publiziert: 19.08.2009 16:37 Uhr
aktualisiert: 19.08.2009 16:37 Uhr
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Frustrierte Franken wollen eigene Partei gründen

Von der Politik im Freistaat frustrierte Franken wollen noch im Herbst eine eigene Partei gründen. Inhaltliche und personelle Details seien aber noch abzuklären, sagte einer der Initiatoren, Volker Backert, am Mittwoch zu einem entsprechenden Bericht der „Süddeutschen Zeitung“.

Backert ist Abteilungsleiter für öffentliche Sicherheit bei der Stadt Coburg und derzeit noch Mitglied der SPD. Parteiprogramm und -struktur sollen auf einem Parteitag Ende Oktober beschlossen werden.

Hier geht's zum Internet-Auftritt der Franken-Partei

Der Arbeitskreis für die „Partei für Franken“ setzt sich laut Backert zusammen aus Parteilosen sowie ehemaligen und Noch- Mitgliedern der etablierten Parteien. Folglich sei sozialdemokratisches, liberales, konservatives Gedankengut gleichermaßen vorhanden. Abgelehnt werden jede Form rechts- wie linksextremer Politik. „Als Franken sind wir traditionell weltoffen, tolerant und bodenständig“, heißt es dazu auf der Homepage der Initiatoren, auf die Backert verwies.

Unter der Überschrift „Die traurigen Fakten“ sind dort mehr als ein Dutzend Beispiele für die nach Meinung der Initiatoren einseitige Landesentwicklung und das wachsende Süd-Nord-Gefälle im Freistaat aufgeführt. Sie reichen von niedrigerem Pro-Kopf-Einkommen über höhere Arbeitslosigkeit bis hin zur Benachteiligung bei Investitionszuweisungen und Standortentscheidungen.

Erstmals öffentlich aktiv wurde der Arbeitskreis für die „Partei für Franken“ im Mai. Beim letzten Saisonspiel des 1. FC Nürnberg gegen 1860 München wurden im Franken-Stadion, das jetzt EasyCredit- Stadion heißt, „Rote Karten für Bayern“ verteilt mit dem Text „Pauli ausspioniert, Beckstein demontiert, Seehofer installiert, Hohlmeier rehabilitiert ... und jetzt wird abserviert“.

Bei der Landtagswahl 2013 will die neuen Partei den Bürgern „eine seriöse fränkische Alternative zur von Lobbyismus, Machtgier, Vetternwirtschaft und Filz durchdrungenen Landespolitik der übrigen Parteien anbieten“.
(lby)
    
    

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