht mehr lange dauern,dann werden die anderen Bundesländer das bayerische Gesetz auch übernehmen.Für den der das Qualmen nicht lassen kann,ist doch ein Nikotinkaugummi oder Nikotinpflaster eine Lösung.Damit belästigt er niemanden... Wo hört das Rauchen auf ? Im Kopf ! |
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migosch23 (33 Kommentare) am 07.09.2010 02:30
Verzicht auf BayernAuf Bayern verzichte ich jetzt total - da fahre ich lieber nach Hanau oder Frankfurt zum Einkaufen. Denn dort kann ich zwischendurch noch im Café eine rauchen und abends muss ich mir den Genuss beim Ausgehen auch nicht verbieten. Viele hessische und baden-württembergische Wirte wollen schon anbauen! Denn die Raucher in Grenznähe wissen sich zu helfen.Bekommen halt die anderen unser Geld!!! |
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Sonntagskind (263 Kommentare) am 05.09.2010 20:13
richtig soJetz gilt endlich wieder das Rauchverbot, also ist es auch einzuhalten. Ich freu mich drüber, nicht mehr mitrauchen zu müssen. |
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