publiziert: 26.06.2012 18:02 Uhr
aktualisiert: 28.06.2012 12:04 Uhr
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Seehofer hakt „50-plus-X“ ab

CSU-Chef ganz entspannt

Einst waren ihm „50 Prozent plus X“ nicht genug. Horst Seehofer gab, als er noch nicht CSU-Chef war, zwischendurch sogar mal 60 Prozent als Zielmarke für Landtagswahlen in Bayern aus. Und als die CSU 2008, ein Jahr nach der Entmachtung des früheren Parteivorsitzenden Edmund Stoiber, auf 43,5 Prozent abschmierte, übernahm Seehofer die Partei mit dem erklärten Ziel, die absolute Mehrheit in Bayern zurückzuerobern. Die Koalition mit der FDP sollte eine Episode bleiben. Mit dieser selbstgesteckten Zielvorgabe ist es seit gestern vorbei.

Eher beiläufig räumte Seehofer im Gespräch mit der Landtagspresse ein, dass er mit den aktuellen Umfragen zufrieden sei. „Wir oszillieren um die 45 Prozent“, sagte der CSU-Vorsitzende, „das ist alles im normalen Bereich.“ Er sei in diesem Zusammenhang „völlig relaxt“. Eigentlich wollte Seehofer am Dienstag erläutern, wie geschlossen er und seine Ministerpräsidentenkollegen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) über den Fiskalpakt verhandelt und welche Erfolge sie für die Städte und Gemeinden erstritten hätten. Doch als das Gespräch auf die jüngsten Umfragen und die damit verbundenen Perspektiven für die CSU kam, wurde Seehofer deutlich wie nie zuvor. Dass er nach aktuellem Stand der Umfragen mit den Freien Wählern eine Regierung bilden müsste, schreckt ihn nicht. „Meine politische Zielsetzung ist anders, wie Sie wissen, und die heißt FDP“, sagte Seehofer. Dass die Liberalen derzeit nur bei drei Prozent liegen, stört ihn nicht. Rund fünf Jahrzehnte lang hat die CSU Bayern alleine regiert. Dass dies wohl nicht wieder erreicht werden kann, liegt laut Seehofer an den Freien Wählern. „Es wäre eigenartig, wenn eine neue politische Kraft im Parlament vertreten ist, und es hätte sich in Bayern nichts verändert“, sagte er.

Von unserem Korrespondenten Uli Bachmeier
    
    

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