publiziert: 17.11.2008 13:23 Uhr
aktualisiert: 17.11.2008 17:34 Uhr
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Dreiköpfige Familie tot in Einfamilienhaus entdeckt

In einem Einfamilienhaus in Rothenburg (Landkreis Ansbach) sind am Montag die Leichen einer dreiköpfigen Familie entdeckt worden. Sowohl die 49 und 52 Jahre alten Eheleute als auch ihr 28 Jahre alter Sohn wiesen Schussverletzungen auf, wie die Polizei mitteilte.

  • Drei Tote in Haus entdeckt
    dpa
    In diesem Haus am Rand der berühmten Altstadt von Rothenburg ob der Tauber wurden die drei Leichen entdeckt.
  • Drei Tote in Haus entdeckt
    dpa
    In diesem Haus am Rand der berühmten Altstadt von Rothenburg ob der Tauber wurden die drei Leichen entdeckt.
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Alle drei seien offensichtlich mit dem am Tatort gefundenen Revolver des 49-Jährigen erschossen worden. Ob der 49-Jährige der Täter sei, bevor er sich möglicherweise selbst umbrachte, war zunächst unklar.

Die Leichen seien teils mit Schlafanzügen, teils mit Morgenmantel bekleidet gewesen. „Das Ganze sieht nach einer Familientragödie aus. Aber ganz sicher können wir das erst nach der für Dienstag geplanten Obduktion sagen“, berichtete die Polizeisprecherin. „Von dem großen Fremdtäter gehen wir jedenfalls nicht aus“, fügte sie hinzu.

Allerdings deute äußerlich auch nichts auf eine dramatische Entwicklung in der Familie hin, die Anlass für ein Drama sein könnte. „Das waren ganz normale Familienverhältnisse.“ Auch gebe es keinen Abschiedsbrief.

Derzeit seien die Motive für eine solche Tragödie noch völlig im Dunkeln. Neben Experten des Landeskriminalamtes hätten am Montag auch Rechtsmediziner am Tatort mit der Untersuchung des Falls begonnen.

Polizisten hatten die Leichen am Vormittag im Schlafzimmer der Wohnung gefunden. Kollegen des als Busfahrer beschäftigten Rothenburgers waren am Morgen argwöhnisch geworden, weil der 49-Jährige nicht um 6 Uhr zur Arbeit erschienen war. Einer der Kollegen habe deshalb bei dem Vermissten nach dem Rechten sehen wollen.

Es habe allerdings niemand die Wohnungstür geöffnet. Auch Nachbarn seien überrascht gewesen, dass es in der Nachbarwohnung so ruhig gewesen sei. „Normalerweise ist im Nachbarhaus um diese Zeit immer viel Betrieb“, berichteten Nachbarn der Polizei.

Als beim Klingeln niemand geöffnet habe, hätten sie schließlich die Polizei informiert, die die Haustür von einem Schlüsseldienst öffnen ließ.

Beim Tatort handelt es sich nach Polizeiangaben um eine Wohnung in einer Doppelhaushälfte am Rande der historischen Altstadt von Rothenburg. Das Nachbarhaus habe der Bruder der getöteten 42-Jährigen bewohnt.
In einem Einfamilienhaus in Rothenburg (Landkreis Ansbach) sind am Montag die Leichen einer dreiköpfigen Familie entdeckt worden. Sowohl die 49 und 52 Jahre alten Eheleute als auch ihr 28 Jahre alter Sohn wiesen Schussverletzungen auf, wie die Polizei mitteilte. (Video: Berthold Diem)
dpa
    
    

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