aktualisiert: 11.02.2009 17:37 Uhr
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Volkach
Auf dem Motorrad: Frankens neue Weinkönigin
Frankens neue Weinkönigin Marlies Dumbsky liebt das Freiheitsgefühl auf dem Motorrad
Auf dem Balkon liegen, ein Buch lesen, abends noch eine Runde mit dem Motorrad drehen und dabei einen Zwischenstopp an der Eisdiele einlegen. So sieht er aus, der perfekte Entspannungstag der Marlies Dumbsky. Doch allzu viele davon wird sie im kommenden Jahr kaum haben. Denn seit vergangenen Donnerstag ist die aparte Dunkelhaarige aus Volkach (Lkr. Kitzingen) als 53. Fränkische Weinkönigin das neue Gesicht des Frankenweins. Und das bedeutet: Termine, Termine, Termine.
„Keiner hier hat so richtig geglaubt, dass die Krone gleich nochmal an die Mainschleife kommt“, sinniert Marlies. Sie inklusive. Dennoch wollte sie es unbedingt jetzt wissen: „Sonst wäre ich zu weit weg gewesen von der Materie.“ So aber war sie bis ins vergangene Frühjahr noch als Volkacher Weinprinzessin unterwegs, und auch ihre Ausbildung zur Winzerin hat sie gerade erst vor einem halben Jahr beendet. „Die zweijährige Ausbildung war die schönste Zeit meines Lebens“, sagt Marlies: „Die Winzer sind so herzliche Menschen.“ Dennoch hatte sie von Anfang an geplant, noch ein Studium an die Lehre anzuhängen: „Winzer ist ein Knochenjob. Wir Frauen sind da wohl im Marketing besser aufgehoben.“
Also zog es sie nach Leipzig, an den Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaften. Aus ihrer WG dort gingen am Donnerstag bereits kurz nach der Krönung per SMS Glückwünsche ein: „Wir sind stolz darauf, jetzt mit der Fränkischen Weinkönigin zusammenzuleben.“ Doch daraus wird nichts. Zwei Urlaubssemester sind beschlossene Sache. Danach will sie weiter studieren, und auch mal eine Zeit auf einem Weingut im Ausland arbeiten. „Neuseeland“, sagt Marlies, mit Sehnsucht in der Stimme: „Die schöne, neue Welt.“ Auch die Krone wird sie ins Ausland führen: London und Shanghai stehen schon in den ersten Monaten in ihrem Terminkalender.
Apropos Liebe. Hat denn Marlies ihren Weinkönig schon gefunden? Sie lacht vielsagend: „Das bleibt privat.“ Und dann deutet sie mit dem Finger auf ihr Glas vor sich und sagt: „Mein offizieller Partner für das kommende Jahr ist der Frankenwein.“

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