publiziert: 12.05.2009 15:06 Uhr
aktualisiert: 12.05.2009 16:17 Uhr
» zur Übersicht Franken
    
    
Artikel
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text HERZOGENAURACH/SCHWEINFURT
Schaeffler legt Konzept vor

Wirtschaftsminister zu Guttenberg will prüfen

Der schwer angeschlagene Autozulieferer Schaeffler hat bei einem Gespräch mit der bayerischen Staatsregierung sein Sanierungskonzept präsentiert.

  • Schaeffler will 8000 Stellen streichen Blick auf das INA-Schaeffler-Logo vor dem Hauptsitz der Schaeffler KG in Herzogenaurach.
Bild von
    
Mehr zum Thema
 01.09.2010  Schaeffler sieht die Krise überwunden  »mehr
 19.08.2009  Schaeffler kann wieder nach vorne blicken  »mehr
 18.08.2009  Vorerst gerettet: Schaeffler einigt sich mit Banken  »mehr
 Chronologie  Ringen zwischen Conti und Schaeffler  »mehr
 12.08.2009  Conti-Machtkampf beendet: Neumann und Koerfer gehen  »mehr
 10.08.2009  Einigung im Conti-Machtkampf rückt näher  »mehr
 07.08.2009  Schaeffler droht weitere Niederlage  »mehr
 05.08.2009  Millionenschweres Sparpaket bei Schaeffler  »mehr
 02.08.2009  Conti-Chaos: Kritik an Schaeffler  »mehr
 29.07.2009  Mögliche Kapitalerhöhung bei Conti umstritten  »mehr
 Showdown in Hannover  Conti und Schaeffler streiten über Kapitalerhöhung   »mehr
 28.07.2009  250-Millionen-Sparpaket sichert Jobs bei Schaffler  »mehr
 22.07.2009  Conti greift Schaeffler an  »mehr
 21.07.2009  Wirbel im Machtkampf zwischen Conti und Schaeffler  »mehr
 Übersicht  Wer zur Schaeffler-Gruppe gehört  »mehr
 07.06.2009  Wulff: Konkretes Modell für Schaeffler und Conti  »mehr
 20.05.2009  Fusion von Schaeffler und Conti im Gespräch  »mehr
 12.05.2009  Schaeffler legt Konzept vor  »mehr
 23.04.2009  Schlechte Stimmung bei der Conti-Hauptversammlung  »mehr
 21.04.2009  Schaeffler baut Macht im Conti-Aufsichtsrat aus  »mehr
 07.04.2009  Schaeffler vereinbart Milliarden-Kreditlinie  »mehr
 01.04.2009  Hoffnung für Schaeffler  »mehr
 24.02.2009  Familie Schaeffler will Verantwortung behalten  »mehr
 8.2.2009  Schaeffler verteidigt Bitte nach Staatshilfe  »mehr
 8.2.2009  Schaeffler-Familie findet trotz intensiver Suche keine Investoren  »mehr
 19. Dezember 2008  Brüssel gibt Schaeffler grünes Licht  »mehr
 21. August 2008  Herzogenaurach übernimmt Hannover  »mehr
    
Nun werde Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) das Konzept prüfen, bevor über eventuelle Staatshilfen entschieden wird. Das sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. Nach Seehofers Angaben gehen auf jeden Fall Arbeitsplätze verloren: «Es wird zu Maßnahmen kommen», sagte Seehofer dazu. Nach Angaben des CSU-Chefs ist die Eigentümerfamilie zu Opfern bereit: «Das Eigenengagement der Familie ist gewaltig, deshalb verdient es unsere Unterstützung.»

Bei den möglichen Staatshilfen könne es sich nur um Bürgschaften oder Darlehen, nicht aber um eine Übernahme von Schaeffler-Anteilen durch den Staat handeln, sagte Seehofer. Die Schaeffler-Spitze hatte ihre Pläne am Montagabend bei einem Treffen mit Seehofer und Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) in der Staatskanzlei vorgestellt. Anschließend vereinbarten die Teilnehmer Vertraulichkeit.

Einzelheiten nannte Seehofer daher nicht, weil zuerst Mitarbeiter, Banken und Gesellschafter informiert werden sollen. Seehofer betonte jedoch: «Wir haben die Überlegungen der Firma Schaeffler positiv aufgenommen.» Es gebe Elemente, die «beachtlich und schwierig» seien. «Es ist ein Schwungrad in Bewegung gesetzt worden».

Eine Lösung könne es aber nur unter Beteiligung des Bundes und der anderen beteiligten Bundesländer geben. Neben Niedersachsen, wo die von Schaeffler übernommene Continental-Gruppe ihren Sitz hat, seien noch mehrere andere Bundesländer beteiligt. «Das wird ein ganz schwieriger Weg», betonte der CSU-Politiker. Schaeffler und Conti haben zusammen weltweit 200 000 Mitarbeiter. «Wir wollen so viele Arbeitsplätze wie möglich erhalten.» Unmittelbar nach dem Treffen mit der Schaeffler-Spitze habe er mit Bundeswirtschaftsminister Guttenberg telefoniert. Guttenberg werde seinerseits mit der Firma sprechen.

Schaeffler hatte sich vergangenes Jahr mit dem Conti-Kauf übernommen und leidet inzwischen auch unter der weltweiten Flaute in der Autobranche. In Deutschland will das Unternehmen 5000 Stellen streichen, weltweit 8000, wie vergangene Woche aus unternehmensnahen Kreisen verlautete.

In Schweinfurt gehört das Unternehmen FAG zu Schaeffler.

dpa/aug
    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Recht auf Auskunft 

Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr
    
    

111 Dinge 

...die Sie in Mainfranken tun müssen:
Mit unserer großen Serie lernen Sie die Region neu kennen. »mehr
    
    

Auf Schusters Rappen 

Die neue Gruppe auf main.de. Wandergruppe unter sich. »mehr
    
Anzeige
Anzeige
    

Zeichen setzen 

Förderpreis für
engagierte Bürger
Lesen Sie alles über den Preis und machen Sie Vorschläge, wer ihn bekommen soll. »mehr
    
    

Daily X 

Die Jugendseite der Main-Post
Täglich aktuell, täglich lesenswert. »mehr