publiziert: 04.07.2008 14:51 Uhr
aktualisiert: 04.07.2008 14:51 Uhr
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SCHWEINFURT
Groß-Bordell im Gespräch
Investoren klopften bei Stadt an, doch die will keine Sperrbezirke
Nichtöffentlich hat sich der Finanzausschuss des Schweinfurter Stadtrates kürzlich umfassend mit der Prostitution beschäftigt. Der Grund waren Pläne für ein Groß-Bordell und die Verlegung des Straßenstrichs weg von Mainlände, weil dort ein Jugendgästehauses eröffnet wird.
Weil sich trotz intensiver Suche wegen der massiven Beschwerden der jeweiligen Anlieger derzeit keine Lösung abzeichnet, folgten die Stadträte der Verwaltungsempfehlung, auf Straßenstrich erstmal ganz zu verzichten.
Keine Prostitution auf der Straße, dafür aber in einem Großbordell. So stellen sich das zumindest Investoren vor. Nach abgelehnten Alternativen blieb ein lange Zeit leerstehendes Verwaltungsgebäude einer Firma in der Nähe zur neuen Einkaufsmeile Stadtgalerie übrig. Geplant ist dort ein FKK-Erlebnis-Klub mit allem, was dazu gehört. Mehr als 25 Damen sollen die Herren verwöhnen.
Die Rotlicht-Investoren regten aber an, dass Schweinfurt, das bisher keinen Sperrbezirk kennt, solche Toleranzzonen ausweist, natürlich eine auch im Umfeld des Groß-Bordells. Die Stadträte spielten aber nicht mit und entschieden, dass alles bleibt, wie es ist. Das heißt: Prostitution ist weiterhin überall in Schweinfurt möglich.
Den Investoren gefällt das nicht. Die Großzügigkeit sei nämlich schuld daran, dass es in der Stadt 63 Rotlicht-Adressen gibt, 40 davon sind aktuell aktiv. „Ein Puff kann hier jede Hausfrau aufmachen“, sagt ein Kenner der Szene. Weil durch die häufige Abwesenheit der Amerikaner die Zahl der Freier bei täglich nur noch maximal 200 liegen soll, sei das Angebot zu üppig, was den Preis drücke und das gesundheitliche Gefährdungspotenzial erhöhe, berichtet ein Insider aus dem Umfeld der Investoren.
Anders sei alles im Großbordell: Die Hygiene stimme, und weil Eintritt verlangt werde, wüssten die Behörden ganz genau, was verdient und was abgeführt werden müsse. Bei der heutigen Regelung gehe der Stadt „viel Steuergeld durch die Lappen“, so der Mann aus dem Milieu.
Der städtische Sicherheitsreferent Jürgen Montag sagt aber, dass der Stadtrat nunmal anders entschieden habe, weil er die Nachteile eines Sperrbezirks für gravierender hält. Die Stadt könne den Investoren keine Exklusivsituation schaffen. Das heißt: Das unternehmerische Risiko für den Erwerb des Gebäudes tragen sie alleine. Ob die Investoren angesichts dieser Unsicherheit noch Interesse am Sperrbezirk-freien Schweinfurt haben?
Keine Prostitution auf der Straße, dafür aber in einem Großbordell. So stellen sich das zumindest Investoren vor. Nach abgelehnten Alternativen blieb ein lange Zeit leerstehendes Verwaltungsgebäude einer Firma in der Nähe zur neuen Einkaufsmeile Stadtgalerie übrig. Geplant ist dort ein FKK-Erlebnis-Klub mit allem, was dazu gehört. Mehr als 25 Damen sollen die Herren verwöhnen.
Die Rotlicht-Investoren regten aber an, dass Schweinfurt, das bisher keinen Sperrbezirk kennt, solche Toleranzzonen ausweist, natürlich eine auch im Umfeld des Groß-Bordells. Die Stadträte spielten aber nicht mit und entschieden, dass alles bleibt, wie es ist. Das heißt: Prostitution ist weiterhin überall in Schweinfurt möglich.
Den Investoren gefällt das nicht. Die Großzügigkeit sei nämlich schuld daran, dass es in der Stadt 63 Rotlicht-Adressen gibt, 40 davon sind aktuell aktiv. „Ein Puff kann hier jede Hausfrau aufmachen“, sagt ein Kenner der Szene. Weil durch die häufige Abwesenheit der Amerikaner die Zahl der Freier bei täglich nur noch maximal 200 liegen soll, sei das Angebot zu üppig, was den Preis drücke und das gesundheitliche Gefährdungspotenzial erhöhe, berichtet ein Insider aus dem Umfeld der Investoren.
Anders sei alles im Großbordell: Die Hygiene stimme, und weil Eintritt verlangt werde, wüssten die Behörden ganz genau, was verdient und was abgeführt werden müsse. Bei der heutigen Regelung gehe der Stadt „viel Steuergeld durch die Lappen“, so der Mann aus dem Milieu.
Der städtische Sicherheitsreferent Jürgen Montag sagt aber, dass der Stadtrat nunmal anders entschieden habe, weil er die Nachteile eines Sperrbezirks für gravierender hält. Die Stadt könne den Investoren keine Exklusivsituation schaffen. Das heißt: Das unternehmerische Risiko für den Erwerb des Gebäudes tragen sie alleine. Ob die Investoren angesichts dieser Unsicherheit noch Interesse am Sperrbezirk-freien Schweinfurt haben?
HH
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