publiziert: 01.12.2009 18:42 Uhr
aktualisiert: 02.12.2009 11:38 Uhr
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Rauchverbot: „Es geht um unsere Existenz“

Ehemalige Raucherclub-Betreiber äußern sich zum Volksbegehren

„Das lassen wir auf uns zukommen.“ Ingrid Güldener, die Wirtin der König-Pilsner-Stube in der Kissinger Theresienstraße, reagiert gelassen, wenn man sie auf das Volksbegehren für mehr Nichtraucherschutz anspricht.

  • Schon im Januar 2008 hatten die Kneipenbesitzer Sorge um ihr wirtschaftliches Überleben, als das Rauchverbot in Kraft trat. FOTO Michael Petzold
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(old) „Das lassen wir auf uns zukommen.“ Ingrid Güldener, die Wirtin der König-Pilsner-Stube in der Kissinger Theresienstraße, reagiert gelassen, wenn man sie auf das Volksbegehren für mehr Nichtraucherschutz anspricht.

Die Initiatoren möchten erreichen, dass die Staatsregierung wieder das strenge Nichtraucherschutzgesetz einführt, das zunächst für Aufregung und dann für die Gründung von Raucherclubs sorgte, weil viele Wirte ihre Existenz bedroht sahen, als am Tresen zum Bier nicht mehr geraucht werden durfte.

Ingrid Güldener, in deren Räumen das Bayerische Fernsehen vom Aufstand der Kneipenwirte in der Kurstadt und im Umland berichtet hatte, flüchtete sich damals auch in die Gründung eines Raucherclubs mit Mitgliederausweisen. Seit die Staatsregierung das Gesetz im Sommer aber wieder gelockert hat, sind auch die Raucherclubs überflüssig geworden.

„Die sollen uns endlich in Ruhe lassen“, zeigt die Wirtin wenig Verständnis für den Versuch, per Volksentscheid die strengen Regeln wieder einzuführen. Sollte dies aber gelingen, sieht sie für sich eine Zukunft als Sozialfall. Weil die allermeisten ihrer Gäste rauchen, würden dann wohl nur noch wenige kommen.

Ähnlich beurteilt Maria Schimmel, Wirtin von Wagners Bierstube, die Lage. „Es geht um unsere Existenz“, sagt sie. Wenn in ihrer Wirtschaft nicht mehr geraucht werden darf, könne sie den Laden gleich zumachen. Den Anteil der Raucher unter ihren Gästen schätzt sie auf gut 80 Prozent.

Zum Bier und Wein gehöre auch, dass man rauchen darf. „Das sage ich sogar als Nichtraucher“, meint Reiner Frosch, der in Kissingen das „Q Two“ sowie das „PS Triple X“ und in Brückenau die Gaststätte „Der Fußgänger“ betreibt. Zig Anzeigen wegen Ruhestörung habe er in Brückenau kassiert, weil er die Raucher zum Frönen ihres Lasters nach draußen geschickt habe, erinnert er sich. Niemand störe sich doch daran, dass in manchen Kneipen geraucht wird. „Ein Nichtraucher kennt doch die Raucherkneipen.“

„Das ist eine einzige Frechheit, so etwas zu machen“, ärgert sich der Münnerstädter Bundtschu-Wirt Werner Müller über das Volksbegehren, und hat eine ganz eigene Interpretation über die Beweggründe der Initiatoren. „Das geht doch alles von der ÖDP aus“, vermutet er. Die Parteimitglieder gehören für ihn zu einem Menschenschlag, der wenig Gefallen daran findet, in geselliger Runde in der Kneipe ein Bier zu trinken. Zu Spitzenzeiten hatte die zum Raucherclub umfirmierte Kultkneipe über 900 Mitglieder.

(old)
    
    

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»Alle 41 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

spe (31 Kommentare) am 03.12.2009 09:19

Vielen Dank

liebe Main-Post, für diesen einseitigen Artikel. Oder gibt es in BK wirklich nur Wirte, die in ihren Lokalitäten das Rauchen erlaubt haben wollen? Wenn ich mich bei uns in Würzburg so umschaue, wo in den meisten Kneipen nur vor der Tür geraucht werden darf (und das aus vielen guten Gründen), kann ich das nicht so recht glauben.
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prischti (110 Kommentare) am 03.12.2009 08:04

@231156

Richtig, weg mit solchen Gesundheitsministern. Die wissen doch nicht mal über gesundes und ungesundes Bescheid. Hatten wir schon mit dem Herrn Seehofer einst. Fähnchen immer schön nach dem Wind richten und nicht nachdenken, was der Bürger eigentlich wirklich will. Die hoffen doch alle nur auf eines: wie kann ich für meine Partei Stimmen einheimsen - es geht doch gar nicht um die eigentlichen Hintergründe.
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unbekannt (11 Kommentare) am 02.12.2009 23:09

@mg112

Bad Kissingen wirbt doch großspurig mit seinem Luftkurort.
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unbekannt (11 Kommentare) am 02.12.2009 23:06

@sorissa

In den Raucherhöhlen wird Heulen und Zähneknirschen herrschen und dann dürfen diese Armen auch wieder zum Lachen ans Tageslicht.
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mufftie (512 Kommentare) am 02.12.2009 20:44

@macpepp

Genau so iss es!
Lasst sie einfach tun, da gibt es wirklich größere Probleme auf dem Planeten!
Gott schütze sie!
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