publiziert: 20.05.2009 15:11 Uhr
aktualisiert: 20.05.2009 15:11 Uhr
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Fusion von Schaeffler und Conti im Gespräch

"Handelsblatt" berichtet über überraschende Wende

Im Ringen um die Zukunft der hoch verschuldeten Autozulieferer Schaeffler und Continental könnte es eine überraschende Wende geben. Wie das „Handelsblatt“ am Mittwoch berichtete, könnten die beiden Unternehmen unter dem Dach von Conti fusionieren.

  • Schaeffler-Hauptsitz in in Herzogenaurach Blick auf den Hauptsitz der Schaeffler KG in Herzogenaurach.
  • Bis zu 8000 Arbeitsplätze will die Schaeffler-Gruppe streichen, davon 5000 in Deutschland. Dass die Schweinfurter FAG-Beschäftigten dies Presseberichten entnehmen müssen, hebt die Stimmung nicht.
    FOTO Laszlo Ruppert
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 „Die Integration ist ebenfalls eine Option, die wir prüfen“, kommentierte Schaeffler-Sprecher Detlef Sieverdingbeck den Bericht. Laut der Zeitung prüfen die Berater von Roland Berger derzeit im Auftrag des Gläubigerkonsortiums unter Führung der Commerzbank das Szenario.

In der Politik gebe es breite Unterstützung für eine solche Lösung. „Die Schaeffler Gruppe arbeitet gemeinsam mit der Continental AG an Optionen für eine künftige Zusammenarbeit beider Unternehmen“, hieß es aus dem mittelfränkischen Herzogenaurach. Zu Schaeffler gehört auch das Unternehmen FAG in Schweinfurt.

„Der Prozess ist ergebnisoffen und wird von beiden Unternehmen konstruktiv betrieben. Zur Begleitung dieses Prozesses haben beide Unternehmen gemeinsam einen externen Berater mandatiert.“ Schaeffler hatte sich an der Übernahme des dreimal größeren Konkurrenten Conti verhoben.

Da der Kauf komplett kreditfinanziert war, ist Schaeffler nun hoch verschuldet. Insgesamt drückt die beiden Unternehmen eine Schuldenlast von etwa 23 Milliarden Euro. Den Banken drohen hohe Wertberichtigungen.

Die Institute hofften nun, bei einer Fusion unter dem Dach von Conti allzu hohe Abschreibungen vermeiden zu können. Der Plan sieht nach „Handelsblatt“-Informationen vor, die private Schaeffler-Gruppe komplett in den börsennotierten Conti-Konzern zu überführen. Es scheine derzeit das einzige Modell zu sein, hieß es in Gläubigerkreisen.

Bisher war vor allem über eine Fusion der Automotive-Sparten spekuliert worden. In den Plan seien die Ministerpräsidenten von Bayern, Niedersachsen und Hessen eingeweiht. In diesen Bundesländern befinden sich Werke mit Tausenden von Arbeitsplätzen. 
dpa
    
    

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