aktualisiert: 16.12.2011 19:22 Uhr
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WÜRZBURG
„Die B 26n ist so gut wie tot“
Simone tolle: Ja. Und die beiden Gründe laufen bei der Bewertung im Raumordnungsverfahren zusammen: Dort heißt es, dass die B 26n nur Sinn macht mit einer durchgängigen Lösung von Anfang bis Ende – und dem Zubringer nach Lohr. Weil die B 26n nicht im Investitionsrahmenplan des Bundes steht und der Zubringer nicht im Ausbauplan, ist sie so gut wie tot.
Könnte ein zwei- bzw. dreistreifiger Ausbau ein vertretbarer Kompromiss sein, inklusive des Lohr-Zubringers?Tolle: Nein. Der Vorschlag zwei- oder dreispurig im Raumordnungsverfahren bestätigt uns ja, dass eine Autobahn nicht gebraucht wird. Man hat also hunderttausende Euro für etwas ausgegeben, was man jetzt, durch den neuen Vorschlag, anscheinend für Unsinn hält.
Wann könnte nach ihrer Einschätzung frühestens der erste Bauabschnitt beginnen – egal in welcher der vorgenannten Varianten?Tolle: Nie! Wir müssen die B 26n möglichst schnell beerdigen, um weitere Kosten zu sparen. Das Werntal braucht dringend Entlastung: Es ist viel gewonnen, wenn wir den Lkw-Maut-Ausweichverkehr aus Arnstein heraushalten. Dort ist die Stadtentwicklung auf die B 26n ausgerichtet, das muss jetzt überdacht werden.
Wäre eine Neuplanung nur mit einem Ausbau der bestehenden B 26 und Ortsumgehungen nicht der bessere (und schnellere) Weg?Tolle: Man muss gemeinsam überlegen, wie man die Verkehrsprobleme löst. Es wird ja wieder ein neuer Bundesverkehrswegeplan gemacht. Wenn sich bis dahin alle einig werden, gibt es gute Chancen für eine schnelle Umsetzung.
Was bedeutet es für das Werntal, wenn gar nichts gemacht wird?Tolle: Man hat durch das trotzige Verharren auf der B 26n die momentane Situation heraufbeschworen, die Region gelähmt. Das muss möglichst schnell beendet werden.
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