publiziert: 26.12.2011 17:59 Uhr
aktualisiert: 26.12.2011 20:30 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text SCHWEBHEIM/WÜRZBURG
Verheerende Weihnachten: Toter und Verletzte bei Bränden

Feuer unter anderem in Schwebheim und Würzburg
  • Löschmannschaften im Einsatz: Am Schauplatz des Wohnhausbrands in Schwebheim.
    Foto: Fuchs-Mauder
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Mehrfach haben in Bayern die Feuerwehren über Weihnachten zu Bränden ausrücken müssen - unter anderem in Schwebheim (Kreis Schweinfurt) und Würzburg. Es gab insgesamt einen Toten und mehrere Verletzte.

Auf 150.000 Euro schätzt die Polizei den Schaden, der am Montagnachmittag in Schwebheim entstanden ist. Verletzte gab es nicht.

Zur Brandursache liegen noch keine Erkenntnisse vor. Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen.

Der Sohn des Hausbesitzers war gegen 15 Uhr auf das Feuer in der Straße Mittlere Heide aufmerksam geworden. Als kurz danach ein Großaufgebot zahlreicher Feuerwehren am Brandort eintraf, stand bereits das ganze Gebäude in Flammen.
    
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Wohnhausbrand Schwebheim
Schwebheim
26.12.2011
    


Die Bewohner der Doppelhaushälfte hatten sich rechtzeitig und unverletzt ins Freie gerettet. Die Feuerwehren aus Gochsheim, Schwebheim, Sennfeld und Schweinfurt, die mit 100 Mann im Einsatz waren, hatten Mühe, den Brand unter Kontrolle zu bekommen.

Die Wohnung wurde von dem Brand so stark beschädigt, dass sie am Nachmittag nicht betreten werden konnte. Nicht auszuschließen ist laut Polizei, dass das Feuer in einem Anbau ausgebrochen ist und sich dann auf das direkt angrenzende Wohnhaus ausgebreitet hat.

In Würzburg erlitt bei einem Wohnungsbrand am ersten Weihnachtsfeiertag ein geh- und sehbehinderter Rentner eine leichte Rauchgasvergiftung. Obwohl das Feuer schnell gelöscht war, brannte die Küche komplett aus. Der 72-Jährige wurde in einer Pension untergebracht. (Weitere Einzelheiten.)

Überhaupt hatten die Feuerwehren in Bayern über Weihnachten alle Hände voll zu tun. Teilweise gab es dramatische Szenen. Jede Hilfe zu spät kam für einen Mann in Zirndorf im Landkreis Fürth. Der 54-Jährige starb am zweiten Weihnachtstag in seiner lichterloh brennenden Wohnung.

Anwohner hatten Feuer in der Wohnung gesehen und die Feuerwehr alarmiert, wie die Polizei mitteilte. Als die Helfer eintrafen, schlugen bereits hohe Flammen aus dem Dachstuhl des Mehrfamilienhauses. Rund 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Nach dem Löschen fanden sie die Leiche des 54 Jahre alten Mieters.

Mit dem Schrecken kamen rund 120 vorwiegend deutsche und niederländische Gäste eines Hotels im österreichischen Saalbach-Hinterglemm unweit der bayerischen Grenze davon. Dort richtete ein Feuer einen Millionenschaden an. Es brach am Abend ersten Weihnachtsfeiertages aus - bis zum Montag war die Feuerwehr mit mehr als 200 Helfern im Einsatz, um zu löschen.

Vermutet wird, dass ein technischer Defekt in der Sauna den Brand ausgelöst haben könnte. Als das Feuer ausbrach, saßen nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA viele Urlauber noch beim Abendessen. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Gleich drei Mal musste am Sonntagabend die Feuerwehr in Nürnberg ausrücken. In einem Mehrfamilienhaus brannte der Dachstuhl, 16 Bewohnern mussten in Sicherheit gebracht werden. Eine Frau erlitt eine leichte Rauchvergiftung.

Hoher Schaden entstand auch in einem Einfamilienhaus, bei dem das Wohnzimmer komplett in Flammen stand. Verletzt wurde niemand, weil die Bewohner und Gäste nach einer Weihnachtsfeier nicht mehr im Haus waren.

Bei dem dritten Brand in Nürnberg bracht das Feuer auf einem Balkon aus und griff auf das Wohnzimmer über. Die 76-Jährige Bewohnerin war nicht zu Hause.

In München verhinderte ein Rauchmelder Schlimmeres: Aufgeschreckt durch den Signalton entdeckten Bewohner eines Mehrfamilienhauses Rauch aus einer Wohnung im Erdgeschoss, verließen unverletzt das Gebäude und alarmierten die Feuerwehr. Die Wohnungsbesitzer waren nicht zu Hause.

600 Schweine und zehn Kälber verendeten bei einem Brand auf einem Bauernhof in Sankt Wolfgang (Landkreis Erding). Der Schaden liegt bei einer Million Euro.

Dramatisch spielte sich die Rettung eines Mannes aus einer brennenden Wohnung in Augsburg bereits am Freitagabend ab. „Beim Eintreffen der Feuerwehr drangen laute Schreie aus der Wohnung im ersten Obergeschoss“, sagte Feuerwehrsprecher Friedhelm Bechtel. Der 29-Jährige flüchtete vor den Flammen auf den Balkon, wo er zusammenbrach. Die Kleidung des Schwerverletzten musste gelöscht werden.

Auch sein Bruder wurde aus der Wohnung gerettet. Er verlor laut Polizei die Nerven und behinderte mehrfach die Rettungsarbeiten. Die Polizei musste ihn zwangsweise aus der Wohnung bringen.
aug/dpa
    
    

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