publiziert: 25.04.2011 15:50 Uhr
aktualisiert: 25.04.2011 17:14 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text BERGRHEINFELD/GRAFENRHEINFELD
15000 Kernkraftgegner demonstrierten

Pausenlos Abschalten-Rufe
  • Anti-Atom-Demo Mehr als 15 000 Menschen kamen am Ostermontag zu einer friedlichen Anti-Atom-Demonstration in Bergrheinfeld zusammen.
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Die Menschen wollen keine Atomkraft mehr. Das drückten nach Angaben der Veranstalter über 15 000 Menschen am Ostermontag eindrucksvoll bei der Anti-Atomkraft-Demonstration auf den Mainwiesen in Berghreinfeld (Landkreis Schweinfurt) – genau im Blickfeld des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld aus.

Die Menschenmassen marschierten ab 12.30 Uhr von den drei Startpunkten in Bergrheinfeld sternförmig zum Kundgebungsplatz und stimmten schon unterwegs immer wieder die „Abschalten, Abschalten“-Rufe an. Auf den Plakaten und Fahnen war sehr viel Kreatives, aber bewusst auch Provokatives zu lesen wie etwa der Spruch „Kellerräume für Atomkraft gesucht“, eine Anspielung auf die ungelöste Endlager-Problematik.

Die Resonanz nannte Matthias Lewin vom unterfränkischen Veranstalter–Bündnis „überwältigend“. Bündnissprecher Martin Heilig sprach von der „größten Demo, die wir in Bergrheinfeld je gesehen haben“. Die Kundgebung begann wegen der unaufhörlich zuströmenden Menschen erst weit nach 13 Uhr mit einer bewegenden Schweigeminute für die Opfer von Tschernobyl und Fukushima. Höhepunkt der Aktion war, als 1000 schwarze und gelbe Luftballons versehen mit einer Rücksendekarte als Symbol für eine radioaktive Wolke in den Himmel geschickt wurden.

Den meisten Beifall erhielt die Buchautorin des Buches „Die Wolke“, Gudrun Pausewang. Sie forderte die Zuhörer auf, sich nach der zweiten Katastrophe nach Tschernobyl sich „nicht mehr belügen, vertrösten und einlullen zu lassen“. Die 83-jährige Autorin forderte ein rasches Ende für alle Atomkraftwerk und die gesamte Atomindustrie. „Leisten wir weiter Widerstand“, rief sie in die Menge, die mit „Abschalten“-Rufen reagierte.

(hh)
    
    

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»Alle 29 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

der bürger (1268 Kommentare) am 26.04.2011 19:19

In 6 Monaten..

interessiert sich niemand mehr für diesen künstlich erzeugten Hype der AKW-Gegner. Dann nämlich, wenn statt politischer Agitation sachliche Entscheidungen verantwortet werden müssen.

Die sozialromantischen Gutmenschen, die dereit auf ihrer rosa Wolke durch die Gegend schweben, werden die Probleme der effizienten Energiegewinnung (das ist derzeit nur mit AKW möglich) nicht lösen.

Dazu wird viel Geld in die Hand genommen werden müssen, die Energiekonzerne werden mitspielen müssen und der Staat muss die (planungs-) rechtiche Seite abdecken.

Sobald es medienwirksam einen "naturschutz-vor-ort-gruppe-protest" wegen eines juchtenkäferumzuges zwecks stromtrasse gibt, bricht das ganze kartenhaus zusammen.

Lasst sie derweil ruhig noch auf der strasse mit ihren abschalten-pappschildern rumwetzen - da kann nix passieren grinsen
(3)
carolus (140 Kommentare) am 25.04.2011 19:30

und...

...wir kommen wieder!! So oft wie notwendig, Jedes Mal mehr Leute, noch mehr Rückgrat, bis ein paar Leute merken, dass wir die Mehrheit sind, diejenigen, die auch daran denken, was Zukunft bedeutet grinsen und nicht nur kurzfristiger Profit!
(3)
liliput (22 Kommentare) am 25.04.2011 19:30

Restrisiko

es ist doch ganz einfach: den Profit stecken die Stromkonzerne ein,
das Restrisiko trägt der Mensch, und viele Menschen haben heute in Grafenrheinfeld ge
zeigt, dass sie nicht mehr bereit sind, das Restrisiko zu tragen.
Atomkraft ist UNKONTROLLIERBAR, das wissen wir alle.
also: ABSCHALTEN ! Sofort !
nicht mehr anlügen lassen, einlullen lassen. ABSCHALTEN ! SOFORT.
(3)
doeshoemernitgewissgekoenn (674 Kommentare) am 25.04.2011 18:26

Die nicht wissen wollen,

haben's zunehmend schwerer, verständnis zu bekommen! Die argumente für die kernenergie, denkbar gefährlichste und teuerste energiegewinnungsform, bringen mich regelmäßig zum fremdschämen.

Leute - die welt wird sich weiterdrehen - auch ohne dinosaurier!

Angst vor arbeitsplatzverlust rechtfertigt weder den dienst in der atomwirtschaft noch in der rüstungsindustrie; denn sie gefährden und bedrohen die ganze gesellschaft.

Karriere und pfründe sind dem allgemeinwohl unterzuordnen, also kein gültiges argument für weiteres beharren.

Es gibt genügend zumutbare alternativen.
(4)
Gartenfreak (472 Kommentare) am 25.04.2011 19:07

Ihr Kommentar

spricht mir aus den Herzen. grinsen Gleichzeitig wenn ich diese
Idiotischen Kommentar oben lese könnte ich nur noch
schreien das soviel Dummheit auf einer Seite passt.

Ihr begreift erst wenn es zu spät ist, dann ist das Geschrei groß,
blos dann , müßtet Ihr dort bleiben wo der Unfall passiert ist,
damit endlich die Dummheit ausstirbt.

Freiwillig geht`s anscheinend nicht. traurig traurig

Danke allen Teilnehmern heute bei der Demo in
Grafenrheinfeld, macht weiter so . Es kommen jedesmal immer
ein paar Gegner dazu. Es war einfach Spitze grinsen grinsen grinsen grinsen

Gartenfreak
(5)
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