aktualisiert: 27.02.2013 19:16 Uhr
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GRAFENRHEINFELD/MÜNCHEN
Grüne äußern Kritik an Atomaufsicht
„Seilschaften von Politik und Betreibern“
Von einem „erschreckenden Laissez-faire bei der Atomaufsicht“ spricht die unterfränkische Grünen-Abgeordnete Simone Tolle (Arnstein/Lkr. Main-Spessart) im Zusammenhang mit dem Hickhack im Umgang mit einem Rohrriss im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld (KKG). Sie bezieht sich auf einen Bericht dieser Zeitung (Mittwochsausgabe).
Darin wurde ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundesumweltministeriums zitiert, der nach Bekanntwerden des Rohrrisses im Jahr 2010 die Abschaltung des Meilers im Landkreis Schweinfurt angeordnet hatte. Diese Anordnung sei allerdings auf politischer Ebene „kassiert worden“.„Hier wird deutlich, dass es die von uns stets vermuteten Seilschaften zwischen Betreiber und Atomaufsicht bis in die oberste Staatsebene hinein tatsächlich gibt und dass sie im Zweifelsfall gegen jede Vernunft und rein auf der Basis wirtschaftlicher Interessen handeln“, so Simone Tolle.
Die Landtagsgrünen sprechen hier von einem „Sündenfall, der sich nie wiederholen darf“. Dass die Reaktorsicherheit nach wie vor im Zuständigkeitsbereich von Bundesumweltministeriumsabteilungsleiter Gerald Hennenhöfer liegt, der in diesem Fall keinen akuten Handlungsbedarf gesehen hatte, lasse bei ihnen allerdings „die Alarmglocken läuten“.
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»Alle 17 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare
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OPS (1298 Kommentare) am 28.02.2013 12:40
Grüne äußern Kritik an Atomaufsicht „Seilschaften von Politik und Betreibern“In weiteren Nachrichten:Linke äußert Kritik an Wettbewerbsaufsicht "Seilschaften von Politik und Konzernen" Verbrecher äußern Kritik an Polizei "Seilschaften von Strafverfolgung und Gerichtsbarkeit" Google äußert Kritik an Datenschutzbeauftragten "Seilschaften von Versteckspielern und Anonymen" Atomaufsicht äußert Kritik an Grünen "Seilschaften von Politik und Ökos" Vampire äußern Kritik an Van Hellsing "Seilschaften von Holzindustrie und Sonnenbankherstellern" Hasen äußern Kritik an Füchsen "Seilschaften von Fleischfressern und Pelzliebhabern" Die deutsche Atomaufsicht gilt als die härteste der Welt. Große Teile der Welt orientieren sich an unseren Sicherheitsgesetzen und Regelwerken. Weil Deutschland aber aus der Kernenergie aussteigt, orientiert sich die Welt stärker am lascheren amerikanischen Regelwerk NUREG. Ganze Sicherheitsstrukturen werden für Neubauten nicht mehr nötig sein (was diese auch billiger und schneller macht!) Nice Job breaking it, heroes. |
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grayjohn (2329 Kommentare) am 28.02.2013 09:50
War ja klaraber mir will es niemand glauben, dass es nicht nachhaltig ist, Tatsachen einfach verschweigen zu wollen. Die kommen unweigerlich ans Licht - und zwar gerne dann, wenn es den Betreffenden gerade am wenigsten passt. Dann schaukelt sich das so richtig hoch, eine vernünftige Diskussion ist nicht mehr möglich, und am Schluss sind eigentlich alle unzufrieden.Aber beim nächsten Mal versuchen wir es einfach wieder - wär ja zu blöd, wenn "die anderen" das spitzkriegen würden, und es war auch nur ein saudummer Zufall, dass es (ausgerechnet jetzt) doch rausgekommen ist... |
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Du_di_ned_oo (4414 Kommentare) am 27.02.2013 21:24
aktuelle Meldung: Hessen muss 187 Mio Euro Schadenersatz für Biblis zahlenNach der Rückwärtsrolle der schwarz gelben Regierungunter fachlicher Leitung durch den Ex-Lobbyisten, Juristen und heutigen obersten Wächter über die Sicherheit deutscher AKWs Hennenhöfer: Lautet die Begründung des Gerichts nun: „RWE hätte ordnungsgemäß angehört werden müssen“, erläuterte ein Sprecher die Entscheidung. Außerdem habe das Ministerium es versäumt, das vom Atomgesetz für vorläufige Betriebseinstellungen eingeräumte Ermessen anzuwenden. RWE kündigte an, den Schaden genau klären zu wollen. „Die Summe ist noch detailliert zu berechnen.“ [Bericht in FR] Quer: Blockade - Wie die Stromriesen die Energiewende sabotieren http://www.youtube.com/watch?v=be_MeGqBObY Entgegen allen Versprechungen - keine Transparenz bei der Reaktorsicherheitskommision http://www.youtube.com/watch?v=rDIVYo3suuM |
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grayjohn (2329 Kommentare) am 28.02.2013 10:33
Und das alles ohne NotEs zeigt sich wieder mal, dass schlecht beraten ist wer aus ideologischen Gründen das Rad der Geschichte zurückdrehen will. Hätten sie am vereinbarten Atomausstieg festgehalten, hätten sie jetzt diese Probleme nicht.Aber mit dem unnützen Geldausgeben auf Kosten der Bürger/innen aus ideologischen Gründen hat diese Regierung ja allgemein keine Probleme - s. Stuttgart 21. Ein Infrastrukturrückbau, ein potenzieller Flaschenhals, unter dem Strich keine Verbesserungen für die Reisenden - aber Geld ausgeben ohne Ende muss man dafür trotzdem. Wenn das man nicht genau so ein Rohrkrepierer wird! (Eigentlich gehören alle maßgeblichen "Augen-zu-und-durchs" in Regierung und beteiligten Unternehmen zum - ebenso unbegrenzten - Schadenersatz herangezogen!) |
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Frankenpatriot (2861 Kommentare) am 27.02.2013 20:35
Frau Tolle ist vollumfänglich zuzustimmen - AKWs in Deutschland sind GelddruckmaschinenDieser Aussage von Simone Tolle
ist vollstens zuzustimmen. Die Atomaufsicht in diesem Land ist schon verdammt lange von der Atomlobby gekauft, die nur darauf aus ist, hier profit zu machen und die überhaupt nicht die Sicherheit der Bürger im Kopf hat! Der Atomlobby geht es einzig und allein darum, den Bürgern das Geld für diese alten und abgeschriebenen Gelddruckmaschinen namens AKWs aus der Tasche zu leiern und sie mittels überhöhter Stromrechnungen zu erpressen! Denn sind diese ganzen Anhebungen der Stromtarife bitte anderes als eine schlichte Erpressung?? Gleiches gilt aber auch für die Gaspreise. Die Gaslobby scheint auch auf die Gaslieferanten in Deutschland massiven Einfluss zu haben. |
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