aktualisiert: 10. August 2012, 16:05 Uhr » zurück zum Artikel
    
    
 
    
 

GEMÜNDEN/LOHR
Gericht stellt Verfahren gegen Pfleger ein

Die vor dem Amtsgericht Gemünden wegen des Vorwurfs der Gefangenenbefreiung laufende Verhandlung gegen einen 51-jährigen Krankenpfleger der Lohrer Bezirksklinik für forensische Psychiatrie endete am Donnerstag mit einer Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage von 400 Euro.  »mehr

Sortierung
frankenstrasse (422 Kommentare) am 09.08.2012 21:01

Pfleger

Unglaublich da werden für zig Millionen hohe Zäune errichtet auf Kosten des Staates. Die Verbrecher Pfleger schließen den Straftätern die Türen auf. Hoffe auf sehr hohe Strafen
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
123-charlie (1 Kommentare) am 09.08.2012 21:04

Straftäter im "Freigang"

Es erstaunt mich nicht, dass solche Dinge im Bezirkskrankenhaus vorgekommen sein sollen. Wenn man weiss, dass zur Bewachung externes Sicherheitspersonal Verwendung findet und auch die Qualifikation dieser Leute beachtet, wundert es keinen Insider, dass "Patienten" die eigentlich Häftlinge sind, unkontolliert in der Freiheit herumspazieren, hier sind ganz offensichtlich schwere Organisationsmängel vorhanden. Die Öffentlichkeit sollte sich vor Augen halten, dass die allermeisten der "Patientenstraftäter" eigentlich hinter die Mauern einer JVA gehören, vielfach ist die gerichtlich angeordnete Unterbringung in der Forensik eine massive Erleichterung der fälligen Strafe mit Verpflichtung zur Therapie. Als Kenner des Gebäudes, seiner Sicherungseinrichtungen etc. erstaunt es mich, dass erst jetzt die Mängel offenkundig werden. Übrigens ist es lt. ernstzunehmenden Aussgabe von JVA - Gefangenen nirgends so leicht an Drogen zu kommen wie dort, aber das steht auf einem anden Blatt.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
mdeeg (1626 Kommentare) am 10.08.2012 17:20

Unsinnige Kommentare.

Aufgrund der Erfahrungen, die ich aufgrund Freiheitsberaubung im Amt (an solche angezeigt, u.a. EGMR 1033/12) seitens der Staatsanwaltschaft und eines in diesem Zusammenhang stehenden Fehlgutachten UNSCHULDIG von August 2009 bis März 2010 in der Forensik verbringen musste, kann ich insoweit beruhigen:

"Sicherheitsmängel" gibt es nicht - "Freigang" ist absoluter Alltag, die Mehrzahl der Insassen - die darüberhinaus zum Teil aufgrund völlig überzogenen Justizgebarens bspw. wegen Bewährungsverstössen, Hausfriedensbruch und ähnlichen sich auf diesem Niveau bewegenden Delikten über Jahre dort untergebracht sind - stellen weder für sich noch für andere eine "Gefahr" dar.

Das größte Problem ist m.E. das Unwissen, das in der Öffentlichkeit besteht - eine Mischung aus kalkuliertem Schüren von Ängsten und Vorurteilen.

Die Pfleger sind hier sehr viel näher dran an der Realität, das ist alles!
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
closs (1766 Kommentare) am 10.08.2012 18:06

ICh habe mit einigen Bekannten gesprochen,

die die Umstände in solchen Anstalten kennen. Deshalb: Absolute Zustimmung.

Man handelt absolut verantwortlich im Sinne der Sache, kann aber eins drauf kriegen, wenn jemand ein Süppchen drauf kocht.

Das ist so ähnlich, wie wenn man verdiente Mitarbeiter loswerden will und in 5 Jahre alten Spesenabrechnungen rum wühlen lässt - findet man meistens Kleinigkeiten. Da es aber juristisch den Begriff "Kleinigkeit" nicht gibt, sondern nur objektive Tatbestandsbezeichnungen, kommt dann sowas raus.

Obwohl das hier ein ganz anderer Fall ist als der Kremmler-Fall in Wü: In beiden Fällen scheint mir an der Realität vorbei geurteilt zu werden.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
mdeeg (1626 Kommentare) am 10.08.2012 18:47

Es wird immer....

unterschiedliche Ansichten und Wertungen geben. Was allerdings hier in Franken im Bereich Strafjustiz abläuft, hätte ich vor zehn Jahren noch als für - in Deutschland - unmöglich angesehen.

Hier sind auch die Medien in der Verantwortung. Und es ist auch hier ganz sicher kein Geheimnis, dass eine solche Unkultur ein Ergebnis der jeweiligen Führung und hier insbesondere auch der politischen Interessen ist! CSU wählt, wer dem Geschmarre von überall lauernden Straftätern und dem Untergang der Heimat Glauben schenkt.

Wie Sie bereits an anderer Stelle schrieben, sind oft erst die Kosten ein Faktor der wahrgenommen wird. Ein Tag in der Forensik Lohr kostet den Steuerzahler 240 Euro pro Patient. Die psychosozialen Folgekosten sind ungleich höher.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
mdeeg (1626 Kommentare) am 10.08.2012 18:57

Noch zum Fall Kemmler....

wäre der nicht Studienrat a.D. und wollte dem jemand tatsächlich eins auswischen, hätte diese banale Äußerung durchaus Gelegenheit geboten, ihn erstmal wegzusperren. Nach ein paar Wochen hätte dann vielleicht ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Gutachter kurz mit gesprochen und ihm - völlig unabhängig von den Maßnahmen und der Situation, natürlich! - hohes Aggressionspotential o.ä. attestiert. Dann noch ein paar böse Worte zu einem Richter bei der ebenfalls Wochen/Monate später erfolgten Verhandlung und der Mann ist erstmal im System verschwunden!

Einen Gutachter zu finden, der einem Erstgutachter - selbst beim größten Blödsinn - widerspricht, müssen Sie dann erst einmal finden.

Wie gesagt, die Kontrollmechanismen, die ja eigentlich gesetzesgemäß da sein müssen, versagen komplett!
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
lohrermopper (333 Kommentare) am 12.08.2012 19:40

alle Unschuldig ....

ja, ja,
...die Gefängnisse und die Forensik sind voll von Unschuldigen, Justizirrtümern und von aufgrund völlig überzogenen Justizgebarens Verfolgte.
;-)
Wer selbst Opfer von Straftätern geworden ist oder Süchtige in der Verwandtschaft hat, weiß, wie solche Menschen andere manipulieren können.
Auch Pfleger, die dadurch einem enormen Druck ausgesetzt sind und tatsächlich dadurch "sehr nahe an der Realität" sind. Vielleicht zu oft zu nahe.
In den Medien wird immer noch viel zu viel über Täter berichtet, viel zu wenig jedoch über die Opfer. Diese werden nur am Rande erwähnt. Was diese Menschen durchmachen ....
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
mdeeg (1626 Kommentare) am 12.08.2012 20:38

Ironie ist hier völlig fehl am Platz!

Prävention im Sinne von Opferschutz wir dnur dadurch erreicht, indem man sich endlich mit Ursachen, Tätern und den Fehlern beschäfitgt. Alles andere ist Populismus!

Und ja: ..."die Gefängnisse und die Forensik sind voll von Unschuldigen, Justizirrtümern und von aufgrund völlig überzogenen Justizgebarens Verfolgte."

Das kann ich Ihnen versichern!
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
lohrermopper (333 Kommentare) am 14.08.2012 10:04

das mag sein, aber ...

Prävention ist doch noch größerer Populismus !

Wo und Wann soll Präventaion beginnen ? Und wer soll das tun ?
Sollen Grundschullehrer oder Kindergärtner entscheiden: "Das Kind ist auffällig, das wird mal Drogensüchtig, das um seine Sucht zu befriedigen andere Leute beraubt" ?
Oder: "Das Kind schreibt mit der linke Hand und gehört deshalb in eine Sonderschule. Aus dem wird eh' blos ein Taugenix" (das war übrigens bis Ende der 60er Jahre Jahre an den Knaben- und Mädchenschulen Bayerns ein übliches Vorgehen).
Und dann ? Die Kinder vorsorglich wegsperren oder**********? Sowas hatten wir schon.

Oder wie stellst Du dir das vor?

Die Ursachen sind schnell gefunden: Neid, Eifersucht, Hass, zu viele oder zu hohe Bedürfnisse, Drogen. Vielleicht noch Gruppenzwang.

Wenn ich mich nicht täusche, sind in der Forensik kranke Menschen untergebracht.
Deshalb sagt man auch, dies sind Patienten, oder ?
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!
    

Großes Unterfranken-Quiz 

Sie werden staunen, was Sie alles über Unterfranken noch nicht wissen. Oder doch? Testen Sie sich. »mehr
Anzeige
Anzeige

Zeichen setzen 

Förderpreis für
engagierte Bürger
Lesen Sie alles über den Preis und machen Sie Vorschläge, wer ihn bekommen soll. »mehr

Prospekte

 

Beilagen