publiziert: 10.02.2012 18:07 Uhr
aktualisiert: 11.02.2012 19:00 Uhr
» zur Übersicht Franken
    
    
Artikel
 
    
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text WÜRZBURG
„Dr. Motte“ beim Faschingszug in Würzburg - ganz leise

Der Loveparade-Erfinder legt für einen guten Zweck auf
  • Loveparade-Erfinder „Dr. Motte“ tritt in Würzburg auf.
    Foto: I. Weigert
Bild von

„Wir wollen Brauchtumspflege und keine Loveparade“, sagt Michael Zinnhobel. Als Zugmarschall der Karnevalsgesellschaft Elferrat Würzburg ist er für die Organisation des Würzburger Faschingszuges am Faschingssonntag (Start: 11.55 Uhr in der Semmelstraße) verantwortlich. Doch diesmal ist ausgerechnet der Erfinder der Loveparade, der Discjockey mit Künstlernamen „Dr. Motte“, mit dabei.

Angeheuert hat den Stargast aus Berlin die Non-Profit-Organisation „HEROshopping.org“, hinter der die Würzburger Rainer Maiores und Christian Kalb stehen, dazu die Skateboard-Legende Titus Dittmann. „Dr. Motte“ sorge für „die ordentlichen Vibes auf den Ohren“, heißt es in einer Mitteilung. Weil aber der Veranstalter nur Musik von Live-Bands erlaubt, machen nun Maiores und Kalb aus der Not eine Tugend mit der ersten „leisen Disco“ in der Stadt.

Musik per Funkkopfhörer

Dafür werden 300 Funkkopfhörer kostenlos verliehen, die beim Umzug ab 11.15 Uhr in der Semmelstraße am Wagen von „Dr. Motte“ abgeholt werden können. Wer in der Nähe des Umzugswagens tanzt, der im hinteren Drittel des Zuges mitfährt, bekommt Musik auf die Ohren. „Leise Discos sind in der Partyszene derzeit absolut angesagt, sagt Maiores und schwärmt: „Dass wir dafür einen so populären Unterstützer wie Dr. Motte gewinnen konnten, der uns eine Party schenken wird, die es in sich hat, ist schon der Wahnsinn.“ Auch auf der anschließenden Aftershow-Party im Zauberberg kommen die Beats vom Star-DJ „Dr. Motte“, dann aber ohne Kopfhörer.

Bei der Schlussbesprechung mit den Zugleitern im Hofbräustüble hatte Zugmarschall Michael Zinnhobel noch einmal die Gründe für das Verbot überlauter „Konservenmusik“ erläutert. Es gehe zum einen um den Schutz der vielen kleinen Kinder, die am Straßenrand teilnehmen, zum anderen darum, dass die Musik der mitmarschierenden Kapellen nicht überdröhnt wird.

Für einen guten Zweck

Der Auftritt von „Dr. Motte“ beim Würzburger Faschingszug, der mit fast 170 Zuggruppen der größte Süddeutschlands ist, dient einem guten Zweck. Denn HEROshopping.org ist ein Spendenportal mit der Besonderheit, dass der Nutzer selbst nichts zahlen muss: HEROshopping.org bindet auf seiner Homepage Weiterleitungen zu Online-Shops großer Anbieter wie Amazon, Zalando und Expedia ein.

Jeden Einkauf, der über diesen Weg getätigt wird, belohnen die Online-Shops mit einer Dankesprämie von bis zu acht Prozent des Warenwertes. Der so gesammelte Spendenbetrag geht an Skate-Aid, die in Ländern wie Afghanistan Skateparks für Kinder baut, und an die Welthungerhilfe.

Weitere Informationen im Internet: www.facebook.com/heroshopping.org

Von unserem Redaktionsmitglied Herbert Kriener
    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

toto (623 Kommentare) am 13.02.2012 09:38

Das feiern will auch

kein Mensch verbieten - nur kann man auch an Menschen denken denen es nicht so gut geht wie uns. Wenn sie der Meinung sind, dass ein Umzugswagen zu Gunsten Notleidender keine Existenzberechtigung hat, sollten sie sich überlegen sich nicht selbst in den Keller zu sperren!

Wahnsinn das an Fasching bei manchen echt alle Sicherungen durchbrennen...
(0)
toto (623 Kommentare) am 12.02.2012 16:44

Stimmt - nur Deppen..

Solche sinnlosen Zeilen zu schreiben, dazu gehört schon Mut.. Keine andere Beschäftigung gefunden als irgendeinen Schwachsinn zu schreiben, oder?
Bevor sie so einen Mist schreiben sollten sie erstmal nachdenken und den Hintern aus dem warmen Sessel daheim rausbekommen und etwas tun was anderen Menschen hilft!
Gerade an Fasching ist es wichtig auch zu zeigen das andere Menschen keine Kohle haben um sie von irgendwelchen Wägen runterzuschmeißen und um sich sinnlos zu besaufen..
(1)
45acp (194 Kommentare) am 13.02.2012 08:57

geht in den Keller

schließ euch ein und werft den Schlüssel weg. Dort kann man dann über das geballte Leid der Welt trefflich nachdenken.....aber geh Menschen die auch mal lachen und feiern wollen nicht auf den Keks........
(0)
simonix (16 Kommentare) am 12.02.2012 12:44

Richtig, nurnoch Deppen möchte man meinen..

Wenn hungernde Kinder keine "richtigen" Probleme sind, was ist es denn dann? Dass der Bischof an Neujahr nichtmehr sprechen darf? Jawoll, das sind scheinbar die wahren Probleme der Provinz.
Schön dass es Leute mit Initiative gibt, die versuchen Tradition mit etwas nützlichem zu verbinden. Oder finden sie es verwerflich dass man in der Zeit des feierns - und saufens - sich für einen Moment daran erinnert, dass anderen Menschen eben dies nicht möglich ist. Skate-Aid - oh nein!! Ein Anglizismus! Schnell auf die Barrikaden, das kann doch nur so ein Gutmenschen unsinn sein. Und dann wollen die auch noch Skateparks bauen und Kindern in Ländern wie Afghanistan zeigen dass es noch anderes auf dieser Welt gibt als Landminen und Leid. Nein also wirklich, da wollen die uns doch tatsächlich unser Recht auf Feiern und Sorglosigkeit nehmen... nurnoch Deppen..
(2)
45acp (194 Kommentare) am 12.02.2012 01:40

laßt uns doch wenigstens am Fasching in Ruh

mit dem Gebetel und dem ständigen Hinweis auf das Elend dieser Welt. Und dieser abgehalfterte, alte Mann soll in Berlin versuchen "seine Musik" wieder an den Mann bzw. Frau zu bringen !!!! "Skate-Aid" ..........jetzt drehen die aber voll durch.....haben wir keine "richtigen" Probleme............Vorschlag: eventuell Spenden sammeln um mit rothaarigen (und dadurch traumatisierten) dicken Kindern aussterbenden Walen in der Beringsee beim Furzen zuzuhören ......nur noch Deppen unterwegs
(0)
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Recht auf Auskunft 

Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr
    
    

111 Dinge 

...die Sie in Mainfranken tun müssen:
Mit unserer großen Serie lernen Sie die Region neu kennen. »mehr
    
    

Auf Schusters Rappen 

Die neue Gruppe auf main.de. Wandergruppe unter sich. »mehr
    
Anzeige
Anzeige
    

Zeichen setzen 

Förderpreis für
engagierte Bürger
Lesen Sie alles über den Preis und machen Sie Vorschläge, wer ihn bekommen soll. »mehr
    
    

Daily X 

Die Jugendseite der Main-Post
Täglich aktuell, täglich lesenswert. »mehr