publiziert: 08.09.2009 17:41 Uhr
aktualisiert: 08.09.2009 17:44 Uhr
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Die Unterfranken plagt der Rücken

Höchster Krankenstand in Bayern

(nat) Woran mag es wohl liegen? Ist es statistischer Zufall oder sind die Unterfranken öfters krank als Bayern anderswo? Im vergangenen Jahr ist der Krankenstand im Freistaat laut der DAK leicht auf 2,9 Prozent gestiegen. Im Regierungsbezirk Unterfranken nahm die Zahl der Erkrankungen etwas stärker zu: Mit 3,2 Prozent hatte die Region im Landesvergleich mit Ober- und Mittelfranken den höchsten Krankenstand.

Damit waren an jedem Tag des Jahres von 1000 DAK-versicherten Arbeitnehmern 32 krankgeschrieben – immerhin einer weniger als bundesweit.

Nach dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport für Unterfranken nahmen im Vergleich zum Vorjahr die Ausfalltage bei allen wichtigen Diagnosen zu. Die deutlichste Steigerung gab es bei Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 13 Prozent. Jede vierte Krankschreibung geht inzwischen auf Rückenschmerzen oder andere Muskel-Skelett-Probleme zurück. Und während im Landesdurchschnitt pro 100 Versicherte insgesamt 233 Ausfalltage wegen orthopädischer Probleme zusammenkamen, waren es in Unterfranken 285 Tage.

An zweiter und dritter Stelle der häufigsten Diagnosen stehen bei den 122 000 unterfränkischen DAK-Versicherten mit rund 15 Prozent Verletzungen sowie Erkrankungen des Atmungssystems. Auch die Zahl der psychischen Erkrankungen stieg – auf nun 9, 4 Prozent. Dass die psychischen Probleme zunehmen, hänge auch mit Veränderungen in der modernen Arbeitswelt zusammen, sagt DAK-Bezirkschef Günther Schmitt. Vor allem chronischer Stress sei „ein ernsthafter Risikofaktur für psychische Krankheiten“.

Sorgen macht der Kasse das zunehmende Doping am Arbeitsplatz. Schätzungsweise gut zwei Prozent, also 133 000 aktiv Erwerbstätige im Freistaat, nehmen regelmäßig leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Medikamente ein.

    
    

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