aktualisiert: 15.02.2011 15:49 Uhr
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Bad Kissingen
„Wir sind Weinkönigin“
Melanie Unsleber aus Ramsthal holt im Regentenbau die Krone des Fränkischen Weines zum ersten Mal in den Landkreis Bad Kissingen
Franz Büttner war sich der historischen Bedeutung des Augenblicks für Ramsthal durchaus bewusst: Dass die kleine Weinbaugemeinde im Landkreis Bad Kissingen nun erstmals die Fränkische Weinkönigin stellt, hat für deren Bürgermeister praktisch die gleiche Bedeutung wie die Wahl eines Deutschen zum Papst vor Jahr und Tag für eine große Boulevard-Zeitung. „Wir sind Papst“, hatte die einst geschrieben.
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Und die Gewinnerin ist: Melanie Unsleber aus Ramsthal setzte sich in der Stichwahl gegen Karoline Wallrapp (im Hintergrund) bei der Wahl der neuen Fränkischen Weinkönigin im Großen Saal des Bad Kissinger Regentenbaus durch.Fotos: Siegfried Farkas -
Abgekrönt: Anna Saum beim Abschied aus dem Amt der Weinkönigin.
Wahl zur Fränkischen Weinkönigin
Zugetragen hat sich dieses nicht nur für Ramsthal, sondern auch für den Landkreis historische Ereignis, im Großen Saal des Regentenbaus zu Bad Kissingen. Die 24-jährige Studentin der Betriebswirtschaft nutzte dort ihren Heimvorteil und siegte in der Stichwahl gegen die 22-jährige Karoline Wallrapp aus Theilheim. Melanie Unsleber ist damit die erste Frau aus dem Bäderkreis, die diesen Titel tragen darf.
Großes Medienaufgebot
Wie begehrt diese Krone ist, belegt die ansehnliche Zahl von insgesamt sechs Bewerberinnen aus Weinorten in ganz Unterfranken. Dass die Wahl zudem ein Ereignis mit Wirkung über Franken hinaus ist, das wiederum ist am großen Medienaufgebot abzulesen, das am Donnerstagnachmittag die Bühne im Regentenbau bei der Jagd nach dem besten Bild zeitweise regelrecht bedrängte.
Für starke Unterstützung der Ramsthalerin auf dem Weg ins Amt sorgte ein engagierter Fanclub. Um die Mehrheit der gut 100 Stimmberechtigten im Saal zu gewinnen, musste die Studentin der Betriebswirtschaft aber selbst schon auch noch Ausstrahlung, Fachkenntnis und Schlagfertigkeit unter Beweis stellen. Besonders gut gelang ihr das bei den Fragen aus dem Publikum (Siehe dazu Bericht im Frankenteil). Auch bei den Standardfragen konnte sie nach punkten.
Artur Steinmann, der Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes, kündigte der neuen Fränkischen Weinkönigin ein Jahr mit vielen neuen Eindrücken an. Weinkönigin zu sein, ist in der Tat ein Vollzeitjob. Aber auch einer, der viele Reisen und interessante Begegnungen ermöglicht. Das machte die scheidende Weinkönigin Anna Saum in einem emotionalen Rückblick auf ihre Amtszeit deutlich.
Dafür, dass bei allem Ehrgeiz und allem Bemühen um die Gunst des Wahlkomitees der Nachmittag im Regentenbau immer auch unterhaltsam blieb, sorgten die Moderatoren Nicole Then und Axel Robert Müller.
Zitate
„Die Krone ist die einzige, die man heutzutage noch ohne Zuzahlung bekommt.“Moderator Axel Robert Müller über die Krone der Weinkönigin
„Ich beruhige mich gerade mit dem Gedanken, dass ich morgen mal ausschlafen darf.“
Anna Saum, Fränkische Weinkönigin von 2009/2010, kurz vor der Abkrönung
Präsident des Fränkischen Weinbauverbands über Anna Saum, die Ehemalige
„Du bist seit vier Jahren Weinprinzessin. Gibt es in Ramsthal keine andere, oder wollten sie dich nicht gehen lassen.“
Die Moderatoren über Kandidatin Melanie Unsleber
„Ein Wein kann sich entwickeln, eine Weinkönigin auch.“
Anna Saum, vor ihrer Abkrönung als Weinkönigin
„Alle hätten's verdient.“
Die Weinprinzessinnen Nina Luckert aus Sulzfeld und Theresia Heß aus Rödelsee
„Wir hoffen, dass auch einmal eine fränkische Weinkönigin aus dem Saaletal kommt.“
Bürgermeister Toni Schick und Landrat Thomas Bold vor der Wahl
„Meine Damen, Sie geben dieser Veranstaltung Glanz, Charme, Schönheit.“
Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes

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