publiziert: 22.02.2012 17:17 Uhr
aktualisiert: 22.02.2012 19:47 Uhr
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Fasching 2012: 32 Führerscheine fort mit Helau

Bilanz der unterfränkischen Polizei

Eine ernüchternde Bilanz für die abgelaufene Faschingssaison hat das Polizeipräsidium Unterfranken am Aschermittwoch gezogen. Trotz angekündigter Kontrollen waren wieder viele Autofahrer alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss am Steuer, 32 mussten ihren Führerschein an Ort und Stelle abgeben.

Die großen Faschingsumzüge in Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt waren mit insgesamt knapp 200.000 Zuschauern gut besucht. Trotz der ausgelassenen Stimmung verliefen fast alle Veranstaltungen in der Region friedlich und größtenteils störungsfrei, heißt es im Polizeibericht.

Überschattet wurden die Feiern von einem Unfall beim Umzug in Trossenfurt (Lkr. Haßberge), bei dem eine 41-Jährige schwerste Verletzungen erlitt. Wie berichtet, war die Frau von einem Motivwagen gestürzt und hatte sich dabei lebensbedrohliche Kopfverletzungen zugezogen. Glimpflicher war zuvor ein Zwischenfall in Aschaffenburg verlaufen, bei dem ein Ordner von der Aufbauwand eines Traktors erfasst und am Bein von einem Anhängerrad überrollt wurde. Seine Verletzungen erwiesen sich als weniger schwer als zunächst befürchtet.

Seit dem 10. Februar hat die Polizei nach eigenen Angaben knapp 10.000 Verkehrsteilnehmer angehalten und überprüft. Etliche Fahrzeugführer, bei denen die Promillegrenze deutlich überschritten war, wurden aus dem Verkehr gezogen; unterfrankenweit wurden gegen 43 Fahrerinnen und Fahrer Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Bei 48 weiteren Betroffenen war der Alkoholwert so hoch, dass gegen sie Strafanzeige erstattet wurde. Außerdem stellte man bei 19 Personen fest, dass sie trotz Drogen am Steuer saßen. In 15 Fällen konnten Personen daran gehindert werden, sich betrunken ans Steuer zu setzen. Insgesamt 32 Personen mussten ihren Führerschein an Ort und Stelle abgeben.

Während 2011 in zehn Fällen Alkoholeinfluss die Ursache für Verkehrsunfälle war, hat sich die Zahl 2012 auf 15 erhöht. Dabei wurden zwei Personen leicht und eine Person schwerer verletzt.

Bei den Kontrollen wurden auch 24 Fahrer gestoppt, die nicht im Besitz eines Führerscheins sind; gegen alle Beschuldigte wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Zudem wurden bei 13 Personen Rauschgift sichergestellt. Gegen sie wird wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln ermittelt.

Bei den Jugendschutzkontrollen ist die Polizei auf zahlreiche Kinder und Jugendliche mit teils erschreckend hohen Alkoholwerten gestoßen. Trauriger Spitzenreiter: ein 16-Jähriger, der mit einem Wert von knapp 2,5 Promille an einem Faschingszug teilnahm. 22 betrunkene Jugendliche wurden in Polizeigewahrsam genommen; sieben davon waren so stark alkoholisiert, dass sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten.

In insgesamt 51 Fällen wurde beanstandet, dass verbotenerweise Alkohol an Kinder und Jugendliche abgegeben worden war. Wegen Verstößen gegen jugendschutzrechtliche Vorschriften wurde auch gegen fünf Veranstalter Anzeige erstattet.
(cat)
    
    

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»Alle 10 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

Lorenz4u (132 Kommentare) am 23.02.2012 16:26

Daumen hoch für den Sheriff

Trotzdem könnte die Ausbeute besser sein ! In den USA wird viel effektivert gearbeitet, bzw. es wird weniger Personal benötigt. Die fahren nämlich alleine durch die Ghettos. Ja, das sind COPS. Helden der Straße. Keine Beamtenpussis !
Dort bedeutet Knast auch Strafe - nicht Urlaub !
(0)
Sunnyboy97 (1035 Kommentare) am 23.02.2012 09:05

Wer besoffen Auto fährt,

hat dies auch redlich verdient !!
(2)
willy sachs (61 Kommentare) am 23.02.2012 05:09

Unschuldige müssen sterben.

Ich hasse solche Arschlöcher, die mit Vorsatz im Suff Auto fahren, und damit das Leben Unschuldiger leichtsinnig aufs Spiel setzen.

Das sind Mörder ersten Grades.

Führerschein weg auf Lebenszeit. Oder Kriegsgericht.
Waren doch die letze Zeit genug Unfälle auch mit Toten wegen Alkohol am Steuer.

Aber wen kümmert das schon in der heutigen Spaßgesellschaft. Das Leben anderer ist scheißegal.

so Frust ein bissle abgebaut =)
(2)
jamsp (46 Kommentare) am 22.02.2012 21:42

es hätten

bestimmt mehr sein können, wenn die Polizei mehr Leute hätte.
Ich danke mal der Polizei, die bei den Umzügen so viel gute Laune gezeigt haben trotz dem Stress.
(2)
DMA (696 Kommentare) am 24.02.2012 07:10

es könnten mehr sein....

besonders wenn ich an die Geschichte mit dem Rennradfahrer denke, über die vor Kurzem berichtet wurde. Der war ein Spezl eines Polizisten und hatte daher auch nichts falsch gemacht...
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