publiziert: 30.04.2010 14:02 Uhr
aktualisiert: 30.04.2010 15:27 Uhr
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Bad Neustadt als Modellstadt für Elektromobilität

Landrat Habermann prescht vor

Den Ausbau der Wirtschafts- und Wissenschaftsbeziehungen des Freistaates mit China will Ministerpräsident Horst Seehofer bei seinem Besuch in der Volksrepublik vorantreiben. Bei seinen Besuchen regte Seehofer an, in Bayern eine Modellstadt in Sachen Elektromobilität ins Leben zu rufen. Ein Vorschlag, den das von den Stellenstreichungen bei Siemens gebeutelte Bad Neustadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) nur zu gerne aufnehmen würde.

Es traf sich gut, dass Landrat Thomas Habermann just bei der Veröffentlichung aus Seehofers Pressestelle mit den Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär und Paul Lehrieder (beide CSU) sowie Vertretern der Arbeitsagenturen und dem Siemens Betriebsrat zusammengekommen war.

Die Zukunft der Jobcenter und Arbeitsagenturen stand eigentlich auf dem Programm der Sitzung. Doch Habermann preschte gerne in puncto Modellstadt für Elektromobiltät nach vorn. „Das würde genau nach Bad Neustadt passen“, so der Landrat. „Keine Stadt in Bayern kann diese Aufgabe besser erfüllen als Bad Neustadt“, betonte Habermann.

„Wir haben die passende Größe von etwa 10.000 Einwohnern, die der Ministerpräsident vorgeschlagen hat, wir haben die schulische Infrastruktur“. Habermann betonte, dass gerade bei frei werdenden Kapazitäten im Siemens-Werk Bad Neustadt auch entsprechende Fachkräfte vor Ort zu finden sind, die Elektromotoren nicht nur nutzen und warten, sondern auch bauen könnten.

„Auf diese Art und Weise kämen wieder zukunftsfähige Arbeitsplätze nach Bad Neustadt“, so der Landrat. Auch der Status einer Kurstadt kann als Pfund für die Elektromobilitätsmodellstadt zum Tragen kommen. Um Bad Neustadt in einem möglichen Bewerbungsverfahren nach vorne zu bringen, soll sowohl die bayerische Staatsregierung wie auch der Siemens-Vorstand vom Interesse aus Rhön und Grabfeld in kürze informiert werden.

Landrat Habermann telefonierte diesbezüglich am Freitag bereits mit Mitgliedern der Staatsregierung. Auch Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär unterstützt die Initiative Habermanns nachdrücklich: „Es muss eine unterfränkische Forderung werden, diese Modellstadt in Bad Neustadt aufzubauen“.

Dass Bad Neustadt nicht ohne Konkurrenz in das Rennen um den Standort der Modellstadt Elektromobilität gehen wird, ist zu erwarten. So hat ebenfalls am Freitagmittag der Bürgermeister des nahegelegenen Bad Königshofen sein Interesse an einer Bewerbung angekündigt.

Von Stefan Kritzer
    
    

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Die neuesten Kommentare

punkbone (700 Kommentare) am 01.05.2010 11:52

sagt alles

"Habermann betonte, dass gerade bei frei werdenden Kapazitäten im Siemens-Werk Bad Neustadt auch entsprechende Fachkräfte vor Ort zu finden sind, die Elektromotoren nicht nur nutzen und warten, sondern auch bauen könnten."

Dieser Satz sagt mehr als 1000 Worte!! Da hat sich ja jemand schon mit den Stellenstreichungen abgefunden.
(0)
kabole (85 Kommentare) am 30.04.2010 18:17

EAC Bad Neustadt (Elektro-Auto-City)

Da müssen wir uns in der Region Bad Neustadt noch anstrengen ausreichend Strom aus Erneuerbaren Energien zu produzieren und den zu verteilen. Ein Anschließen der Elektroautos einfach an das Stromnetz, in dem auch der Strom aus dem AKW Grafenrheinfeld fließt, wäre eine sehr schlechte Lösung!
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