publiziert: 19.06.2012 18:17 Uhr
aktualisiert: 19.06.2012 21:56 Uhr
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A3 bei Wertheim bleibt vorerst vierspurig

Enttäuschung in Wertheim ist groß
  • Unfallträchtig: Trotzdem bleibt die A3 bei Wertheim bis auf Weiteres vierspurig.
    Foto: Robert Geis
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„Hier herrscht große Enttäuschung“, sagt Volker Mohr, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Wertheim (Main-Tauber-Kreis). Auslöser ist die Prioritätenliste des Landes Baden-Württemberg für den Bundesfernstraßenbau. Darin hat die grün-rote Landesregierung festgelegt, welche Projekte 2014, 2015 oder noch später begonnen werden sollen. Ausgerechnet die sechs Kilometer A 3 auf Wertheimer Gemarkung sind ans Ende der Liste gerückt. Der Abschnitt soll erst nach 2016/17 sechsstreifig werden und bildet damit das Nadelöhr auf der im Freistaat Bayern ausgebauten Trasse.

Die Folgen sind den Wertheimern bekannt. Bei Staus infolge von Überlastung der vier Fahrspuren oder bei Unfällen ergießt sich die Blechlawine großflächig über Stadt und Umland. Insbesondere Dertingen und das Aalbachtal sind dann betroffen.

Besonders ärgert sich Mohr über eines: Der A3-Abschnitt bei Wertheim sei das einzige Autobahnprojekt, das in der Prioritätenliste des Landes ganz weit nach hinten gerückt ist. Wichtiger sind der grün-roten Regierung in Stuttgart etliche Ortsumgehungen. „Da hat man Äpfel mit Birnen verglichen“, sagt Mohr.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und sein Verkehrsminister Winfried Hermann (beide Grüne) hatten bei einem „Straßenbaugipfel“ am Montag in Stuttgart die Prioritätenliste vorgelegt und begründet. Schwerpunkte müsse es geben, weil das wenige vom Bund zur Verfügung gestellte Geld längst nicht ausreiche, um die Straßen schneller zu bauen. Grün-Rot wage da etwas, wovor sich die alten Landesregierung stets gedrückt habe. „Das (Projekt A3-Ausbau bei Wertheim) hängt schon seit vielen Jahren“, bestätigt Mohr.

Ausschlaggebend für die Bewertung in der Prioritätenliste waren sechs Kriterien, darunter das Kosten-Nutzen-Verhältnis, die Verkehrssicherheit und die Lärmbelästigung. Der Bund Naturschutz hatte moniert, dass früher Verkehrsbelange im Vergleich zu Umweltaspekten zu stark gewertet worden seien.

Von unserem Redaktionsmitglied Tilman Toepfer
    
    

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Die neuesten Kommentare

SaSo (263 Kommentare) am 20.06.2012 12:28

Ich

benutz die A3 um nach WÜ zu kommen lieber NIE!!
Immer viel Hektik, Stau, Unfälle:
.Aschaffenburg - Wirtshaus im Spessart - Wertheim - Kist...HORROR!
Da fahr ich llieber gemütlich Landstrasse - da komm ich wenigstens an!!
(0)
FlyByNight (290 Kommentare) am 19.06.2012 22:10

Witzig...

...so ein Nadelöhr. Ist schon zu verstehen.
Wertheim wird dann(!) Randersacker im Verkehrsfunk ablösen. grinsen
Und: während es staut, kann man schön im Village shoppen gehen.
(0)
unbekannt (1214 Kommentare) am 19.06.2012 19:15

Und ich dachte immer,

Autobahnen waeren Sache des Bundes (und nicht Ländersache) ... !
(0)
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