publiziert: 11.06.2010 14:36 Uhr
aktualisiert: 11.06.2010 15:33 Uhr
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Expertin warnt: Neonazis sind auf Schüler aus

Fachtagung in Nürnberg

Trotz verstärkter Bildungsanstrengungen bleiben Jugendliche im Freistaat anfällig für die Propaganda von Neonazis. Schüler würden entweder mit Flugblättern angeworben oder von Neonazis persönlich angesprochen, berichtete die Rechtsextremismus-Expertin Birgit Mair auf einer Tagung in Nürnberg.

Unlängst habe der bayerische NPD-Chef Ralf Ollert sogar Schülervertretungen angeschrieben und sie mit ausländerfeindlichen Parolen konfrontiert. Seien die Jugendlichen einmal mit rechtsextremem Gedankengut infiltriert, hätten selbst Lehrer kaum noch Einfluss auf die Jugendlichen, berichten Pädagogen auf der Tagung.

Nach Beobachtungen von Mair fasziniert anfällige Jugendliche vor allem das selbstbewusste Auftreten neonazistischer Gruppen. In einem geschlossenen Block grölend durch die Stadt zu ziehen, empfänden vor allem Jugendliche ohne Halt als wohltuendes Gemeinschaftserlebnis.

Auch der von Neonazis propagierte Antikapitalismus gepaart mit vermeintlich sozialen Elementen ziehe Jugendliche an, berichtete Mair. Ein wichtige Rolle spiele die Musik. Inzwischen gebe es in Deutschland 700 rechtsextremistische Bands, berichtete die Nürnberger Expertin.

Die Diplom-Sozialwirtin leitet das Nürnberger Rechtsextremismus-Projekt Tacheles. Nach ihren Informationen gliedert sich die bayerische Neonazi-Szene in zwei Blöcke: in die rechtsextremen Parteien NPD und DVU und in die vier sogenannten Kameradschaftsverbände: die Kameradschaft Nürnberg, die Kameradschaft Altmühltal, die Freien Nationalisten Erlangen-Höchstadt und das Freie Netz Süd.
Um die Polizei zu verwirren, trügen viele Neonazi-Gruppen bei öffentlichen Aufmärschen inzwischen schwarze Kleidung - und seien damit immer schwerer von den ebenfalls schwarz gekleideten linken Autonomen zu unterscheiden. Den Auftritten sollen Bürger in jeden Fall mit Protesten begegnen. Die Strategie des Wegschauens führe dazu, dass sich Neonazis im öffentlichen Raum noch stärker breitmachen könnten.
dpa/aug
    
    

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Die neuesten Kommentare

Zur_Info (148 Kommentare) am 12.06.2010 09:58

Na hier hat ...

... die Mainpost wieder mal kräftig gelöscht.
Dabei habe ich nur bei dem aktuellen Fall des Taxi-Mörders vom Bodensee den Teil der Täterbeschreibung geliefert, von dem die Mainpost meint, dass ihre mündigen Leser das nicht wissen dürfen. Mit nachprüfbarem Link zur Bild-Zeitung...

Aber nicht mal das darf der Mainpost-Leser wissen. Sehr vertrauenswürdig.
(0)
anho99 (18 Kommentare) am 12.06.2010 09:20

Hahaha!

Die "Expertin" warnt...

Also bei:
selbstbewusstem Auftreten von Gruppen
und
In einem geschlossenen Block grölend durch die Stadt zu ziehen

Da fallen mir wirklich nicht zuerst Nazis ein.
(0)
winnem (733 Kommentare) am 11.06.2010 23:31

@Zur_Info

Kann mich dem nur anschliessen....
(0)
dreckschlame (25 Kommentare) am 11.06.2010 23:07

@Zur_Info

Genau mein Denken!
Entlich mal Jemand,der hier schreibt was Sache ist!
(0)
Zur_Info (148 Kommentare) am 11.06.2010 19:13

Also ich habe mehr Angst vor

solchen Verbrechern in Würzburg:

www.mainpost.de/lokales/wuerzburg/
Polizei-fahndet-nach-Schlaeger-vom-11-April;art735,5584628

Teil des Kommentars von 11.April am 21.05.2010 19:14
Nach über 5 Wochen Krankenhausaufenthalt und 3 Operationen am Kopf wird das Opfer nun bei einer Reha wieder aufgebaut. Heute wäre sein letzter Abitur-Prüfungstermin gewesen, wenn ... . Ein Ohr wird für immer taub bleiben. Nur durch eine Sehhilfe kann die noch vorhandene Doppelsichtigkeit ausgeglichen werden.
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