publiziert: 16.12.2011 19:07 Uhr
aktualisiert: 16.12.2011 19:23 Uhr
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„Neuplanung wäre totaler Unsinn“

  • Eberhard Sinner
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Frage: Herr Sinner, ist der autobahnähnliche Ausbau der B 26n für Sie vom Tisch?

Eberhard Sinner: Mit hoher Warscheinlichkeit ja, weil er für die Umwelt nicht verträglich ist und von den Menschen nicht gewollt wird.

Könnte ein zwei- bzw. dreistreifiger Ausbau ein vertretbarer Kompromiss sein, inklusive des Lohr-Zubringers?

Sinner: Das ist mein Vorschlag schon seit längerer Zeit. Ich bin zufrieden, dass das Raumordnungsverfahren diese Variante ins Spiel bringt.

Wann könnte nach ihrer Einschätzung frühestens der erste Bauabschnitt beginnen – egal in welcher der vorgenannten Varianten?

Sinner: Ich bin kein Hellseher. Aber ich glaube, dass die schmalere Variante, die B 26n light, früher beginnt, weil sie weniger umstritten ist. Wenn wir jetzt mit Planfeststellung beginnen, geht das im Karlstädter Bereich sicher ziemlich schnell. Ich würde sagen, vielleicht in zwei Jahren.

Wäre eine Neuplanung nur mit einem Ausbau der bestehenden B 26 und Ortsumgehungen nicht der bessere (und schnellere) Weg?

Sinner: Das wäre totaler Unsinn. Das würde eine Nulllösung bedeuten und wäre für die Menschen im Werntal absolut unzumutbar. Die Planungen hat es alle schon gegeben, aus dem Verlassen dieser Planungen ist ja die jetzige Lösung entstanden. Der Flächennutzungsplan der Gemeinden stammt noch aus den Zeiten vor der Wende, da käme die Straße näher an die Orte, auch die Wasserschutzgesetze sind jetzt strenger. Das sind hochsensible Bereiche, davon wären wesentlich mehr Menschen betroffen.

Was bedeutet es für das Werntal, wenn gar nichts gemacht wird?

Sinner: Es bedeutet weiterhin eine Verschlechterung der Lebensqualität, Lärm und Abgase, eine Verödung der Ortskerne und eine hohe Emissionsbelastung, insbesondere für Kinder. Das will niemand.

die Interviews führte Norbert Hohler

    
    

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Die neuesten Kommentare

arminbeck (267 Kommentare) am 18.12.2011 16:05

unglaubwürdige Durchhalteparolen der Autobahnbefürworter

Herr Sinner,

sie erklären zu einem möglichen Baubeginn der B 26n

"Ich würde sagen, vielleicht in zwei Jahren."

Das glauben Sie doch selbst nicht nicht. Jeder der sich auch nur ansatzwesie mit dem Thema B 26n auseinandersetz weiss, dass es mit einem Baubeginn der B 26n vor 2016 überhaupt nichts wird und auch eine Baubeginn in 2016 unrealistisch ist.

Nach dem aktuellen Investitionsrahmenplan (IRP) des Bundesverkehrsministeriums vom 15.12.2011

http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/B-26n-auf-der-langen-Bank;art38482,6507695,E

http://www.bmvbs.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/investitionsrahmenplan-2011-bis-2015-irp.html?nn=35788

ist die B 26n nicht unter den Projekten für die bis 2015 Geld zur Verfügung steht aufgeführt und die B 26n nicht einmal bei den „weitere wichtige Vorhaben“ für die Jahre nach 2015, bei denen die Planung „vorangetrieben beziehungsweise abgeschlossen werden soll“ gelistet.,

Wie Sie angesichts dessen von einem Baubegin in vielleicht zwei Jahren sprechen könne ist völlig unverständlich.

Merken Sie nicht, dass Sie mit Ihren absurden Durchhalteparolen die Bürger für Dumm verkaufen wollen? Glaube Sie ernsthaft dass Ihnen diesen Quatsch jemand abnimmt

Wie wäre es mit einer Wette:

Eine Kiste Frankenwein daruf dass selbst bis 2015 kein Baubeginn der B 26n stattfinden wird.

Armin Beck
Vorstand Bürgerinitiative
Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg (B26n) e.V.
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