aktualisiert: 18.03.2009 12:08 Uhr
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KARLSTADT
Autobahn Westumgehung: Varianten in Würzburgs Nordwesten
Staatliches Bauamt stellt Umweltverträglichkeitsstudie für B 26 n vor
Eine Reihe von neuen Linienführungen für die so genannte B 26 n präsentierte das Staatliche Bauamt Würzburg (früher: Straßenbauamt) im Rathaus von Karlstadt (Lkr. Main-Spessart).
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Karlstadt (hop) Schätzungsweise gut 100 Demonstranten empfingen die Teilnehmer der Informationsveranstaltung über die Zwischenergebnisse der Umweltverträglichkeitsstudie zur B 26 n – Autobahn Westspange – in der Alten Bahnhofstraße in Karlstadt. Das Staatliche Bauamt (bisher Straßenbauamt) hatte Bürgermeister und andere Mandatsträger des betroffenen Raums in den Rathaussaal eingeladen. „Wir erwarten den Offenbarungseid“, betonten die Demonstranten. Sprich: Sie erwarteten, dass zu viele Fakten gegen das Vorhaben sprechen. Zur Demonstration aufgerufen hatte der „Verein Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung (B26n)“. Ein ausführlicher Bericht über die Umweltverträglichkeitsstudie folgt in der morgigen Ausgabe.FOTO Karlheinz Haase
Hatte sich in den vergangenen Monaten der Fokus auf einen Mittelkorridor gerichtet, so kam jetzt bei der Vorstellung der Umweltverträglichkeitsstudie die Kombinationslösung Nord/Süd wieder aufs Tapet. Der Mittelkorridor ist eine vierspurige Autobahn, die von Arnstein Richtung Karlstadt führt, zwischen Karlstadt und Himmelstadt den Main überquert und schließlich irgendwo bei Waldbrunn an die A 3 angebunden wird. Sie soll 40 000 Fahrzeuge täglich aufnehmen. Dazu gehört eine eigene Anbindung nach Lohr, die mit 10 000 Fahrzeugen belastet wäre.
Die Kombilösung sieht eine vierspurige Autobahn-Westspange nördlich von Würzburg vor und unabhängig davon eine zweispurige Bundesstraße von Arnstein bis Lohr. Christoph Eberlein, am Bauamt für Straßenbau zuständig, räumt dem Mittelkorridor zwar höhere Chancen ein, bezeichnet die Situation momentan aber als ergebnisoffen. Die Fragestellungen zu beiden Varianten seien jetzt abzuarbeiten, ehe eine Entscheidung gefällt wird. Das soll bis Herbst geschehen sein.
Der Mittelkorridor werde zu einem Drittel Ziel- und Quellverkehr und demnach zu zwei Dritteln Transitverkehr aufnehmen. Er habe eine größere entlastende Wirkung für andere Straßen und Autobahnen als die Kombilösung. Bei der würde der Nordkorridor vor allem den Raum Lohr, Gemünden und Karlstadt nach Osten hin erschließen. Der Südkorridor würde den Autobahnring um Würzburg herum komplettieren.
Zu der Vorstellung in Karlstadt waren Mandatsträger aus den Landkreisen Main-Spessart und Würzburg eingeladen. Etwa 100 Autobahngegner demonstrierten vor dem Veranstaltungsort. Massiven Gegenwind bekamen die Straßenplaner aber auch von den Bürgermeistern aus dem Landkreis Würzburg, dem „Verein Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung (B26n)“ und dem Bund Naturschutz zu spüren.
Es wurde deutlich, dass sämtliche Korridore durch sensible Gegenden führen. Auf einer Karte des Bauamts sind in Rot die Zonen mit „sehr hohem Raumwiderstand“ dargestellt, durch welche die Trasse dort eigentlich nicht hindurchführen dürfte. Zum Teil führen die Linien durch rote Zonen. Es sei möglich, Ausnahmen zu erwirken, sagte Landschaftsarchitekt Michael Kasper. Kritiker befanden, dass am Ende das „Schutzgut Mensch“ und die Natur gegeneinander ausgespielt werden. Die Autobahngegner befürworten eine Weiterführung der B 26 a, die bei Arnstein momentan auf dem Acker endet.
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